Freitag, den 27. Juni 2003   

ein “bied“mann macht noch keinen friedmann

Jeanette Bie­der­mann räumt Bildzeitungs gerecht ein, irgend­wann ein­mal Haschisch-Joints ger­aucht zu haben. Nach Michel Fried­man endlich eine überzeu­gende Nach­fol­gerin. Aber was ist denn das nun schon wieder ? Ein Lip­pen­beken­nt­nis? Eine Charak­ter­bere­icherung? Eine pein­liche Fehlleis­tung alle­mal. Das fällt bei mir gle­ich in die Klis­cheeschublade. Jet­zt will das Pop­sternchen wohl ein Rock­sternchen wer­den, und da die Songs dies wohl bis­lang nicht hergeben halt über die Presse — ohne mich. Reicht es heute denn nicht mehr aus nur zu sin­gen ? Müsste man für die Bie­der­manns, Her­tels, Mross­es, Effen­bergs und Küblböcks dieser Welt nicht so langsam eine eigene Kat­e­gorie [“Klis­chee­gurken”] oder zumin­d­est eine Anstalt ein­richt­en ? Eines hat diese Neuigkeit allerd­ings: Mir ist endlich die Ursache für das per­ma­nente sin­n­freie Dauer­grin­sen der “Sän­gerin” klar. Immer­hin etwas …


Donnerstag, den 26. Juni 2003   

auslese[n]

In Kla­gen­furt find­en derzeit wieder die Lit­er­aturtage statt und 3sat überträgt marathon­mäßig pro Tag 7 Autoren á ein­er Stunde. Ein paar von denen hab ich nun mit­gekriegt, per­sön­lich inter­essiert hat mich nur der von Hen­ning Ahrens, weil ich dessen erstes Buch schon nicht ver­standen habe. Das was er heute vorstellte, wollte mich eben­sowenig begeis­tern — wohl gemerkt, dass muss nicht gegen seine Büch­er sprechen. Den­noch teil­ten die meis­ten Juroren mein Nichtein­se­hen, ein­er war jedoch dabei, der das Werk Ahrens als hohe Sci­enceFic­tionKun­st huldigte. Tja, immer­hin ist Ahrens pro­moviert, aber mir hil­ft das net! Am auf­fäl­lig­sten in der ganzen Runde sind immer noch Burghard Spin­nen und Josef Haslinger [“Opern­ball”], da sie meis­tens kon­träre Mei­n­un­gen haben, den Din­gen aber auch oft gutes abgewin­nen kön­nen. Allerd­ings hat mir noch kein Werk gefall­en, noch kein Autor, noch kein Kom­men­tar . Bis­lang erscheint es mir ein Zusam­men­tr­e­f­fen der Mit­telmäßigkeit, “Tre­f­fen in Tel­gte” ist eben­so span­nend Mal sehen, was die mor­gen für einen beri­et haben. Dazu passend ist mir die Zeitung Voll­text aufge­fall­en, die entwed­er neu ist, oder hier nur neu kauf­bar. Eine ganze Zeitung mit Büch­ers, her­rlisch ! Diesen Monat kom­plett über die Kla­gen­furter Lit­er­aturtage, wer hätte das gedacht !


