wie die evangelische kirche gegen hitler und den relativismus kämpft

Niko­laus Schnei­der von der evan­ge­lis­chen Kirche hat sich passend zu Pfin­g­sten zu Wort gemeldet, um ein­mal zu pro­tokol­lieren, dass die evan­ge­lis­che Kirche im drit­ten Reiche Mit Jesus gegen das Hitler-Regime agiert habe. Der katholis­chen Kirche war die Befas­sung mit dem drit­ten Reich vor kurzem ja auch ein Anliegen. Man habe 1934 mit dem Barmer The­ol­o­gis­chen Erk­lärung den Chris­ten eine ganz wesentliche Ori­en­tierung­shil­fe gegeben, so Schnei­der. Wie kri­tisch es die Chris­ten gegenüber dem Nazi-Staat, dem sie oft­mals selb­st funk­tionell ange­hören, ges­timmt haben mag, Sätze wie “Fürchtet Gott, ehrt den König” zu lesen, über­lasse ich mal dem Leser.

Bei Radio AREF, dem Radio der Arbeits­ge­mein­schaft Rund­funk Evan­ge­lis­ch­er Freikirchen, heisst es in diesem Zusam­men­hang, Hitler habe 1933 nur mit der katholis­chen Kirche einen Staatsver­trag gemacht, da er sich der Loy­al­ität und des Deutsch­tums seit­ens der evan­ge­lis­chen Kirche fast sich­er sein durfte.

Über die Beken­nende Kirche, der die Barmer The­ol­o­gis­che Erk­lärung zugerech­net wird, heisst es bei Wikipedia: Die BK erk­lärte nie, dass Beken­nt­nistreue mit dem Dienst in der SS oder im KZ unvere­in­bar sei. Eine ein­heitliche Oppo­si­tion gegen das NS-Regime bildete die BK (…) nicht.

Wie anders ist da Schnei­ders Sicht auf die Wirkung der Erk­lärung: Die dama­li­gen Chris­ten braucht­en Klarheit gegenüber den Irrlehren der Nazis. Wohinge­gen bei Wikipedia kon­sta­tiert wird: Die Kon­se­quen­zen vom Protest zum gemein­samen Wider­stand gegen das NS-Regime, die aus dem Zusam­men­prall des kirch­lichen Glaubens­beken­nt­niss­es mit der total­itären NS-Staat­side­olo­gie fol­gen mussten, blieben aus. Sie wur­den durch innere kon­fes­sionelle Gegen­sätze und eine lavierende und tak­tis­che Hal­tung der bish­eri­gen lutherischen Lan­des­bis­chöfe ver­hin­dert.

Schnei­der nutzt im Inter­view dann noch die Gun­st der Stunde, um heuch­lerisch die hochtra­bende Posi­tion der evan­ge­lis­chen Kirche darzule­gen:

Was wür­den Sie beispiel­sweise unternehmen, wenn der Staat Kirchen unter­sagte, Jesus im staatlichen Reli­gion­sun­ter­richt als “den Weg und die Wahrheit” zu beze­ich­nen, weil diese Abso­lutheit dem Frieden ein­er mul­tire­ligiösen Gesellschaft schade?

Schnei­der: Sollte der Staat die Kirchen zum Rel­a­tivis­mus nöti­gen, wäre die Gren­ze erre­icht. Dann wäre Schluss mit der Zusam­me­nar­beit — ganz im Geist von Bar­men.

So ein Blödsinn. Als ob sich die evan­ge­lis­che Kirche mit ihrer Dog­men­lehre aus den Schulen treiben liesse, nur weil die Reli­gion­slehrer darauf hin­weisen müssten, dass es neben der Formel “Jesus Chris­tus = Wahrheit” auch noch andere Defini­to­nen von Wahrheit gäbe. So deklar­i­ert man Aufk­lärung eben mal um zur geisti­gen Ein­stel­lung, alles für egal zu hal­ten. Bra­vo, liebe evan­ge­lis­che Kirche.

[Bei Klaus Stuttmann gibt es eine passende Karikatur.]

Weiterlesen

weitere unstimmigkeit bei koch-mehrin

Bei den Ruhrbaro­nen wird derzeit der Frage nachge­gan­gen, ob Sil­vana Koch-Mehrin bei ihrer eidesstat­tlichen Erk­lärung die Unwahrheit gesagt hat. Sie legt Wert darauf, zu 75% an den Sitzun­gen des Europäis­chen Par­la­ments anwe­send gewe­sen zu sein, und nicht zu 62% wie es das Europäis­che Par­la­ment ausweist. Zur Unter­stützung ihrer Posi­tion hält sie in der Erk­lärung weit­er fest:

Mit mein­er Präsen­zquote von 75% liege ich in der oberen Hälfte der Präsenz der 99 deutschen EU-Abge­ord­neten und der 785 EU-Abge­ord­neten ins­ge­samt.

