gepiekst

Ich habe eine erste Schutz­imp­fung gegen Coro­na hin­ter mir. Ich gehe jet­zt zwar nicht mehr so bedenken­voll zum Einkaufen, aber eine zent­ner­schwere Last füh­le ich auch nicht von mir abfall­en, wie andere bericht­en. Schließlich kann man immer noch erkranken und das Virus ver­bre­it­en. Und in meinem Umfeld sind die Meis­ten ja noch ungeimpft, da ist man auch noch nicht so beruhigt drüber. Aber dankbar bin ich und erfreut, was dank der Wis­senschaft heute so schnell möglich ist.

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zweitlockdown

Wir schreiben das zweite Jahr, in denen uns das Covid19-Virus bedro­ht, in dem wir eingeschränkt unser Pri­vatleben aufrechter­hal­ten, das Beruf­sleben ummod­eln und nach vorne schauen, dass es mal anders wird. Und uns geht’s gut, das denken wir heim­lich, genießen das Einge­höh­le, das anderen ein Gefäng­nis ist, reg­istri­eren, wie andere richtig zu ack­ern haben in dieser Zeit, wie andere lei­den, wie andere schlechter organ­isiert sind als unsereins.

Und was sich tat­säch­lich ändert, das rauscht an uns vor­bei, als sei der Flur­funk einge­stampft wor­den. Welche Geschäfts pack­en es nicht, wer kann gerettet wer­den, was wird uns fehlen, wenn die Bestand­sauf­nahme erstellt wird? Wen trifft man wieder, welch­er Kon­takt bleibt schwach?

Wer ist auf Augen­höhe? Wer geschwächt, zurück, von der Rolle, aus der Bahn? Wer schöpft mehr Kraft aus dem Neustart, wer gewin­nt? Wem kann man helfen, wen lässt man in Ruhe und wo meldet man sich fra­gend zu Wort? Immer hof­fend, nicht ger­ade jet­zt Langzeit­fehler zu begehen.

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Aufgewacht. Benebelt. Auf die Uhr geschauft. Keine 5. Meeeeeh. Aufge­s­tanden. In die Küche geta­pert. Licht eingeschal­tet. Gegrum­melt. Schrank aufgemacht. Ach guck’ ein­er an, was wir da noch haben. *knack*

Schrei aus dem Kinderzimmer:

Papa! Sjokke­laden!

Der Ver­rat lauert immer und überall.

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dezemberlese

Deb­o­rah Feld­man — Unortho­dox Süf­fig les­bare Befreiungs­geschichte ein­er jun­gen Jüdin aus ihrer sek­tenähn­lichen Gemeinschaft. 

Tom Finnek — Gal­gen­hügel Sprach­lich über­durch­schnit­tlich für einen Lokalkri­mi macht dieser Schmök­er doch ein paar Wen­dun­gen zu viel, um in ein­er flauen Auflö­sung zu enden. 

Lucy Fricke — Töchter Haupt­pro­tag­o­nis­ten fährt beste Fre­undin und deren Vater zu dessen let­ztem Abend in der Schweiz. Es kommt alles anders und dieser net­ten Road-Movie-Geschichte mit witzi­gen Einschüben. 

Youp van ‘t Hek — In coro­ntaine Beschwingte, klas­sis­che Kabaret­tkolum­nen des nieder­ländis­chen Alt­meis­ters aus sein­er Coronaquarantänezeit. 

Ste­fan Holtköt­ter — Das Geheim­nis von Vennhues Atmo­sphärisch­er Lokalkri­mi mit deut­lichen Logik­löch­ern, unau­then­tis­chen Dialo­gen und ein­er hanebüch­enen Auflö­sung, auf die zufäl­lig gekom­men wird. Ansprechend geschrieben, aber nur für das lokale Pub­likum interessant. 

Simone Lap­pert — Der Sprung Eine Art Ens­able-Roman: Diverse Fig­uren, die etwas erleben, beschreiben die Sit­u­a­tion, wie sich eine Frau in den Tod stürzen will. Um dem Leser keine Deu­tung aufzuer­legen, son­dern ihm die Deu­tung der Haupt­fig­ur zu über­lassen, wird diese nur indi­rekt über andere beschrieben. Ich fand es zwar drama­tisch, aber zu vage, nicht tief­sin­nig und dadurch zu lang­weilig. Und was, bitte schön, ist eine “halb­herzig spie­lende Katze”? 

Chi­na Mieville — Tha last days of New Paris Das Nachkriegsparis wird nach dem Abwurf ein­er S(urrealistischen)-Bombe von degener­ierten und sur­re­al­is­tis­chen Krea­turen belagert, den Nazis eben­so und von Ein­heimis­chen vertei­digt. Um der Grun­didee gerecht zu wer­den, ist dieser trashige Geschichte ab und an nicht ein­fach zu folgen. 

Min­ka Pradel­s­ki — Es wird wieder Tag Die trau­ma­tis­chen Belas­tun­gen von KZ-Lager-Geschädigten wer­den mit fan­tasiert­er Begleit­geschichte gekop­pelt, kommt aber nicht ganz zum Punkt. 

