Sonntag, den 18. April 2010   

jean-claude izzo: leben macht müde

Diese ist so ein typ­isch franzö­sisch-melan­cholis­ches Büch­lein über Außen­seit­er, also durch­weg etwas defaitis­tisch und schw­er­mütig. Die 6 Geschicht­en auf knapp 100 Seit­en lesen sich schnell und sind von Ronald Voul­lié wun­der­bar über­set­zt. Und irgend­wie ist es auch faszinierend, wie schnell man beim Lesen dieser Geschicht­en mit­ten in einem auswe­g­los erscheinen­den Geschehen steckt.

Lieben ist so etwas wie in den Krieg zu ziehen. Man weiß nicht, ob man lebend zurück­kommt.

Nach weni­gen Wochen wird man schon wieder vergessen haben, was sich hierin genau abspielt, aber irgend­was bleibt hän­gen, so dass man kleine, reizende Déjà-vus bekommt, wenn man nach einiger Zeit nochmal zu diesem Bänd­chen greift.
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Jean-Claude Izzo, Leben macht müde, Unionsver­lag, 7,90€