Ich ver­ste­he das so:  Sie behauptet, von allen deutschen EU-Abge­ord­neten bezüglich der Präsenz in der oberen Hälfte zu sein. Zusät­zlich dazu auch bezo­gen auf alle Abge­ord­neten. Weit­erge­hend ver­ste­he ich es so, dass bei ober­er Hälfte gemeint ist, von 99 in ein­er zahlen­mäßig ange­ord­neten Hier­ar­chieliste bei ein­er Posi­tion ober­halb der Zahl 49 zu sein.

Dann muss bei der EU wohl ein weit­er­er Sta­tis­tik­fehler vorgekom­men sein: Denn Frau Koch-Mehrin liegt nach den Zahlen der EU weit ent­fer­nt von dieser oberen Hälfte. Nach diesen Zahlen gibt es über­haupt nur 12 deutsche Abge­ord­nete, die noch weniger anwe­send waren. So gese­hen gehört Frau Koch-Mehrin lediglich zum unteren Sech­s­tel auf der Präsenz-Liste[1. die Liste im Ganzen (Zahlen in Prozent):

Alvaro 77
Beer 75
Behrendt 94
Böge 94
Brey­er 86
Brie 89
Brok 78
Bull­mann 96
Cas­pary 94
Chatzi 85
Cohn-Ben­dit 90
Cramer 92
Dess 95
Ehler 73
Fer­ber 93
Flo­renz 83
Friedrich 94
Gahler 94
Geb­hardt 93
Gewalt 87
Glaute 81
Goe­pel 94
Gomol­ka 94
Graefe zu Bah. 86
Grässle 88
Grön­er 77
Groote 92
Hän­sch 92
Harms 77
Haug 95
Hierony­mi 85
Hop­pen­st­edt 91
Horaczek 88
Jarzem­bows­ki 80
Jeg­gle 96
Jöns 93
Kallen­bach 93
Kastler 73
Kauf­mann 98
Kin­der­mann 98
Klaunt 90
Klaß 95
Klinz 77
Koch 91
Koch-Mehrin 62/75
Kon­rad 96
Krah­mer 87
Krehl 90
Kreissl-Dör­fler 86
Kulme 94
Lamb­s­dorff 55
Lan­gen 98
Lank 57
Lech­n­er 81
Lehne 94
Leinen 94
Liese 69
E. Mann 73
T. Mann 97
Markov 90
May­er 90
Nas­sauer 91
Niebler 84
Öger 60
Özdemir 63
Pack 95
Pflüger 93
Pieper 93
Pöt­ter­ing 95
Pos­dorf 63
Pos­selt 86
Quisthoudt-Rowohl 69
Rap­kay 92
Reul 98
Rodust 85
Roth-Behrendt 81
Rothe 91
Rüh­le 91
Schmidt 80
Schnell­hardt 88
Schröder 89
Schroedter 89
Schulz 67
Schuth 76
Schwab 98
Som­mer 91
Staune 67
Stock­mann 85
Trüpel 86
Ulmer 93
Wagenknecht 75
Wal­ter 93
Weber 86
Weis­ger­ber 80
Wieland 89
Wogau 83
Zim­mer 87

].

Aber da wird bes­timmt ein Rechen­fehler sein.
___________________________________

Weiterlesen

wes’ brot guttenberg isst

Die Frau Merkel und der Herr Gut­ten­berg waren am Dien­stag bei Lob­by­is­ten ein­ge­laden. Dort durften sie Durch­hal­teparolen für die deutsche Wirtschaft raus­posaunen. Macht man ja gerne für die Lob­by­is­ten.

Der Ver­anstal­ter zitiert dabei Her­rn Gut­ten­berg wie fol­gt:

Es müsse für staatliche Maß­nah­men klare Kri­te­rien geben. “Diese Kri­te­rien kön­nen nicht die Laut­stärke des Rufens sein und auch nicht die Medi­en­rel­e­vanz der betrof­fe­nen Unternehmen”, so Gut­ten­berg.

Oh, hab ich vergessen, wer Ver­anstal­ter war? Das war die heiss­geliebte Ini­tia­tive Neue Deutsche Mark­twirtschaft. Diese wird vom lieben Her­rn Gut­ten­berg eben­so für ihre mah­nen­den Worte gelobt. Als mah­nend beschreibt die Ini­tia­tive selb­st ihre Aktion, einen Dop­pel­gänger Lud­wig Erhardts in New York rum­ren­nen zu lassen. Also, ich glaub ja nicht, dass Medi­en­rel­e­vanz und lautes rufen der INSM für Gut­ten­berg auss­chlaggebend gewe­sen ist, bei denen vorzu­dack­eln. Das wird bes­timmt sehr gute andere Gründe haben[1. Ein Video von der Ver­anstal­tung gibt’s bei Spiegel (via) ].

