Stichwort: ibbtown
Donnerstag, den 18. November 2010   

markenschärfung

Bloggen bedeutet ein­er­seits ja nur das Pub­lizieren eigen­er Tex­te. Und sowas kann man hal­ten wie ein Dachdeck­er, schief oder genau, hun­dert­prozentig oder hingeklatscht. Wenn man unter eigen­er Domain blog­gt, muss man auf rechtliche Geschicht­en Acht haben. Aber das war’s schon. Alles da drüber ist für Spaß. Man kann das ern­st nehmen, muss aber nicht.

Ich blogge inzwis­chen unter caasn.de, toomuchinformation.de und weitaus weniger inten­siv unter ibbtown.com. Mein Hin­tergedanke bei der­ar­ti­gen Domains ist und war immer die Grif­figkeit des Namens, unter dem das jew­eilige Pro­jekt angenom­men wer­den soll. Ma soll­te sich einen solchen Namen wenig­stens durch Gewöh­nung sich merken kön­nen. Und da ich mich weitest­ge­hend im deutschen Sprachraum bewege, und dort Blog in der All­t­agssprache oft­mals auch gerne als wie Block geschrieben aufge­fasst wird, ist Vor­sicht ange­sagt.

Zu ibbtown gab es damals kaum eine sin­nvolle Alter­na­tive, auch wenn ich grund­sät­zlich eher englis­ch klin­gen­de Domain­na­men nicht so befür­worte. Aber Wort­spiele mit ibb sind eben begren­zt merk­bar.

Was für eine Marken­schär­fung von Belang ist, ist neben der Grif­figkeit des Namens die Find­ung durch Google. Sofern ein solch­es Pro­jekt für Leser gedacht wird. Und da erge­ht es meinen drei Pro­jek­ten mit­tler­weile gut. Alle drei sind, wenn man nach ihnen richtig geschrieben sucht, erste Suchtr­e­f­fer. Man kann sich da manch­mal ver­tun, denn Google spuckt unter­schiedliche Suchergeb­nis­se aus, wenn man angemeldet ist.

Caasn direkt in die Adressleis­te eines Fire­fox-Browsers eingetippt führt sog­ar inzwis­chen sofort auf meine Seite. Das geschieht dadurch, dass es der erste Tre­f­fer der Auf-gut-Glück-Suche von Google ist. Soweit ich weiß, ist diese Funk­tion aber nicht direkt bee­in­flußar, d.h. auch wenn ihre Domain einzi­gar­tig geschrieben wird, ist dies noch nicht der Schlüs­sel zu einem solchen Dien­st.

Es hat bei too much infor­ma­tion und ibbtown unter­schiedlich lange gedauert, bis sie erste Suchtr­e­f­fer wur­den, da unter­schiedlich viele andere Seit­en auch so heißen. Aber es klappte eben mit ein wenig Geduld. Es war schon span­nend zu beobacht­en, wie ibbtown langsam, aber sicher vom viert- auf den drit­thöch­sten und irgend­wann auf den ersten Suchtr­e­f­fer­platz sprang. Für Nachah­mer geeignet.


Mittwoch, den 17. November 2010   

verklag mir

Dieses Jahr war das klage­an­dro­hfreudig­ste mein­er Bloggeschichte. Zuvor hat­te sich nie jemand wegen irgen­det­was bei mir gemeldet. Dieses Jahr schon drei: zunäch­st eine Filmver­mark­tungs­fir­ma, die ange­blich für das Video des zwei­jähri­gen Jun­gen, der 40 Zigaret­ten am Tag raucht, die Deutsch­landrechte hät­te und nun Kohle von mir sehen woll­te, weil ich das Video in meinem Blog ver­linkt hat­te.
Dann kon­tak­tierte mich jemand, der für RTL her­aus­find­en soll­te, wie der DJ der guten Laune richtig heißt und wie man ihn für eine RTL-Sendung ein­laden kann und dro­hte mit Klage, wenn ich nicht Auszüge aus einem Tele­fonat mit der Per­son aus meinem Blog löschte.
Und hof­fentlich abschließend für dieses Jahr rief mich der Betreiber ein­er kleinen Inter­net­seite für lokale Filme an, der mein­te, es seien durch einen mein­er Tex­te seine “ehre­namtlich” Mitar­bei­t­en­den belei­digt wor­den.