Mittwoch, den 25. Juni 2003   

i can hear clearly now

So hört sich das also an, wenn man wieder räum­lich hören kann Wollte damit andeuten, dass ich gestern tat­säch­lich fix zum HNO-Arzt kon­nte, der ein­mal mein Ohr durchge­spült hat, damit sich die Ver­stop­fung löst. Er meinte, dass sowas dur­chaus von selb­st wegge­hen kann, aber halt nicht immer. Ist schon Erstaunlich, dass man unge­mein oft “Druck ablässt” über die Ohren, das merkt man wohl erst, wenns nicht funk­tion­iert. Jeden­falls tat mir dieses “Druck ablassen” sehr weh im Ohr, und das passierte irgend­wie dauernd. Räum­lich hören war, wie gesagt auch nicht ange­sagt, deswe­gen musste ich zur Ori­en­tierung den Kopf sehr oft drehen. Lustige Tage­sauf­gabe Nach diesem Durchsspülen hat­te ich allerd­ings noch nen hal­ben Tag Ohren­schmerzen, keine schöne Angele­gen­heit, kann einem ganz schön auf den Keks gehen. Aus der Vor­lesung bin ich dann ver­früht raus­ge­gan­gen, weil ich echt keinen Nerv mehr hat­te. Dabei war der Prof in sehr guter Laune und meinte Fra­gen stellen zu müssen, auf die es keine Antwort gibt: z.B. Wozu hat der Men­sch ein so kom­plex­es Gehirn? Für die alltäglichen Sachen wie essen, trinken usw. ist das ja gar nicht nötig. Und der Geist, der bis­lang nicht lokalisier­bar ist, kann meinen Kör­p­er leit­en, warum nicht den meines Nach­barn? Das steigerte natür­lich die Stim­mung im Saal erhe­blich. Also ich tigerte aber heimwärts, quälte mich mit meinen Schmerzen ein wenig vorm PC, schaute noch etwas Fernse­hen und beschloss den Tag dann ziem­lich früh, da ich eh noch KO war nach ein­er schlecht durch­schlafe­nen Nacht.


Dienstag, den 24. Juni 2003   

die donots und das fressen

Ich weiss nicht, die donots tun mir auch schon wieder leid mit diesem pro-veg­e­tarisch-video auf peta2.de . Klingt alles 17jährig-besser­wis­serisch, so als der gute Ingo lange nicht mehr per­sön­lich einen Schritt nach vorne gemacht hat. Tut mir leid, wer etwas so raus­posaunt, muss auch Kri­tik bekom­men Dieses State­ment á la “he Leute, denkt mal wieder” hätte er vor 10 Jahren bedenken­los machen kön­nen, heutzu­tage charak­ter­isiert er sich selb­st dadurch. Das klingt alles nicht nach Leuten, die das 16te Leben­s­jahr längst hin­ter sich gelassen haben.
Nur das Geham­pel von Gui­do hat was. Und alles gute für die Zunkun­ft!


Montag, den 23. Juni 2003   

gewitter in der luft

Heute bin ich mal früher. Es lag irgend­wie den ganzen Tag Gewit­ter in der Luft, passiert ist aber nichts. Bin erst gegen 11 aufgewacht, danach ab zum Studi­um. Wieder nix bezahlt im Zug, schon selt­sam, wie wenig Zug­be­gleit­er die da mitschick­en. Ein wenig hat es dann schon geschüt­tet, aber daheim war wieder Son­nen­schein. Meinem Kör­p­er war das aber zuviel, bin heute zu nichts zu gebrauchen. Muss mor­gen mal einen HNO-Arzt kon­tak­tieren, links hör ich nichts seit ner Woche, ist irgend­wie ver­stopft. Da geht man ein­mal zum Arzt und der Kör­p­er kommt auf den Geschmack Nuja daher wird mein heutiger Ein­trag weniger gehaltvoll, werd mir noch den Raab antun und dann fix die Äuglein schliessen. Guts Näch­tle aller­seits !