Über diesen Blog­a­r­tikel der Lud­wig-Erhardt-Aktion gerät man flux auch zum Lexikon der INSM. Denn diese Banau­sen wollen immer noch Begriffe für die Deutschen definieren.

Sehr putzig wird das beim Begriff der Frei­heit. Was daherkommt als Begriffs­de­f­i­n­i­tion ist eine lose Ansamm­lung irgendwelch­er Gedanken von Denkern, die man dem Lib­er­al­is­mus zurech­net. Und natür­lich meint man: Nur was die Lib­er­al­is­ten denken, ist richtig. An Denkern zitiert man von Hayek und Locke. Raus kommt dabei unge­fähr dieser Unfug:

Im lib­eralen Denken ist deshalb auch die Tren­nung zwis­chen Staat und Gesellschaft ver­ankert: Auf­gabe des Staates soll nicht nur die rechtliche Absicherung der indi­vidu­ellen Frei­heit sein, son­dern auch die Gewährung ein­er Rah­menord­nung, die es den Indi­viduen ges­tat­tet, selb­ständig im Rah­men “spon­tan­er Ord­nun­gen” (Friedrich A. von Hayek) nach Wegen zu Wohl­stand und Glück zu suchen.

So, und nun stellen Sie sich mal einen Staat vor, der alle indi­vidu­ellen Frei­heit­en ges­tat­tet, aber den Indi­viduen spon­tane Ord­nun­gen ver­bi­etet, durch die sie Wohl­stand und Glück(!) bekom­men kön­nen. Hayek selb­st hat nie genau dargelegt, was unter ein­er solchen “spon­ta­nen Ord­nung” genau zu ver­ste­hen ist.

John Locke wird in diese Chose mit einge­bun­den, in dem von der Aufk­lärung behauptet wird,

Die wesentliche Grund­lage des Frei­heit­sprinzips ist die Überzeu­gung der Aufk­lärung des 18. Jahrhun­derts, dass jed­er Men­sch frei geboren, mit gle­ichen Recht­en aus­ges­tat­tet und ver­nun­ft­be­gabt ist. Eine unab­d­ing­bare Voraus­set­zung der Frei­heit ist das Vorhan­den­sein von per­sön­lichem Eigen­tum.

Das stimmt soweit, zumin­d­est für die englis­che Aufk­lärung. In Deutsch­land war maßge­blich Immanuel Kant beteiligt. Dessen Namen sucht man auf den Seit­en der INSM natür­lich verge­blich. Der Grund hier­für ist sim­pel: Kant hat in Ablehnung der Lock­eschen Ansicht die Frei­heit des Men­schen begrün­det, ohne dabei auf Eigen­tum zu sprechen zu kom­men. Keineswegs ist Eigen­tum die unab­d­ing­bare Voraus­set­zung von Frei­heit. Frei­heit beze­ich­net nach Kant lediglich den Umstand der Selb­st­ge­set­zge­bung eines Men­schen. Das hat mit Eigen­tum zunächst ein­mal nichts zu tun.

Das Geschwurbel der INSM geht dann wie fol­gt weit­er:

Das nor­ma­tives Grun­dan­liegen des Frei­heit­sprinzips ist die möglichst große Unab­hängigkeit des Einzel­nen vom Staat und die Ermöglichung sein­er geistig-sit­tlichen Ent­fal­tung, um in Eigen­ver­ant­wor­tung und auch in Ver­ant­wor­tung gegenüber der Umwelt sein Recht auf “Selb­steigen­tum” (John Locke) zu wahren. Und hol­ter­dipolter holt man dann unge­nan­nt doch Kant noch mit ins Boot: Die Gren­zen per­sön­lich­er Frei­heit wer­den dort gese­hen, wo die Frei­heit­en ander­er ver­let­zt wer­den.

Für Locke endet Frei­heit dort, wo ich von meinen Eigen­tümern keinen Gebrauch mehr machen kann. Das Frei­heit­srechtver­let­zen ander­er ist ein Argu­ment Kants. Das wird von den Ver­fassern dieser Begriff­s­miss­deutern ein­fach mal her­beigewunken. Und diese Masche zieht sich durch das ganze Denken, dass hier im Namen der INSM vor­ge­tra­gen wird: Unter dem Deck­man­tel philosophis­ch­er Wahrheit­s­analyse wird ohne halt­bare Argu­men­ta­tion alles frei nach Schnau­ze in unter­stellte Zusam­men­hänge gepackt, die einzig dem Ziel dienen sollen, der eige­nen Posi­tion einen wis­senschaftlichen Touch zu ver­lei­hen. Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt.

Schon inter­es­sant, von wem sich da unsere Bun­desregierung zum Essen ein­laden lässt, wem es für Mah­nung und Ori­en­tierung dankt.