Die Angst vor Verunglimp­fung im Inter­net ist groß, die Muskel­spiel­ereien der­jeni­gen, die sich möglicher­weise vor einen Pranger gestellt sehen, entsprechend. Der Lokalfilmer erzählte mir von seinen gewonnenen Kla­gen, dass man auch mich wegen Belei­di­gung verk­la­gen kön­ne, weil sich Leute belei­digt füh­len, dass man aber kein bös­es Blut wolle, ob ich nicht bei sein­er Seite mitar­beit­en wolle, dass er der erste Lokalfilmer aus sein­er Ecke über­haupt sei, dass er her­aus­ge­le­sen habe, dass ich Prob­le­me mit dem Film­pro­jekt der IVZ hät­te,  dass man seine Seite aber nicht mit der der Zeitung ver­gle­ichen kön­ne, dass die auf VIOS auf­baut­en, dass seine Seite 1000 unique vis­i­tors täglich habe, dass er von sein­er Rente lebe und mit der Seite kein Geld ver­di­ene, dass man für diverse Fir­men und Städte schon Filme gedreht habe, und und und. Ich hat­te das Gefühl, dass er alles von einem Zettel abli­est. Inter­es­san­ter­weise wird das bei der Eröff­nungsver­anstal­tung von steinfurt.tv und im darauf bezo­ge­nen Text der West­fälis­chen Nachricht­en auch über den Anrufer gesagt.

Ich habe gefragt, wodurch sich denn genau irgend­je­mand belei­digt gefühlt habe und wer das denn sei, aber das ging im Rede­fluss des Anrufers schlicht unter. Ich habe also gar nicht genau her­aus­bekom­men, was mir vorge­wor­fen wer­den soll­te, nur dass irgend­je­mand sich belei­digt fühlt. Ich mein­te am Tele­fon, dass es mir leid tue, dass sich irgend­je­mand belei­digt füh­le, nur sehe ich nicht wodurch und been­de­te irgend­wann das lange Tele­fonat. Danach bekam ich eine E-Mail des Anrufers, dass er meine Rede, dass es mir leid tue, als Entschuldigung akzep­tieren kön­nte. Das soll­te wohl heißen, dass er sich belei­digt fühlt, nicht seine Mitar­beit­er. Davon hat er zuvor gar nichts gesagt.

Ich habe dann kurz über­legt, um des lieben Friedens Wil­len den Artikel zu löschen. Aus grund­sät­zlichen Grün­den habe ich das nicht getan, son­dern den Artikel mit der vorge­fal­l­enen Kri­tik verse­hen. Der Anrufer hat mir für diesen Fall einen Artikel auf sein­er Seite ange­dro­ht, sowie weit­ere Schrit­te. Aus mein­er Sicht bein­hal­tet der Artikel nicht im Ansatz eine gewoll­te Belei­di­gung, mir sind die Seit­en­be­treiber auch per­sön­lich unbekan­nt. Zudem sehe ich in diesem Artikel wirk­lich nur eine Mei­n­ungsäußerung, so wie sie in Deutsch­land recht­ens ist.


Freitag, den 14. Mai 2010   

der ibbtown-becher

Keine Kosten und Mühen habe ich gescheut, um das erste Mer­chan­dis­ing­pro­dukt zu erstel­len, an dem ich über­haupt nichts ver­di­ene: Der Ibbtown-Becher.

Wie man sieht, verän­dert sich die Außen­far­be des Bech­ers bei Ein­fül­len von heißen Flüs­sigkeit­en von schwarz zu weiß, so dass das form­schöne Ibbtown-Logo frei gegeben wird. Wer den Becher dann langsam aus­trinkt, sieht eine Nebel­bil­dung rund um Ibbtown auf dem Becher­rück­en einziehen. Wer noch einen war­men Schluck im Becher lässt, wird Zeuge ein­er ein­set­zen­den Däm­merung.

Zu kaufen gibt es den Ibbtown-Becher zum Stück­preis von 8€ (plus Ver­sand) hierüber.
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Spe­cial effects:
“Hot falling water”: Cor­nelia.
“Turn­ing cheese table”: Carsten.


