Freitag, den 4. November 2011   

digitalverwahrlosung

Ein Bekan­nter sprach mich an, ob ich seinen Inter­ne­tauftritt auf­pep­pen kön­nte. Ich sagte für einen Spottpreis zu, unter der Bedin­gung, dass ich nicht hin­ter der Bezahlung her­laufen müsse. Die Arbeit war getan, die Bank­dat­en rüberge­mailt, da kam ein, nee, dies soll noch so und das soll noch so, was zuvor so nicht vere­in­bart war. Ist auch kein Prob­lem, nur wenn das die Bezahlung nach hin­ten schieben soll, werde ich knatschig. Und wie gesagt, es war ein Spot­t­be­trag für einen kom­merziellen Auftritt. Ich set­zte eine Frist, weil ich das The­ma nicht hin­ter mir her­schleifen wollte und – nichts geschah. Also alle erstell­ten Sachen wieder einge­holt, Zugangs­dat­en rübergeschickt und noch viel Spaß gewün­scht.

Ich habe ihn seit­dem nicht wieder getrof­fen. Ist schon ein Jahr her. Nicht, dass wir Fre­unde waren, aber selt­sam ist es alle­mal, ger­ade bei so einem Nicht-der-Rede-werten Betrag. Inzwis­chen sind die bei­den Domains der Fir­ma zunächst wohl wegen Nicht­bezahlens seit­ens des Providers zunächst ges­per­rt und dann gekündigt wor­den. Eine Domain ist frei, eine andere hat sich ein Domain­grab­ber geschnappt, bei dem es nicht so aussieht, als ob er sie in weni­gen Monat­en wieder frei gibt, ange­blich sind auch schon Gebote einge­gan­gen. Die Fir­ma hat nun einen neuen Auftritt mit fürchter­lichem 1&1-Baukasten, der schlicht Anti-Wer­bung ist und wohl oder hof­fentlich nicht an Kun­den weit­er gegeben wird.

Bei ein­er anderen Domain, die er besitzt, aber zu einem anderen Pro­jekt gehört, ist wohl auch die Zahlung aus­ge­blieben. Denn unter der Adresse prangert nun eine Denic-Mit­teilung. Wenn sowas über die Denic geht, kostet das Denic-Sum­men, schätze ich.

Kurzum: In den let­zten 12 Monat­en hat das alles deut­lich mehr gekostet als die Bezahlung mein­er Arbeit gekostet hätte. Und immer, wenn ich mal bei den Seit­en vor­beis­chaue, kommt mir das sehr krank vor.