Die CDU glaubt übri­gens nach wie vor, sozial sei, was Arbeit schafft. _______________________

Weiterlesen

der traum einer ideologiefreien internetdebatte

Hein­rich Wef­ing hat bei der Zeit eine Posi­tion­ierung gegenüber der von ihm so genan­nten Inter­net­ge­meinde dargelegt: Wider die Ide­olo­gen des Inter­nets!

Der Text ist nicht unin­ter­es­sant, wenn ich ihm auch größ­ten­teils nicht zus­timme. Wenn Wef­ing behauptet, es gin­ge nicht um Zen­sur, und großspurig von Frei­heit spricht oder der ange­blichen Rechtsablehnung der Inter­net­ge­meinde ( Eine Ide­olo­gie: die Ide­olo­gie vom wilden, freien, unab­hängi­gen Inter­net, in dem keine Regeln gel­ten.) und daher für eine Gel­tung des Rechts im Inter­net plädiert, überzeugt mich das nicht: Es geht nicht um die Gel­tung­machung des Rechts im Inter­net, es geht um die Rechtsver­fol­gung. Alle Inter­net­nutzer in einen Pott zu schmeis­sen und sie als latente Rechts­brech­er und ille­gale Down­loader zu charak­ter­isieren, ent­larvt sich eben­so als  zu kurz gegrif­f­en. Im Namen der Frei­heit wird der Aus­tritt aus dem Recht propagiert. Das mag ein R.A.F.-Credo gewe­sen sein, trifft aber sicher­lich nicht auf die Masse der Inter­net­nutzer zu.

Werf­ing kul­miniert seinen Gedanken dann in fol­gen­dem Satz:

Es geht darum, die Debat­te um das Inter­net zu entide­ol­o­gisieren und das Netz als einen Raum zurück­zuer­obern, in dem die Gel­tung des Rechts so selb­stver­ständlich akzep­tiert wird wie im richti­gen Leben.

Der zweite Teil des Satzes ist natür­lich Unsinn. Die Akzep­tanz der Gel­tung des Rechts im richti­gen Leben, was neben­bei bemerkt eine Sache der Erziehung und nicht der Juris­terei sein dürfte, ist im dig­i­tal­en Leben dieselbe. Ich habe noch nie davon gehört, dass jemand wegen Rechtsmiss­brauchs im Inter­net verurteilt wurde und sich gegen eine sach­lich kor­rek­te Verurteilung erfol­gre­ich wehren kon­nte. Und Schmu gegenüber rechtlichen Regelun­gen wird außer­halb des Inter­nets sicher­lich inten­siv­er betrieben, ohne gle­ich davon zu sprechen, dort wür­den rechts­freie Räume entstehen[1. Auch der auf der­sel­ben Seite pub­lizierte Video-Pod­cast von Jens Jessen erweckt eher den Ein­druck, als ob die Kinder der 70er begrif­f­en hät­ten, dass der Spruch Teacher — leave us kids alone falsch ist und kor­rigiert wer­den müsste. Die 1:1-Projektion auf die Inter­net­ge­meinde ist dabei erk­lärungs­bedürftig.]. Auf diese Weise nährt Wef­ing nur den Ver­dacht, selb­st Reit­er ein­er bes­timmten Sache, Ide­olo­gie, wie er es nen­nt, zu sein.

Aber der erste Teil des Satzes ist befür­wortenswert. Eine entide­ol­o­gisierte Debat­te über das Inter­net ist abso­lut wün­schenswert. Die Inter­net­ge­meinde darf sich schon fra­gen, inwieweit das Verunglimpfen von der Leyens durch Grafiken nicht ide­ol­o­gisch gewe­sen ist. Da habe ich so meine Zweifel. Ander­er­seits ist ger­ade in dieser Debat­te bei diesem Auftreten der Poli­tik­er die Frage mehr als berechtigt, inwieweit die Poli­tik­er ide­olo­giefrei auf sach­liche Argu­men­ta­tion konzen­tri­ert, vorge­hen wollen.

Weiterlesen

es muss ein druck durch deutschland gehen

Fol­gen­den Text habe ich vor drei Jahren ein­mal zur dama­li­gen Ein­führung von Stu­di­enge­bühren an der Uni­ver­sität Biele­feld geschrieben. Im Tenor hat sich der Text ein­fach nicht über­lebt.

Es muss ein Druck durch Deutsch­land gehen[1. 1. Inzwis­chen schnallt die Über­schrift nicht mehr jed­er. Es han­delt sich dabei um eine Anspielung an die erste Berlin­er Rede von Roman Her­zog, die ich weit­er­hin für lesenswert halte. ]

In Biele­feld sind Stu­di­enge­bühren einge­führt. Auf kom­plizierte Begrün­dun­gen hat man verzichtet. Man müsse unbe­d­ingt vor­sor­gen für den Fall, dass z.B. in Köln Stu­di­enge­bühren einge­führt wür­den. Ken­nen Sie diesen Spruch aus dem Rek­torat? Die Angst ist wohl, dass Köl­ner die Biele­felder Uni über­fluten. Sagen wir’s mal so: Noch
nicht mal in Düs­sel­dorf gab es so eine Befürch­tung.

