schrottiges

In der Düs­sel­dor­fer Alt­stadt gibt es einen Laden, der meist eh nur als Schrot­t­laden oder Sec­ond-Hand-Laden bekan­nt ist. Früher wurde dort in drei Räu­men Neues und Altes, Gebraucht­es, Unge­braucht­es und Antiquiertes verkauft. Man find­et dort alte Hand­taschen, skurile Son­nen­brillen, amerikanis­che Lunch­box­en, stylis­che Lam­p­en, Zuck­er­dosen, Spiel­waren und aller­hand mehr.

Inzwis­chen ist nur noch ein größer­er Raum als Verkauf­s­raum in Benutzung. Da wan­delt man als eher schauen­der als kaufend­er Besuch­er des Ladens schon mal auf nos­tal­fis­chen Pfaden. Nicht, dass der Laden mal schließt, weil man eben nur schaut und nichts mit­nimmt.

Da haben wir dieses Mal mal den let­zten Gesicht­steller mit genom­men. Das ist ein Teller für Kinder, auf dem ein ziem­lich haar­los­er Män­nerkopf abge­bildet ist, dem man dann mit Essen eine Frisur und einen Bart ver­passen kann. Ange­blich ist das der let­zte sein­er Art, der im Schrot­t­laden verkauft wird. Den müssen wir aber noch unbe­d­ingt austesten, bevor er weit­er­ver­schenkt wird.

Wie man sieht: Man find­et in diesem Laden dur­chaus Liebenswertes, Wertvolles und Nos­tal­gis­ches. Aber eben auch irgend­wie Krankes, wie diese Ekelkatze:

Kurzum: Man muss da unbe­d­ingt ab und an vor­beis­chauen.

Weiterlesen

bahnsteigweiten

src=“http://caasn.de/wp-content/uploads/2012/01/bahnhofdd0112.jpg” alt=”” title=“bahnhofdd0112” width=“474” height=“267” class=“alignnone size-full wp-image-14624” />

Weiterlesen

spelunkentod

Vor ein paar Wochen stand ein Wagen mit Polizis­ten in Ziv­il vorm Haus, die sich so laut beim geöffneten Fen­ster über ihre Arbeit unter­hiel­ten, dass man nicht mehr von under­cov­er sprechen sollte. Dann standen irgend­wann sper­rmül­lar­tig Gegen­stände vorm Ein­gang. Dann sah sich das Ord­nungsamt die Lokalität nochmal an und dann klebten sie sie zu.

Weiterlesen

kettenkaffee

Viele sagen ja, das Schöne an Beziehun­gen ist, dass man zu zweit unter­wegs sein kann, so wie man das alleine nicht wäre, und unter­den­tis­chfal­l­en­lassen damit den Respekt für ihre eigene Per­son. Ich bin gestern inter­es­san­ter Weise mal als Stro­hwitwer wohin gegan­gen, wo ich mit mein­er Fre­undin noch nie war: In die Dunkin’ Donuts-Filae in Düs­sel­dorf. Offen­bar eine von zweien, wie mir Wikipedia ver­rät.

Das ist schon witzig, dass wir zu zweit immer den orangeweis­spinken Laden von außen betra­chtet haben und uns immer dage­gen entsch­ieden haben: Donots kann man sich selb­st machen, Kaf­fee doch auch. In etwa das­selbe Argu­ment, was ich einem Sub­ways-Besuch ent­ge­gen­halte (Wieso heißen die in Düs­sel­dorf eigentlich teils Mr. Sub? Ah, ok.).

Gestern also bin ich mal rein, mir war irgend­wie wack­e­lig auf den Füßen und da dachte ich Kaf­fee und Süßkrams kön­nten das fix in den Griff kriegen. Ich bestellte also einen Muf­fin und einen Kaf­fee.

Das wäre dann das Menü 6, wollen Sie das Menü 6?

qui­etschte die Muffin­schub­serin mich an. Oh, Gott, nicht schon wieder dieser strun­zdäm­liche Menü-Begriff, der geht mir inzwis­chen aber sowas von auf den Keks. Als ob man höhere Qual­ität als ander­swo bekäme. Ja, her damit.

Dieser Ein­leitung fol­gte dann ein ade­quates Menü: Ein Schoko­muf­fin, Blaubeer war aus, das etwas trock­en wie jedes andere schmeck­te, und ein Stan­dard­kaf­fee, bei dem ich rest­los überzeugt bin, schon mal besseres Spül­wass­er getrunk­en zu haben. Wie kriegen die das immer hin, so eine saure Wasser­brühe aufzuset­zen? Star­bucks ken­nt das Rezept ja auch, übertüncht das Ganze aber mit viel Zuck­er, Milch und Milch­schaum.

