Der Nach­wuchs, der seit zwei Tagen Mama, aber auch Bapa­pa­pa­pa sagen kann, bekommt heute nach Pack­ungsan­weisung 240ml Pre-Baby­nahrung und ist seel­ig.

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Ich hole den ersten Reisep­a­ss für den Nach­wuchs. Um die Zeit zu vertreiben, erzäh­le ich der Beamtin, die auch junge Mut­ter ist, meine Luxu­skinder­wa­gen­mamithe­matik. Daraufhin sie:

Ach, das sind doch die mit den run­den Kringeln. Die sieht man echt über­all in der Stadt, eine richtige Schwemme. Meine Schwiegermut­ter dachte immer, dass das — wegen dem Logo — Wer­begeschenke sind, von O².

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Ich gehe mit dem Nach­wuchs in den Gebraucht­bücher­laden. Der Nach­wuchs erken­nt den Kassier­er Ben­no wieder und fängt mehrfach an zu lachen, ohne dass Ben­no etwas macht.

Hast du dem was gegeben? Werde ich aus­gelacht?

Nein, ich glaube, da ist jemand ein­fach glück­lich ein sym­pa­this­ches Gesicht wieder zu sehen.

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Ich schiebe den Kinder­wa­gen in den Super­markt. Vor ein paar Wochen wurde meine bessere Hälfte in der Bahn von einem älteren Her­rn ange­sprochen:

Entschuldigung, aber ihr Kind ist ger­ade unruhig. Wis­sen Sie warum? Es erstickt ger­ade. Kön­nen Sie mir glauben, ich bin Arzt.

Ich schiebe also den Kinder­wa­gen in den Super­markt, komme an die Kasse und der vor mir Bezahlende meint:

Ihr Kind sieht nichts!

Zwei Kassen­schlangen und ich nehme die mit dem auskun­fts­freudi­gen Optik­er. Ist schon okay, sage ich, wenn ihm die Mütze ins Gesicht gerutscht ist, schläft er bald ein.

Sieht aber nicht danach aus, dass er gle­ich schläft.

Men­schen­recht­sop­tik­er mit Zukun­ft­saus­sicht­en.

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Abends gibt es für den Nach­wuchs erst­mals ein Gläschen Kartof­fel­brei­fleis­chgemisch. Ich pro­biere etwas davon wegen der Tem­per­atur und bin geschmack­lich wenig begeis­tert. Der Nach­wuchs stimmt mir zu.

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