Es war vorge­se­hen, Stu­di­enge­bühren in Biele­feld erst dann einzuführen, wenn es ein für alle Stu­den­ten gerecht­es Mod­ell gibt. Hierzu zählt ein „gerecht­es“ Kred­it­fi­nanzierungsmod­ell. Nun zahlt hier­bei ein auf Kred­it angewiesen­er Regel-Stu­dent nach dem Bach­e­lor schon min­destens 1170€ mehr für sein Studi­um als jemand, der keinen Kred­it benötigt. Nach dem Mas­ter zahlt er min­destens 2550€ mehr. „Was anderes kann man den Banken nicht zumuten“, meinte das Rek­torat den Fach­schaften gegenüber. Dem Rek­torat zu Folge kämen bei ein­er anderen Lösung „die Reichen“ und näh­men die Banken aus. Das scheint ein Naturge­setz zu sein. Das Schlimm­ste für das Rek­torat ist dem­nach wohl ein reich­er Köl­ner: Qua­si eine Bil­dung­sheuschrecke.

Die Fach­schaften merk­ten an, dass durch „mehr Geld“ kein Dozent, der eine schlechte Lehre macht, plöt­zlich zu jeman­dem wird, der eine gute Lehre macht. Die Reak­tion des Rek­torats: „Ja, aber das ist doch das Schöne am neuen Sys­tem. Wir kön­nen denen jet­zt endlich Druck machen!“ — All­ge­meines Kopf­schüt­teln der Fach­schaften, dabei hat­te doch nur ein Päd­a­goge seine Sehn­sucht aus­ge­drückt. Die Fach­schaften erk­lärten beiläu­fig, dass sie den Bach­e­lor-Stu­di­en­gang für Qual­itätsver­luste in den Abteilun­gen ver­ant­wortlich macht­en. Viele Studierende seien zwar auf einem Niveau, nur sei das Niveau im Keller. Hierzu meinte der Rek­tor: „Ja, sehen Sie: Das, was Sie da so neg­a­tiv sehen, das sehe ich als Erfolg“. Das ist ein typ­isch neuzeitlich­es Gerede: „Ich hab’ meine Mei­n­ung. Du hast deine Mei­n­ung. Jet­zt lass mich mal reden und dann darf­st du mal reden. Und hin­ter­her sind wir dann alle, alle glück­lich.“ Aber es gibt dann nur noch Mei­n­un­gen, keine Wahrheit­en mehr.

Den Fach­schaften wurde aber noch ein zusät­zlich­er Köder vom Rek­torat ange­boten: „Wenn Sie Prob­leme haben mit einem Dozen­ten, dann kom­men Sie zu uns. Wir gehen dann dahin und machen dem schon Druck!“ Das wäre aber auch dumm, wenn ein deutsches Sys­tem ohne funk­tion­ierende Befehlshier­ar­chie und Dif­famierungsmöglichkeit auskom­men müsste. Es war ja nicht alles schlecht früher. Sie sehen aber an dieser Stelle deut­lich, dass das Rek­torat in die Debat­te nicht mehr ein­bringt als Mei­n­un­gen, Köder und Kraftausdrücke[2. 2. So philosophisch war meine Abteilung damals, dass es ein Dok­torant für nötig emp­fand, mich darauf hin zu weisen, dass der hier ver­wen­dete Begriff “Kraftaus­druck” falsch sei. Damit wür­den vul­gäre Begriffe gemeint sein. Ver­standen wor­den bin ich den­noch ;-). ] .

Wochen später stell­ten die Fach­schaften dem Rek­torat eine neue Frage. In den aktu­al­isierten Kred­itbe­din­gun­gen war die Klausel mit der Begren­zung der Zin­ser­höhung gefall­en. Zinssätze kön­nen nun während der Kred­it­nahme beliebig hoch ansteigen. Die einzige Antwort des Rek­torats auf die Frage, was es von dieser Verän­derung hält, war: „Hören Sie auf zu opponieren, das alte Bil­dungssys­tem ist tot!“ Uns stört gar nicht unbe­d­ingt, dass Fra­gen nicht gut beant­wortet wer­den. Was anderes ist bei diesem Rek­torat nicht zu erwarten. Was uns Sorge bere­it­et, ist, dass der Gedanke der Uni­ver­sität abgewick­elt wird. Es wird nicht mehr disku­tiert. Es wer­den nur noch Sachzwänge her­beiar­gu­men­tiert, die jede Diskus­sion erübri­gen. So überzeugt man dann auch nie­man­den mehr, son­dern drängt ihn höch­stens zu resig­nieren. Glauben Sie ern­sthaft, dass es all diese Sachzwänge gibt?