Aber gut, ich für meinen Teil habe die Lek­tion gel­ernt: Manch­mal sind Beziehun­gen auch gut dafür, irgend­wo nicht rein zu gehen.

Weiterlesen

alplattgedrücktes

Öfter Mal Quatsch machen. Gestern liefen wir bei son­nig­stem Okto­ber­wet­ter, und das sicher­lich seit Jahren, durch die Düs­sel­dor­fer Alt­stadt und kamen an so einem unelek­trisch-mech­a­nis­chem Gerät zur Plattmachung von 5-Cent-Stück­en vor­bei. Das ist eigentlich ille­gal, oder? Beschädi­gung von Staat­seigen­tum, war da nicht was? Spon­tan haben wir da für einen Ock­en ein 5-Cent-Stück durch­genudelt. Zwei Motive waren möglich: Ein­mal die Sky­line von Düs­sel­dorf, die ich im ersten Augen­blick lieber gehabt hätte, zum zweit­en die Rad­schläger von Düs­sel­dorf. Heute begeg­net man diesen Rad­schlägern meist  in Form von Kindern, die durch die Stadt flanieren, Rad­schläge machen und dafür einen gewis­sen Obo­lus von Pas­san­ten für einen guten Zweck erhal­ten.

Eigentlich sieht man sowas und sagt, nee, was ein Kill­e­fit, braucht ja eh keine Sau. Aber gestern erin­nerte ich mich daran, dass ich als Kind diese Auto­mat­en, damals waren sie noch elek­trisch, sehr span­nend fand. Ein­mal nahm ich mir so eine plattge­walzte Münze zum Anlass, darüber zu bloggen ins Tage­buch zu schreiben.
Und schwup­ps ist man gedanklich bei den Leuten, die sich für Blog-Pio­niere hal­ten. Wir haben ja schon 2001 geblog­gt, wir sind ja nicht die Inter­net­pro­leten, die lediglich auf irgen­deinen Main­streamzug auf­sprin­gen, wir sind die Urblog­ger.
Nun ist mein Bloggen unab­hängig davon, ob das jemand liest. Mein Blog ist nur die Plat­tform dessen, was ich raus­posaune. Und genau das war mein Tage­buch früher. In das habe ich auch sel­tenst seel­isch belas­ten­des Zeugs reingeschrieben. Meist waren das nur tage­sak­tuelle Geschehnisse. Immer unter der Prämisse: Ist dir das pein­lich, wenn ein­er dein­er Brüder das liest?
Von ein­er dieser plattge­drück­ten Münzen habe ich damals einen Tage­buchein­trag gemacht, indem ich die Kon­tur der Münze abge­malt habe. Ich weiß noch, dass ich wenig­stens das im Tage­buch drin haben wollte, weil die Münze an sich so gebo­gen war, dass man sie nicht ein­fach ein­kleben kon­nte. Mein großer Brud­er fand das albern, das ergäbe gar keinen Sinn. Das war so der Anfang, an dem ich über Kri­tik von außen gesagt habe, dass die jet­zt noch keinen Grund darstellt, meinen Ein­trag über zu kritzeln.  Tage­buch mit Rück­grat.
Und jet­zt erzähl’ mir mal jemand, was das hier großar­tig anderes ist. Mich reizt inzwis­chen der Gedanke, die alten Sachen ein­fach online zu stellen, mit den Data von damals. Inhaltlich sicher­lich nicht immer nobel­preis­tauglich, aber was kostet die Welt?

Weiterlesen

leckeres aus der [q]üche

Sowas ist ja auch mal schön: In der Alt­stadt haben wir uns heute Abend kurze, leckere Alt von und bei Kürz­er gegön­nt und Tati fragt, ob es auch was zu essen gibt. Der Kell­ner meint, nein, aber da drüben rechts ist ein kleines Restau­rant, bil­lig, macht Sup­pen, ist leck­er. Das lässt man sich dann auch nicht 2x sagen. Also fix aus volle Gläs­er leere Gläs­er gemacht und mal rinn in die gute Stube der [Q]üche. Mein Blick fiel gle­ich auf die Käs­esuppe mit Hack­fleisch. Leck­eres Brot und Kräuter­but­ter gabs auch mit dabei. Und leck­er war’s auch, Pils dabei, läuft. Gelun­gener Alt­stadt­tage­sausklangs­bum­mel.

Weiterlesen

bekannte in der nachbarschaft

src=“http://caasn.de/wp-content/uploads/2011/09/vetter.jpg” alt=”” title=“vetter” width=“474” height=“322” class=“alignnone size-full wp-image-14622” />

Weiterlesen
1 3 4 5 6 7 9