Samstag, den 21. Juni 2003   

wegbeschreibung für den samstag

Sodele, ein neuer Tag begin­nt. Das heisst bei meinem Sam­stag: Früh auf­stehn für meine Ver­hält­nisse, ab innen Bus, ab inne Stadt­bahn, ab inne Stadt, ab innen Zug und auf in die Heimat, um kleine Kid­dies durch die Sporthalle zu scheuchen: VOLLEYBALL ! Ich wollte heute mit den Kurzen in die Halle, auch wenn das Wet­ter gut ist, und man aufs Beachvol­ley­ballfeld kön­nte. Aber die Kid­dies müssen noch mehr Hal­len­vol­ley­ball draufhaben, wenn sie in der Oberli­ga nicht unterge­hen wollen. Und davor haben die noch ne Menge Sch… Aber dat kriegen wir schon raus Heute gings sog­ar mit dem Auf­ste­hen, keine Kopf­schmerzen oder sowas, recht angenehm. Irgend­wie liebe ich es auch so frü wach zu sein, man ist unbeschw­ert, sieht der Sonne beim Aufge­hen und hört den Vögeln beim Zwitsch­ern zu. Hat was ! Gle­ich nach dem Vol­ley­ball darf ich wei­t­er­düsen nach Teck­len­burg fürs bnet-Tre­f­fen. Mal schauen wer da kommt, und was die da so vor haben mit ihrer Seite. Vielle­icht kann ich meine beschei­de­nen Kün­ste ja auch anbi­eten, hab da auch noch sonne Idee wie “Mit dem 2ten sieht man bess­er” in pet­to, vielle­icht kann ich die anbrin­gen. Dann hoffe ich nun mal dass ich gle­ich nicht zu müde bin, um meinen näch­sten Muraka­mi Haru­ki-Schmök­er weit­erzule­sen. Guu­ut Geeeehn !


Freitag, den 20. Juni 2003   

hessegschwätz

Bin wieder im Lande. Jo, wir warn mal eben spon­tan mit 2 Autos runter aufn Hes­sen­tag in Bad Arolsen. Das ist in der Nähe von Kas­sel und wie der Name schon sagt eine Heil­stadt oder wie das heisst. Daher gibts da auch ein Arolsen­er Wass­er [geschmack­lich dem Biele­felder Leitungs­bräu sehr ähn­lich] und ein Arolsen­er Bier, aber irgend­wie sind wir da nicht so richtig rangekom­men. Es gibt auch die Ar-Olsen Broth­ers [SPITZENWITZ!!! ]. Jeden­falls stimmte das Wet­ter, bess­er kon­nte man das nicht haben und die Kabaret­tis­ten waren auch ziem­lich lustig. Wir haben die 80er Nacht mit Peter Schilling und Markus [“Völ­lig los­gelöst” / “Kleine Taschen­lampe brenn”] mit­gemacht und uns Don­ner­stag Bade­salz ange­se­hen, das war schon klasse. Zuvor sind schon Hape Ker­kel­ing und Atze Schröder da gewe­sen. Also lustig die ganze Sache . Auss­chnitte des Fes­ti­vals [es geht noch weit­er, also nix wie hin] gibts auf den drit­ten Pro­gram­men. Nachts gabs das übliche He-wo-issn-meine-Luftmatratze-das-is-meine!!!-Gehaue, was bei uns nie fel­hen darf. Es darf auch nicht fehlen, dass einige prinzip­iell keine dabei haben und andere prinzip­iell die Nacht durch­latschen und wieder andere extreme bag­ger­ing machen. Aber so isse halt DIE JUGENDZEIT !!!


Mittwoch, den 18. Juni 2003   

permanentes

Also so per­ma­nent tagtäglich bloggen werd ich wohl nie so richtig hinkriegen, aber das war auch nie mein Ziel. Dann schreibt man eh nur aller­hand Unsinn hier­her, den man gar nicht lesen kann. Nun ja, meine Schreibar­beit­en hier wer­den langsam aber stetig weniger, der Som­mer erfreut immer noch mit bestem Wet­ter und ich höre neben­bei ein paar Hör­spiele durch. Ganz nett, noch keins hat mich so derbe in den Bann genom­men, aber nett, wie gesagt. Man darf ein wenig seine Phan­tasie anstren­gen und gott­sei­dank sind die Sachen qual­i­ta­tiv sehr gut gemacht. Derzeit liegt “Leo Malet: Das Gold der alten Dame” in meinem CD-Play­er mit Chris­t­ian Bruck­n­er, ein­er bekan­nten Stimme. Gle­ich darf ich noch shop­pen und einkaufen, werd mich aber vorher noch ein wenig aufs Ohr hauen *hauhauhau* Den näch­sten Schinken hab ich auch schon ange­le­sen, d.h. weit­erge­le­sen, ich hänge schon ein wenig an ihm, das ist “Life of pi” von Yann Martell. Den kann man aber auch mit Unter­brechun­gen lesen. Davon später sicher­lich mehr.