Statt gute Begrün­dun­gen zu liefern, gibt das Rek­torat auch nur noch „Updates“ von Mei­n­un­gen her­aus. Über die rück­läu­fi­gen Anfängerzahlen meinte das Rek­torat zunächst, diese hät­ten „auf gar keinen Fall mit Stu­di­enge­bühren und NC“ zu tun, son­dern mit der prekären Sicher­heit­slage an der Uni. Prob­lem­los schien das Rek­torat die Motive von nie an der Uni gewe­se­nen Nich­tan­fängern aus­machen zu kön­nen. Dann hat man erkan­nt, dass das doch etwas albern klingt, und es kam ein Update her­aus. Die rück­läu­fi­gen Anfängerzahlen seien „nicht auf Stu­di­enge­bühren, aber auf die neuen NC“ zurück­zuführen. Eine Woche später kam das näch­ste Update: Eigentlich haben wir nicht weniger Stu­den­ten, es hat sich nur „anders verteilt“. Wir kön­nen Ihnen schon jet­zt eine Pre­view auf das kom­mende Update geben: Man hat fest­gestellt, dass es ver­mut­lich ein geburten­schwach­er Jahrgang war und deswe­gen haben wir eigentlich, obwohl wir weniger haben, mehr.

Wieso es nur Updates gibt? Wegen eines Sachzwangs: Das Rek­torat meint, es würde an Glaub­würdigkeit ver­lieren, wenn es öffentlich Fehlein­schätzun­gen eingeste­hen würde. Das ist in etwa auch der Grundgedanke aus Des Kaisers neue Klei­der. Ähn­lich ver­fuhr das Rek­torat mit dem The­ma „Park­stu­den­ten“. Das sind solche, die keine Zusage für ihr gewün­scht­es Fach haben und sich deswe­gen irgend­wo anders ein­schreiben, nur um an der Uni zu sein. „Irgend­wo anders“ war in diesem Jahr z.B. der NC freie Physik-Stu­di­en­gang. Und wis­sen Sie, was das Rek­torat derzeit über diese Entwick­lung sagt? Man habe einen außeror­dentlichen Boom in der Physik fest­gestellt, was eine Bestä­ti­gung der guten Leis­tun­gen in Biele­feld sei. Das ist das Vorteil­hafte, wenn man nur über Mei­n­un­gen ver­fügt: Man kann alles, aber auch wirk­lich alles schönre­den. Nur hil­ft das zur Bewäl­ti­gung der Prob­lematik von Park­stu­den­ten nicht weit­er.

Sofern die Studieren­den von der ungle­ichen Machtverteilung in der Stu­di­enge­bühren-Debat­te abse­hen, protestieren sie gegen die Gebühren. Die Dozen­ten waren bis­lang deut­lich zurück­hal­tender. Wer tat­säch­lich von all diesen Sachzwän­gen überzeugt ist, der gehe mit dem Rek­torat! Entledi­gen Sie sich des über­holten Uni­ver­sitäts­be­griffs! Dies ist ein Wirtschaft­sun­ternehmen!

Machen Sie, liebe Dozen­ten, sich nur auf eines gefasst: Irgend­wann wird ein Män­nchen in ihrem Büro ste­hen, dass von Inhalt und Methodik ihres Fach­bere­ichs keine Ahnung hat, weil es das Fach nie studiert hat. Aber dieses Män­nchen wird Ihnen sagen, was Sie zu tun haben. Und wenn Sie dann ver­suchen, gute Gründe gegen diese Bevor­mundung einzubrin­gen, dann wird das Män­nchen einen Zettel aus sein­er Hose ziehen und Ihnen die Leit­sätze dieser Bewe­gung vor­lesen:

Das ist Ihre Mei­n­ung.
Ich hab meine Mei­n­ung.
Hören Sie auf zu opponieren.
Das alte Bil­dungssys­tem ist tot.

Schöne, neue Uni-Welt…[3. 3. Ein Dozent der philosophis­chen Abteilung meinte auf diesen Text bezo­gen zu mir: “Herr Herken­hoff, ich stimme Ihnen mit diesem Text in allen Din­gen zu, außer der unter­schwelli­gen Annahme, früher sei es an den Uni­ver­sitäten bess­er gewe­sen. Das stimmt nicht.” ]

Weiterlesen

nichts hören, nichts sehen, nichts sagen

affen

Die drei Affen sind eigentlich eine bildliche Darstel­lung aus dem Japanis­chen. An ihnen ist höch­stin­ter­es­sant, dass sich der Inhalt der Aus­sage vom Japanis­chen in den europäis­chen Raum hinein verän­dert hat:

Im Japanis­chen ist dies ein Bild der Weisheit; es sei weise, Bös­es nicht zu hören, Bös­es nicht zu sehen und darüber Stillschweigen zu vere­in­baren. So ver­hin­dert man Klatsch und Tratsch und ani­miert nie­man­den zur Nachah­mung dum­mer Sachen.

