Meine Art von Wei­h­nacht­stra­di­tion ist es zumin­d­est zwei Jahre hin­tere­inan­der, mir den Magen zu verder­ben mit Süßem, Fet­tigem und Sah­nigem. Zudem ist es inzwis­chen bei uns so, dass alle Nach­barn den Kindern gegen­seit­ig Süßkram zu Wei­h­nacht­en schenken. Jet­zt ist davon so viel im Schrank, dass ich gar nicht weiß, wie man das alles jemals an Töcht­ing ver­füt­tern könnte.

Bei uns ist coro­n­abe­d­ingt der Schoko­ladenkon­sum in diesem Jahr gestiegen, die Fit­ness­betä­ti­gun­gen gesunken. Und doch reizt mich unser Süßigkeit­en­schränkchen eher wenig. Er wird sich leeren, das ist sich­er, aber nun.

Bekan­nte von uns haben immer einen vollen Süßigkeitss­chrank und der führte ange­blich dazu, dass kaum Süßigkeit­en kon­sum­iert wer­den. Die wer­den dann auf den Tisch gehauen, wenn Gäste da sind. So ganz hab ich das Sys­tem auch nicht ver­standen. Eben­so bekomme ich zu Wei­h­nacht­en Bilder mit der­art vie­len Geschenken unter dem Wei­h­nachts­baum, dass man sich fragt, wie lange die Kinder allein für’s Aus­pack­en brauchen werden.

Wieso auch immer der­art was auch immer kom­pen­siert wer­den muss, wieso geht das immer in eine Quan­titäts- und keine Qualitätssteigerung?

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wasserbedarf

Ich habe mir ein Wasser­trinkerin­nerung­spro­gramm auf mein trag­bares Tele­fon geladen und die meint zu mir, ich solle 3 Liter Wass­er am Tag trinken, was gefühlt eine Ver­dop­pelung dessen ist, was ich vorher am Tage so trank. Da habe ich mal auf so ein­er Wasser­trinkberech­nugsin­ter­net­seite eingegeben, was die wohl meinen, was unsere­ins trinken solle, und die meinen, das wären wohl so 3,2 Liter. Die Neben­ef­fek­te sind bis­lang, dass ich dur­chaus weniger Schoko­lade zu mir nehme, was ich ja begrüße, dafür gefühlt dauernd zum Klo renne, was wiederum mein­er Kloleküren­samm­lung zu Gute kommt..

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was ich gerade lese

Ich halte schon länger für mich sel­ber fest, was ich so gele­sen habe, ger­ade lese oder lesen möchte. Goodreads kenne ich auch, fand es aber zu umständlich, sich extra auf eine kom­merzielle Seite, dann auch noch Ama­zon gehörend, einzu­loggen, um dann immer einzugeben, was man ger­ade liest. Aber da ich die App Ser­i­al Read­er instal­liert habe, die Lesezustände automa­tisch an Goodreads weit­ergibt, habe ich da mal einen Zugang erstellt. Wenn die App mal nicht mehr funk­tion­iert, bin ich wohl wieder raus, oder wenn Ama­zon die Infos durch­wurstet und mit Wer­bung zurückfeuert.

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abholen, wo sie sind

Es gibt immer noch Leute, die meinen, sie sagten etwas beson­ders Geistvolles, wenn sie sagen, man müsse Leute da abholen, wo sie sind. Es ist aber vol­lkom­men unmöglich, Leute von einem Ort abzu­holen, wo die gar nicht sind. Das hat etwas mit dem Ver­ständ­nis des Wortes “abholen” zu tun. Es kann natür­lich sein, dass ich jeman­dem sage, er solle an einen bes­timmten Ort kom­men, an dem ich ihn abholen möchte, aber auch dann muss er dort sein, wenn ich ihn abhole. Sowas sagt man ja auch nur im Ver­trauen, der andere könne es aus eigen­em Ver­mö­gen und ohne größere Prob­leme dor­thin schaf­fen. Man mutet ihm also nichts zu, was unmöglich wäre, will man nicht riskieren, dass man das Abholen nicht hinbekommt.

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dropday

Wenn Domains nicht ver­längert wer­den, gehen sie in eine Über­gangszeit, in der die Domain auf nichts ver­weist, aber vom bish­eri­gen Eigen­tümer weit­ergemietet oder über­tra­gen wer­den kann. Da ich mich für eine der­ar­tige Domain ger­ade inter­essiere, habe ich einen Dienst beauf­tragt, am so genan­nten Drop­day die Domain zu schnap­pen. Meine Güte ist das span­nend. Vorher kann man nichts machen. Außer vielle­icht einen besseren Dienst, also einen, der öfters und schneller ang­iebt, densel­ben Schnap­pver­such zu machen, zu unternehmen. Ruhige Kutte ist da ange­sagt. Ich ver­traue jet­zt ein­fach mal einem Dienst, der bil­liger ist als der, den ich das let­zte Mal genom­men habe. Schaumer­mal, dann sehmerscho.