Dienstag, den 17. Juni 2003   

nieder

Derzeit wird Deutsch­land von ein­er Ich-schreib-jet­zt-mal-mit-einem-CoAu­tor-der-bess­er-schreiben-kann-als-ich-mein-verp­fuscht­es-Leben-auf- Welle über­schwappt. Didi Bohlen fing erfol­gre­ich damit an, zuvor gabs was von Dol­ly Buster und Michaela Schaf­frath (Gina Wild), les­bar waren let­ztere zwei nicht- tja, wenn da nix hop­pelt, entste­ht keine Hand­lung. Jet­zt will auch noch Daniel Küble­böck eine Biogra­phie erscheinen lassen.

Worüber denn?

Erst vor weni­gen Wochen schmiss Ste­fan-die-andern-haben-Schuld-Effen­berg dem Markt sein “Ich habs allen gezeigt” zu.

Was denn?

Und wenn ers schon gezeigt hat, warum muss er das noch auf­schreiben? Da erzählt er dann, dass er ne früher immer oft zum Fuss­ball­train­ing gefahren ist, Otto ken­nen­gel­ernt hat und als kurz­er Ben­gel mal gefährlich auf die Sch­nautze geflo­gen ist. Wenn das was zeigen ist, dann danke. Den Schinken kann man echt nicht lesen, selb­st das Anhören- ja dat Teil gibts nach dem Bohlen Erfolg selb­stver­ständlich auch als Hör­buch- fällt mehr als schw­er.
Eines fällt nur auf bei all dem Gekritzel: Sie wollen alle was sagen und haben nichts zu sagen. Immer mehr Voll­pro­lls out­en frei­willig: Ich habe nichts inter­res­santes oder kreatives zu Stande gebracht. Na denn…


Montag, den 16. Juni 2003   

dicht

Und das Woch­enende ist schon wieder vor­bei. Das Wet­ter hier in West­falen war wieder bombig, bish­er bin ich mit dem Som­mer mehr als zufrieden. Unsere heimis­che Fußball­mannschaft hat Son­ntag auch noch erfol­gre­ich den Abstieg ver­mieden, was will man als Cluban­hänger mehr ? Dumm war nur, dass ich schwim­men war und mein linkes Ohr ver­stopft ist. Das Gle­iche hat­te ich schon mal in Hol­land, da sagten die Ärzte mir, ich solle ein paar Tage warten, gin­ge von selb­st weg. Ich ver­such die Tour mal noch ein­mal. Hab ger­ade gele­sen, dass Elke Hei­den­re­ich täglich 400–500 Seit­en an Büch­ern liest. Ich bin wohl noch zu jung dazu, hab zuviel selb­st zu tun, aber selb­st dann wäre das eine große Leis­tung mein­er­seits, das echt über eine Woche durchzuziehen. Muss man echt aus irgen­deinem Grunde soviel lesen? Okay, wenn man täglich Zeitun­gen kauft und das ver­rech­net, käme ich wohl auch auf eine gewisse Seiten­zahl. Immer­hin hab ich übers Woch­enende meinen Schmök­er “Gefährliche Geliebte” durch gehauen, bin mal wieder stolz rel­a­tiv zügig ein Buch durch­le­sen zu haben. Aber der Schmök­er war inter­es­sant und machte einem das Lesen leicht. Ich muss mal sehen, ob ich ein zweites Buch des Autors anfange, hab aber noch drei Schmök­er daheim liegen, die bear­beit­et wer­den wollen und gen Ende des Monats kommt der neue Pot­ter.