Mittwoch, den 28. April 2010   

ausgeibbloggt

Gestern ist ja ein Blog­pro­jekt, an dem ich mit­geschrieben habe spon­tan einge­mot­tet wor­den aus Grün­den, die ich hier nicht auf­führen möchte. Das hat inter­es­san­ter Weise Wellen geschla­gen.

Noch inter­es­san­ter­er Weise führe ich heute zwei Tele­fonate in dieser Sache mit Per­so­n­en aus zwei unter­schiedlichen, eher nicht so gle­ichen poli­tis­chen Rich­tun­gen und bei­de erzäh­len mir in etwas diesel­be lustige Ver­schwörungs­the­o­rie. Mehr kann ich dazu ja nicht sagen, die Details sind mir ger­ade unnach­prüf­bar. Aber man hört sich sowas ja doch gerne an, so Ver­schwörungs­the­o­rien.

Wenn ich den Inhalt nun hier schreiben würde, würde ich verk­lagt. Vielle­icht soll­te ich ein Schaubild machen, das man sich selb­st erschließen kann. Kann man Schaubilder verk­la­gen?

Jeden­falls ist das alte Pro­jekt tot und ich denke nicht, dass dem wieder Leben einge­haucht wer­den wird. Inter­esse an einem ähn­lichen Pro­jekt ist mir heute von ver­schiede­nen Seit­en ange­tra­gen wor­den. Schaumer­mal. I’ll be back.


Samstag, den 6. März 2010   

seltsame stilblüten der lokalpresse

Um ihren Lesern

lokal-, region­al, bun­des- und weltweit inter­es­san­te The­men anbi­eten

zu kön­nen, übern­immt das Lokalblättchen mein­er Heimat­stadt nun Tex­te der Zeitung Die Welt des Axel Springer Ver­lages. Für den Axel Springer Ver­lag ist das natür­lich gut: So kann man ein­fach alte Tex­te nochmal zu etwas Geld machen. Für den Leser ist das weniger prick­el­nd, denn der heutige Text ist ein­fach alt und hier und hier schon veröf­fentlicht.

Wenn ich Die Welt lesen woll­te, würde ich Die Welt kaufen. Lokalzeitun­gen sind meines Eracht­ens wesentlich besser beraten, ihre Investi­tio­nen in ihre eigene Qual­ität, ihre eige­nen Redak­teure zu steck­en.

Es ist ein selt­samer Gedanke der Redak­tion­sleitung, dass dieser Text ein Leser­in­ter­esse befriedigt. Als ob der Text außeror­dentlich gut wäre, als ob es nicht die Möglichkeit gäbe, im Inter­net Tex­te zu lesen, als ob es nicht die Möglichkeit gäbe, andere Zeitun­gen neben dem Lokalblatt zu lesen.

Aber bei Lokalzeitun­gen wer­den ja so manche selt­samen Ansicht­en vertreten.


Montag, den 8. Februar 2010   

die zeitung, die nicht genannt werden darf

Ich habe einen inter­es­san­ten Anruf von der Lokalzeitung mein­er Heimat­stadt erhal­ten, der ich diesen Blog­a­r­tikel geschickt habe.

Lokalblatt: Hal­lo. Wir haben da noch ein, zwei Sachen zu ihrem Artikel.

Ich: Aha.

Lokalblatt: Sie beziehen sich da auch auf die Mün­ster­sche Zeitung. Wir wür­den das gerne raus­nehmen.

Ich: ???

Lokalblatt: Die kriegen wir hier ja nicht. Das haben unsere Leser nicht gele­sen.

Ich: Ste­ht alles im Inter­net.

Lokalblatt: Ja, nee.  Also, wir haben das schon mal für Sie umgeschrieben, dass das alles raus­fällt.

Ich: Dann möchte ich nicht, dass das veröf­fentlicht wird.

Lokalblatt: Okaaaaaaaaaaaay?!!

Lokalblatt: Ja, dann tschüß.

Ich: Tschüß.

Das, was da raus­fällt, wozu man auch nur noch mein ‘Okay’ haben woll­te, müsste unge­fähr der hal­be Artikel sein und würde einen ganz anderen Ein­druck beim Leser erweck­en, da ich das Übrigge­bliebene schon geschrieben habe. Und das nur, weil dem Blatt der Begriff Mün­ster­sche Zeitung nicht passt. Nee, danke.


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