Stichwort: politik
Samstag, den 4. Oktober 2008   

deutsche einheit und die schuldfrage

Wie schön, dass deutsche Miesepetrigkeit auch am deutschen Feiertag seinen Platz find­et. In meinem kleinen Heimatkaff hat­te die CDU geladen, einem Bun­destagsC­D­Uler zuzuhören, der eine Son­ntagsrede hält.
Die Schuldigen waren dann auch schnell aus­gemacht. Der HeimatC­D­Uler hätte gerne mehr Leute begrüßt (als die wohl aufgerun­de­ten 20), aber viele Leute wüssten eh nicht, was am 3. Okto­ber gefeiert würde. Also ob das der Grund der Abwe­sen­heit der Ein­heimis­chen wäre und nicht die voror­tige CDU, deren Aktio­nen den Ein­heimis­chen am Aller­w­ertesten vor­beige­hen.

Dem als höhere Autorität ein­ge­lade­nen Gas­tred­ner Arnold Vaatz muss es dann wohl ein Anliegen gewe­sen sein, dass die blöde Jugend von heute kein Geschichtswis­sen mehr habe, die Ein­heit wegen der deprim­ierten Grund­stim­mung der SED-Führung und Hel­mut K. zus­tande kam, und dass man heute im Osten stolz darauf sein könne, dass man es bess­er habe als in Osteu­ropa. Let­zteres zu behaupten, sei nun nicht poli­tisch kor­rekt, aber wahr.
Ja, wenn sich die Real­ität und die poli­tis­che Richtigkeit so feind­selig sind, weswe­gen dann am deutschen Feiertag Parteienge­fasel zuhören?

Dass jün­gere Deutsche wenig mit diesem Feiertag anfan­gen, ist aber nicht weit­er ver­wun­der­lich. Sie haben die DDR ja schlicht nicht erlebt. Sie ken­nen die innere oder äußere Bedro­hung, die dieser Staat ausstrahlte nicht, ken­nen nicht die Erlö­sung, die der Nieder­gang dieses Staates vie­len Leuten bedeutet. In dieser Hin­sicht ist der Fall der Mauer am 9. Novem­ber der Bevölkerung immer noch bedeut­samer als der 3. Okto­ber. Wenn sich jet­zt Poli­tik­er beschw­eren, dieser Tag sei von der Bevölkerung nicht genü­gend gewürdigt: Selb­st schuld.


Montag, den 9. Juni 2008   

obama sehen und scheitern: hubertus heils ‘yes we can’

Huber­tus Heil ist in der SPD der Mann für die pein­lichen Momente. Diese sind schmer­zlich für die Zuschauen­den, schmer­zlich für seine Parteigenossen und sicher­lich auch schmer­zlich für ihn selb­st. Hier ist ein­er davon:

Fol­gende Fra­gen seien Huber­tus Heil wenig­stens ins Off hinein gestellt:
1. Denken Sie wirk­lich, Sie und Barack Oba­ma unter­schei­det nur ein Spruch?
2. Denken Sie wirk­lich, Sie wür­den Oba­mas Charis­ma ansatzweise erlan­gen, indem Sie dessen Pathos mit der Attitüde eines katholis­chen Jugendzelt­lager-Betreuers erset­zen?
3. Denken Sie wirk­lich, Leute bekom­men keine Angst, wenn Sie sich mit dieser Masche auf Men­schen run­ter­bück­en?
4. Denken Sie wirk­lich, irgend­je­mand kön­nte diese Aktion mitreißen?
5. Denken Sie?


Samstag, den 17. Mai 2008   

schon kult: olbermanns busch-kritik

Kei­th Olber­mann hat vorgestern in der Sendung Count­down eine längst fäl­lige amerikanis­che Abrech­nung an die Adresse von George Bush gegeben, die längst Kult gewor­den ist und ein Must-see, wie die Amerikan­er es ein­schätzen.


Alter­na­tive: YouTube.

Das Video schlägt in Ameri­ka ger­ade wesentlich stärk­er ein als damals in Deutsch­land Volk­er Pis­pers:

Auch span­nend bzgl. Olber­mann ist dessen Beitrag zur Geschichte Hillary Clin­tons, sie sei 1997 unter Heck­en­schützen­feuer in Bosnien gelandet.

Und bzgl. John McCains Aus­sage über den Grund des Irak-Krieges.


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