Im europäis­chen Raum hinge­gen wird dieses Bild oft­mals so inter­pretiert, dass es falsch sei, bei unan­genehmen Wahrheit­en wegzuhören, wegzuse­hen und den Mund zu hal­ten. Die drei Affen sind so gese­hen die Ver­bildlichung des Man­gels an Zivil­courage.

Nur die Deutschen gehen dabei wieder ihren eige­nen Weg und noch einen Schritt weit­er:

Koket­terie dem Wäh­ler gegenüber, dem Zuschauer und dem sachkundi­gen Bürg­er. Ein Bild als stille Mah­nung, nicht jedem blind­links alles abzukaufen.

image_fmbg_0_5

Weiterlesen

die parteien-wahlschlappe

Jörn Thießen von der SPD hat gefordert, man solle Bürg­er mit Bußgeld bele­gen, wenn sie nicht wählen gehen. und bekun­det damit: Die Krise in der SPD geht weit­er.

Denn hin­ter dieser Forderung ste­ht ja die Hal­tung, der poten­tielle Wäh­ler wäre aus Faul­heit zuhause geblieben. Das glaube ich nicht. Zwar ist das EU-Par­la­ment der Ort, an dem die Poli­tik­er am meis­ten ver­di­enen und über­aus wichtige Entschei­dun­gen gefällt wer­den. Aber über die Arbeit der deutschen Poli­tik­er dort erfährt man doch erschreck­end wenig. Es ist doch beze­ich­nend, dass die bekan­nteste EU-Poli­tik­erin eine Son­nen­schein­poli­tik­erin ist. Noch nicht ein­mal in der FPD kann ihnen jemand sagen, was Koch-Mehrin im EU-Par­la­ment kon­struk­tiv geleis­tet hat, die sagen nur es sei vor­bildlich, wie sie Fam­i­lie und Beruf unter einen Hut brächte. Wohl gemerkt: Zeitlich, nicht inhaltlich.

Kann man jet­zt FPD wählen, ohne seine Stimme Koch-Mehrin geben zu wollen? Nö. Man kann nur bed­ingt auf eigene Ansicht­en beim Wählen einge­hen. Auf die Aus­führen­den hat die Wahlentschei­dung im Einzelfall über­haupt keine Auswirkung: CDU und SPD kom­men z.B. mit großer Sicher­heit ins EU-Par­la­ment, wer da in der Liste an 1 ste­ht muss eigentlich nicht um seinen Einzug kämpfen, müssen nicht hof­fen, gewählt zu wer­den.

Bürg­er wählen pauschal Parteien, die sich selb­st kaum erhel­lend posi­tion­ieren. Bei den Grü­nen wird vor die Inhalte noch ein WUMS getack­ert, um es noch mehr zu ver­schleiern. Man wählt ins Blaue und ver­lässt sich dabei auf die Sym­pa­thie, die man der einen oder der anderen Partei zuweist.

Eine mod­erne, attrak­tive demokratis­che Wahl sieht für mich anders aus.

Weiterlesen

deutsche identität

Ich war mal in Dubrovnik auf ein­er Kant-Tagung und dort meinte ein Philoso­phie-Pro­fes­sor im Zuge ein­er Unter­hal­tung über Europas Ver­fas­sung, man solle doch den Begriff der deutschen Iden­tität ad acta leg­en. Die Deutschen hätte damit keine gute Erfahrung gemacht und genau definiert wäre dieser Begriff auch nicht.

Ich habe mich dage­gen aus­ge­sprochen, diesen Begriff los zu lassen; nicht weil ich nationale Gefüh­le hege, son­dern weil ich meine, darunter lässt sich etwas ver­ste­hen.

Unter Iden­tität ver­ste­he ich zunächst, dass es eine Vielzahl an Ein­flüssen gibt, durch die wir unsere eigene Per­son tagtäglich gekennze­ich­net sehen. Erin­nerun­gen, psy­chis­che Zustände, Gedanken, soziale und phänom­e­nale Umge­bung und so weit­er. Ich glaube nicht, dass man jed­erzeit alle ver­füg­baren der­ar­ti­gen Ein­flüsse braucht, um sich selb­st als die Per­son zu iden­ti­fizieren, die man ist. Aber wenn keine der­ar­ti­gen Ein­flüsse da sind, oder zumin­d­est nur sehr wenige, dann hat man für sich selb­st keine Iden­tität. Vielle­icht gibt es dann noch Fotos oder Papiere, die etwas über seine eigene Per­son aus­sagen. Wenn man keine Ein­flüsse hat, kann man anhand der­er seine eigene Iden­tität wieder auf­bauen.

