eule — pop song

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hamstern und horten

Meine bessere Hälfte und ich haben heute Abend fest­gestellt, dass wir noch nie so viele Lebens­mit­tel im Haus hat­ten wie ger­ade. Das kam uns komisch vor. Wobei ich ein­warf, dass wir bish­er ein­fach nie großar­tig Vor­räte eingekauft haben. Super­märk­te und Getränke­händler waren immer nur einen Stein­wurf ent­fer­nt, Öff­nungszeit­en reichlich.

Heute habe ich das Eis­fach voll gemacht, ein paar Nudel­snacks für Zwis­chen­durch angeschleppt und Obst besorgt. Ich wollte ein­fach so viel daheim haben, dass ich spon­tan sagen kann: So, jet­zt gehe ich für eine Woche nicht mehr vor die Tür. Vielle­icht kommt so ein Tag dem­nächst, vielle­icht nicht. Wenn nicht, haben wir genau die Sachen zuhause, die wir alltäglich sowieso ver­wen­den. Ob das für vier Wochen reicht, weiß ich nicht, aber ver­suchen kön­nte man es.

Angst habe ich ger­ade keine. Die bessere Hälfte ist derzeit im Home Office und mit der Kurzen ver­bringe ich die Mor­gen in der Datscha, ist ja bestes Wet­ter. Das ist zwar irgend­wie immer das­selbe, aber nicht ein­tönig und auch nicht ganz so anders wie der nor­male Wochen­ablauf es vorge­se­hen hätte.

Ham­stern ist das wohl noch nicht, hort­en vielle­icht, wenn es auch kurzfristig einen Sinn hat, was wir da ansam­meln. Vor Ort gibt es Super­märk­te, die regel­recht über­ran­nt und aus­ge­lutscht wur­den und solche, die einen noch rel­a­tiv nor­malen Ein­druck machen, vom wochen­lan­gen Fehlen von Hefe und Mehl mal abgesehen.

In so einem aus­ge­ham­sterten Super­markt habe ich gestern gese­hen, wie eine Kundin vor dem Back­waren­re­gal stand und nach dem vor­let­zten Paket Rosi­nen griff, das let­zte anschaute und entsch­ieden danach pack­te. Leere Regale scheinen die Leute ins Ham­stern ver­fall­en zu lassen. Bei meinem Super­markt um die Ecke gibt es noch Rosi­nen in Hülle und Fülle.

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winterlese

Jür­gen Kehrer — Das Kap­pen­stein-Pro­jekt Ja, ich wun­derte mich schon mal, ob der Qual­ität der Vor­lage der ZDF-Serie, auch dieser Schmök­er ist ungeneim anges­taubt und hat mit dem Flair der Serie nicht viel gemein. Hier ist der Titel­held unter Poli­tik­ern forschend und sex­uell aktiv. Las ich, weil ich schon die Vorgänger gele­sen hat­te, werde den näch­sten Schmök­er weit­er aufschieben. 

Marc-Uwe Kling, Astrid Henn — Das Nein­horn Schön mit Zeich­nun­gen bebildertes Kinder­buch, oft in Gedichts­form. Nett. 

Marc-Uwe Kling — Die Kän­gu­ru-Chroniken Nette Idee, ein kom­mu­nis­tis­ches Kän­gu­ru als WG-Part­ner zu haben, aber wenn man dann nur laue Dialoge zus­tande bekommt, war’s das dann auch. Hätte viel mehr Biss gebraucht, aber es fehlt ein rot­er Faden — so oder so. 

Niklas Natt och Dag — 1793 Aus dem SWR2-Lit­er­atur­pod­cast gefis­cht, aber dieses mal doch ent­täuscht wor­den: Ein auf his­torisch gepimpter Gewalt­porno ohne Tief­gang, dafür mit vie­len Längen. 

George Saun­ders — Fuchs 8 Kein Kän­gu­ru, ein Fuchs kommt auf Grund der Been­gung sein­er Lebenslage dem Men­schen näher und philoso­phiert über The­men wie Tod, Ver­ant­wor­tung und Kli­makatas­tro­phe. Sehr schöne Über­set­zung von Frank Heibert. 

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