Stichwort: dostojewskij
Samstag, den 31. Januar 2009   

dostojewskijs verbrechen und strafe

verbrechen

Es wurde bei mir mal wieder Zeit für das Lesen eines Klas­sik­ers. Und wie schon beschrieben, bin ich bei Eulen­spiegel auf die Taschen­buchver­sion der Neuüber­set­zung von Dos­to­jew­ski­js Roman “Schuld und Sühne” gestoßen. Die Neuüber­set­zung und die damit ver­bun­dene Neu­betitelung hat Swet­lana Geier besorgt, die aus dem Rus­sis­chen auch vieles andere über­set­zt hat.

Ver­brechen und Strafe” deckt sich daher mit dem Titel der englis­chen Über­set­zung “Crime and Pun­ish­ment”, klingt vielle­icht nicht so schön, trifft den Kern aber bess­er. Noch bess­er, so erfährt man im ange­hängten Beitrag aus Kindlers Lit­er­aturlexikon, sei die Über­set­zung “Übertre­tung und Zurechtweisung”. Aber das hätte vielle­icht zu sehr nach ein­er wis­senschaftlichen Abhand­lung gek­lun­gen.

Zum Inhalt will ich mal kaum etwas erzählen, das kriegt man anders wo. Allerd­ings scheint der Roman noch etwas behäbig zu sein, wenn man meint, nach dem Ver­brechen den Höhep­unkt des Buch­es qua­si erre­icht zu haben. Das täuscht, das was danach kommt, ist so dicht und gut erzählt, dass es ein wirk­lich­es Lesev­ergnü­gen ist.

Nein, die Auf­machung des Buch­es ist nun wirk­lich etwas für Buch­lieb­haber. Von daher mal einen schö­nen Gruß und großes Lob an den Fis­ch­er Ver­lag. Die gebun­dene Orig­i­nalaus­gabe ist mit so ca. 80€ doch nicht ger­ade was für jeden, daher ist diese 13€-Ausgabe, angere­ichert durch Erk­lärun­gen, ein­er Über­sicht der Hand­lung, sowie dem schon ange­sproch­enen Ein­trag über den Roman in Kindlers Lit­er­aturlexikon, sehr empfehlenswert. Außer­dem wurde dünnes Papi­er genom­men und ein Taschen­buch­for­mat, das etwas größer als üblich ist. Daher schauen die 720 Seit­en gar nicht so üppig aus und kom­men dem Leser nicht so über­mäßig viel vor, wie das bei anderen Aus­gaben der Fall ist. Sprich, das Buch ist schön han­dlich für unter­wegs, man schleppt keinen dick­en Schinken mit sich und die Entschei­dung, es so her­auszugeben, ist eine goldige gewe­sen. Wer derzeit diesen Roman Dos­to­jew­ski­js lesen möchte, dem sei diese Aus­gabe ans Herz gelegt.


Dienstag, den 13. Januar 2009   

tütenliteratur

Let­ztens habe ich mir bei Eulen­spiegel in Biele­feld die Neuüber­set­zung von Dos­to­jew­ski­js ‘Ver­brechen und Strafe’ aka ‘Schuld und Sühne’ geholt. In diesem Buch­laden wer­den Büch­er noch in Papiertüten eingeschla­gen und auf diesen Tüten ist widerum was zu lesen.

Da man in der Straßen­bahn eh manch­mal sich glück­lich schätzt, irgend­was zu tun zu haben, kramte ich also das eingetütete Buch her­aus und las die Kurzgeschichte Nor­mal von Chris­t­ian Gottschalk, worauf hin ich seinen Blog las. Solche Offlinelinks sind irgend­wie ja schon eine ganz putzige Idee. So find­et man von Hölzchen auf Stöcksken.