Wenn man von ein­er deutschen Iden­tität spricht, dann heisst das, dass es Ein­flüsse gibt, die aus der deutschen Region stam­men. Man liesst deutsche Zeitun­gen, schaut deutsches Fernse­hen, liesst deutsche Büch­er etc. Ich glaube nicht, dass es biol­o­gis­ches Deutsch­sein gibt, das man über­tra­gen kön­nte. Ehrlich gesagt, ich halte es auch für Blödsinn, so etwas an zu nehmen. Rein wis­senschaftlich muss man aber sagen, es gibt keinen Nach­weis, dass sich Gedanken biol­o­gisch weit­ergeben liessen. Das kön­nen auch die nicht, die irgen­det­was in der Hin­sicht behaupten und insofern ist es her­beigewunken, der­art von einem Deutsch­sein zu sprechen.

Ich denke, jemand der ein­er deutschen Lin­ie entstammt, in Deutsch­land geboren wurde und dann ohne weit­eren deutschen Ein­fluss irgend­wo anders aufwächst und sich an ander­er Kul­tur ori­en­tiert: Der­jenige hat haupt­säch­lich keine deutsche Iden­tität. Ander­sherum: Jemand, der ein­er nicht­deutschen Lin­ie entstammt, und in Deutsch­land mit all der deutschen Kul­tur groß wird: Der­jenige hat eine deutsche Iden­tität. Vielle­icht in Teilen auch eine franzö­sis­che oder amerikanis­che. Das kommt ganz auf die Ein­flüsse an. Und diese Ein­flüsse sind sehr frei annehm­bar. Wir haben einen viel besseren Kon­takt zu aus­ländis­chen Ideen als vor Jahrhun­derten. Das spiegelt sich auch in den per­sön­lichen Iden­titäten wieder.

Und hier­aus ergibt sich meines Eracht­ens ein ger­adezu logis­ches Scheit­ern der deutschen Rechten[1. Man muss den Begriff der Iden­tität nicht deswe­gen fall­en lassen, weil er den Recht­en nützt, son­dern sollte ihn analysieren, ger­ade weil er ihnen nur nützt, wenn man das nicht tut. ]: Ihr Iden­titäts­be­griff ist so falsch wie ver­al­tet, ihre Behaup­tun­gen über die Welt sach­lich nicht überzeu­gend und kein­er Analyse stand­hal­tend, so dass ihnen immer nur bleibt, her­auszu­posaunen, dass sie Opfer sind: Opfer der aktuellen Poli­tik, der Medi­en, der Mächti­gen, die ihre Macht nur deswe­gen ausüben, weil sie sie haben. Opfer vor allem ihrer eige­nen Eng­stirnigkeit. Wäre das irgend­wie anders, müssten sie nicht dauernd selb­st­gewählt die Opfer­rolle bek­lei­den und müssten neuerd­ings nicht gekün­stelt die Argu­mente ihrer Geg­n­er über den bösen Kap­i­tal­is­mus annehmen. Da ist nichts eigenes, was heute erfol­gre­ich ver­wen­det wer­den kann. Kurz gesagt: Keine deutsche Iden­tität, nur Angst, Hass und das Ver­lan­gen, eben dieser Angst und dem Hass Gehör zu ver­schaf­fen.

An dieser Angst- und Has­si­den­tität haben die meis­ten Deutschen kein Inter­esse. Von den Recht­en wird hierzu gerne gesagt, dass sei ein Ver­we­ich­lichungs­ge­habe, diese Leute seien von den Mächti­gen ent­mündigt. Wer Ent­mündigten helfen möchte, kann das aber nur durch Aufk­lärung tun. Aufk­lärung, die die großen deutschen Dichter und Denker befördert haben. Auf diese Denker ver­weisen die Recht­en als “Denker” gerne, verken­nen aber, dass die großen deutschen Denker alle links gewe­sen sind.

Die recht­sna­tionale Idee ist in Deutsch­land keine Erfol­gs­geschichte und die recht­en Parteien sind nur bleibende Erin­nerung an das stetige Scheit­ern dieser Idee. Diese Erken­ntis ist auch und ger­ade Teil mein­er deutschen Iden­tität.

Weiterlesen

die neue abseits ist da

abseitsDie neue Aus­gabe von Abseits ist in Osnabrücks Fuss­gänger­zo­nen wieder erhältlich. Ich hat­te schon geunkt, dass es die Zeitung gar nicht mehr gibt, weil das let­zte Leben­sze­ichen im Inter­net aus dem Jahr 2007 stammt. Aber jet­zt habe ich wieder Verkäufer gese­hen und dann nimmt man sowas eben mit. 1,10€ kostet das gute Stück, wovon die Hälfte an den Verkäufer geht. The­ma dieser Aus­gabe ist Inte­gra­tion und es kom­men Rus­s­land­deutsche und Polen zu Wort, die in Osna ihre Heimat gefun­den haben. Sehr lesenswert!

Weiterlesen