Joachim Ringel­natz — Warten auf den Bumerang Schöne von Robert Gern­hardt besorgte und mit einem Nach­wort gead­elte Gedichtssammlung. 

Zadie Smith — Inti­ma­tions Per­sön­liche Gedanken über die Belas­tun­gen in der Coro­na-Pan­demiezeit ohne son­der­liche Höhepunkte. 

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Meine Art von Wei­h­nacht­stra­di­tion ist es zumin­d­est zwei Jahre hin­tere­inan­der, mir den Magen zu verder­ben mit Süßem, Fet­tigem und Sah­nigem. Zudem ist es inzwis­chen bei uns so, dass alle Nach­barn den Kindern gegen­seit­ig Süßkram zu Wei­h­nacht­en schenken. Jet­zt ist davon so viel im Schrank, dass ich gar nicht weiß, wie man das alles jemals an Töcht­ing ver­füt­tern könnte.

Bei uns ist coro­n­abe­d­ingt der Schoko­ladenkon­sum in diesem Jahr gestiegen, die Fit­ness­betä­ti­gun­gen gesunken. Und doch reizt mich unser Süßigkeit­en­schränkchen eher wenig. Er wird sich leeren, das ist sich­er, aber nun.

Bekan­nte von uns haben immer einen vollen Süßigkeitss­chrank und der führte ange­blich dazu, dass kaum Süßigkeit­en kon­sum­iert wer­den. Die wer­den dann auf den Tisch gehauen, wenn Gäste da sind. So ganz hab ich das Sys­tem auch nicht ver­standen. Eben­so bekomme ich zu Wei­h­nacht­en Bilder mit der­art vie­len Geschenken unter dem Wei­h­nachts­baum, dass man sich fragt, wie lange die Kinder allein für’s Aus­pack­en brauchen werden.

Wieso auch immer der­art was auch immer kom­pen­siert wer­den muss, wieso geht das immer in eine Quan­titäts- und keine Qualitätssteigerung?

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novemberlese

Was man so ern­sthaft Lit­er­atur nen­nt, stelle ich wieder in dieses Blog rein, da ich auch das Gele­sene bei Gookreads unter meinem Nick abhefte. Den Rest auf klolektüre.de.

Sam Byers — Idiopa­thy Drei ehe­ma­lige Fre­unde tre­f­fen sich während der Rinder­wahn-Zeit wieder. Witzig, aber uferlos. 

Ronald Giphart — Phileine zegt sor­ry Tem­pera­mentvolle, zynis­che Frau jagt ihrem Typen hin­ter­her und kommt dahin­ter, was ihr eigentlich­es Prob­lem ist. Tat­säch­lich ist die Ver­fil­mung dank Straf­fung und der Haupt­darstel­lerin unter­halt­samer, das Buch an manchen Stellen zu lan­gat­mig, aber immer noch lesenswert. Auf deutsch heisst das Buch ”Der Volltreffer”. 

Mar­ius Gold­horn — Park Wort­ge­waltiger Erstling, der aber etwas ziel­los dahin­plätschert und im Ver­lauf etwas unin­ter­es­sant wird. 

Thomas Hettche — Herz­faden Phan­tastis­ch­er Roman über die Entste­htung der Augs­burg­er Pup­penkiste. Zwis­chen­durch dachte ich, es fehle der Geschichte noch etwas, dann würde sie von ein­er guten zu ein­er sehr guten. Faszinierend, wenn genau so eine Wen­dung dann eintritt. 

Jür­gen Kehrer — Wils­berg. Das Schapdet­ten­virus Ich hat­te geunkt, in dieserm Wils­berg-Schmök­er kön­nte man Passendes zur aktuellen Pan­damiezeit geben, gibt es aber eher nicht. Anson­sten span­nungs­los und nicht überzeugend. 

Guus Kui­jer — Das Buch von allen Din­gen Reli­gion- und gewalt­the­ma­tisieren­des Jugend­buch, das erstaunlich direkt zur Sache kommt. 

Scott McClana­han — Sarah Tren­nungss­chmerzbuch, das nichts aus­lässt, so gar nichts. Wird besprochen im kom­menden Büch­er­schwank.

Kat­ja Oskamp — Marzahn, mon amour Wer Marzahn nur mit Cindy verbindet, kann hier Ver­söh­nung find­en: Ganz großar­tige biografis­che Geschicht­en von Kun­den und Bedi­en­steten eines Pedikürestudios. 

Tex Rubi­nowitz — Irma Selb­stre­f­eren­zielle Nabelschau, manch­mal witzig, manch­mal lan­gat­mig und irgendwelche nicht­gekennze­ich­neten Über­nah­men aus der Wikipedia. 

Annie M.G. Schmidt — Minoes Zauber­haftes Kin­der­märchen und Katzenkri­mi, dessen Ver­fil­mung von 2001 mir schon unge­mein gefall­en hat. Auf deutsch heis­sen Buch und Film ”Die geheimnisvolle Minusch”. 

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