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himmelchen

Die Kom­bi­na­tion­skün­ste unseres Nach­wuch­ses sind ja auch nicht zu unter­schätzen: Aus der Kinder­gruppe nimmt das Kind das Gedicht Him­pelchen und Pim­pelchen mit. Scheint für Kleine ein ziem­lich­er Ohrwurm zu sein. Und auf Papas Handy, das weiß es, da gibt es eigentlich zu jedem dieser Kinder­lieder auch passende Videos. Während ich also mal pausen­fül­lend das Handy zucke, wird die Kleine angetrig­gert und brüllt:

Pim­melchen gucken!

War sofort Stim­mung in der Straßenbahn.

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schriftartenfriemeln

Auch selt­sam. Ich erin­nere mich noch, etwas länger nach Ser­ifen­schrif­tarten gesucht, gesichtet, viele ver­wor­fen zu haben und dann bin ich bei ein­er hän­gen geblieben, die etwas ver­schmiert war, was mir als Kennze­ichen eigentlich ganz gut in den Kram kam.

Jet­zt reizte es mich etwas, es dem Flusskiesel gle­ich zu tun, und mir eine mech­a­nis­che Schreib­mas­chine zu beschaf­fen, doch ach, was haben die denn jew­eils für Schrif­tarten? Ich suchte, meinte, mich mit ein­er nicht unge­mein geliebten abfind­en zu müssen, bedachte, dass eine Schreib­mas­chine nach erstem Nutzen doch wohl nur rum­stünde und stieß dann auf eine Schrif­tart, die mir gefiel.

Mein Blick blieb bei den Schirf­tarten hän­gen, irgend­wie war die bis­lang ver­wen­dete in ihrer Schmierigeit ver­glichen mit ein­er sauberen Schirf­tart schlechter les­bar vorkam. Die mir Gefal­l­ene set­zt aber in der base64-umge­wan­del­ten Ver­sion keine deutschen Anführungsze­ichen. Tja. King ist eine schöne Schrif­tart, aber meine Schrif­tumwan­del­seite meint, sie sei kaputt. 

Dann eben jet­zt cutive. Die erin­nert mich etwas an die Schrif­tart der Stuttgarter Zeitung, die mir auch wieder­holt als schön les­bar aufge­fall­en ist.

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friseurokkupation

Alle Jubel­jahre geht unsere­ins ja zum Friseur. Etwas was ich gerne schiebe. Meine Lock­en ges­tat­ten mir ab und an etwas wildere Haare als wenn ich glattes Haar hätte, da wäre ich wohl öfter beim Haarschnei­der. Naja, vielle­icht ist es oft auch zu wild. 

Am let­zten Mittwoch war es wieder so weit und aus Bequem­lichkeit wäh­le ich ja gerne den näch­st­gele­gen­sten Friseur, bei dem man auch noch recht schnell an der Rei­he ist. Aber auch das hat dann seinen Preis. Die Friesure seien von den Poli­tik­ern vergessen wor­den. Als säßen die nicht mal beim Friseur und wür­den sich sowas anhören dür­fen. Es gäbe seit den ersten Lockerun­gen für Friseure keine weit­eren. Über­haupt seien ja nicht so viele in Deutsch­land an Coro­na infiziert, da solle man doch die Wirtschaft nicht so nie­der­ma­chen. Und der Dorsten, der sei ja ein Spin­ner, wieso dem immer alle glaubten, der wäre für ihn gestorben.

So ein Gespräch drückt auch wieder. Da steigt ja jet­zt auch kein ern­stzunehmender Geist in die Auseinan­der­set­zung ein. Vor Coro­na war die Schlage bei ihm max­i­mal drei Leute lang, jet­zt dür­fen nur zwei in den Salon. Klingt jet­zt auch nicht nach Über­leben­skampf, aber was weiss ich schon. Ihm sagen, dass der Wis­senschaftler gar nicht so heißt? Ihn fra­gen, wie lange er sich so mit Inhal­ten auseinan­der­set­zt, bevor er wertet? Was ihn über­haupt zum Gelehrten­belehrer zum Haarschnei­der hat wer­den lassen? Welche Partei ihm gefällt?

Nein, man steigt ein­fach nicht in jedes Wass­er und über­legt sich, ob der Salon in der eige­nen Straße nicht unter­stützenswert­er ist.

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