Mittwoch, den 31. März 2004   

fer(n)sehn

Ich mag Büch­ersendun­gen, ich gebs ja zu, aber die Sendung “Schümer und Dorn — der Büchertalk [SWR]” ist Schrott. Mehr als Schrott. Ein Laien­schaus­piel­er, der einen Intellek­tuellen mimt, und eine rothaarige Quas­sel­strippe zerre­den alles, was man so zerre­den kann. Das sind so Leute, bei denen man schon beim Zuhören Kopf­schmerzen kriegt. Es wird so schnell palavert und unter­brochen und über Gedanken gehoppst, dass man sich fragt, ob die über­haupt wollen, dass ihnen jemand zuhört. In die Kam­era schauen sie sel­ten, sie scheinen sich selb­st ja auch viel toller zu find­en. Der Zuschauer fragt sich nur: Wieso soll bei deren Gespräch unbe­d­ingt eine Kam­era dabei sein und wieso soll man es senden? Völ­lig unkri­tisch wurde ein Buch vorgestellt, das im Grund­ton den Irakkrieg für ne gute Sache hielt. Der Autor sei toll, weil er “Bush-kri­tisch” sei, “aber trotz­dem kein Paz­i­fist”. Ole von Beust ist ja auch schwul und in der CDU, soll mich sowas intellek­tuell anre­gen?

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