Stichwort: dostojewskij
Donnerstag, den 16. Mai 2013   

fjodor michailowitsch dostojewski – der spieler

dostojewskijpieler

So, das wäre der näch­ste Dos­to­jew­skij, zeitlich zumin­dest, aber nicht ein­er der 5 Ele­fan­ten, aber die kann ich nun weit­er in Angriff nehmen. Dos­to­jew­skij schildert das Abdriften eines jun­gen Man­nes ins Glück­spiel, der nicht mehr seinem eige­nen Glück hin­ter­her­jagt, so nahe es auch tat­säch­lich ist, son­dern der Glam­mer­welt, die viel ver­spricht und wenig gibt.

Ich warte ja noch darauf, dass jemand den Stoff aufs Inter­net oder die USA umschreibt und ans The­ater bringt. Das Handw­erk­szeug ist da.


Sonntag, den 5. Mai 2013   

fjodor michailowitsch dostojewskij — aufzeichnungen aus dem kellerloch

Dieses Buch bein­hal­tet einen als ver­störend wirk­ende Studie angelegten Roman über einen autoa­gres­siven, die Gesellschaft der Spießer anfein­den­den Charak­ter. Mit den Analy­sen, die Dos­to­jew­skij ange­blich inhaltlich auch so gemeint hat, kon­nte ich nicht son­der­lich viel anfan­gen, aber die Erin­nerung an das krankhaft, wahn­haft Bes­timmte bleibt.


Freitag, den 3. Mai 2013   

fjodor michailowitsch dostojewski — der idiot

Meine Güte, es ist schon wieder 4 Jahre her, seit­dem ich den let­zten Ele­fan­ten hin­ter mich gebracht habe. Dafür geht es ger­ade gle­ich weit­eridiot

mit dem näch­sten Kleinen, bis der näch­ste Ele­fant seinen Schat­ten wirft. Aber die Ele­fan­ten von Dos­to­jew­skij sind natür­lich auch nicht zu unter­schätzen­de Schw­ergewichte, für die es die passende Zeit braucht.

Der Idiot ist ein Kampf zwis­chen einem Eros und einem Agape in rus­sis­cher Gesellschaft, der die Hin­ter­grün­de sein­er Zeit und die gesellschaftlichen Fes­seln der Pro­tag­o­nis­ten und Lei­d­tra­gen­den meis­ter­haft zur Schau stellt. Die Über­set­zung von Swet­lana Geier finde ich aber­mals ganz vorzüglich.


Freitag, den 29. Oktober 2010   

ein buch, das du schon immer lesen wolltest

Das Lesen von Die Brüder Kara­masov von Dos­to­jew­skij schiebe ich tat­säch­lich schon seit mehr als 10 Jahren auf. Ein­er­seits ist es ein dur­chaus dick­es Buch, das Konzen­tra­tion erfordert, ander­er­seits gibt es da per­sön­liche Grün­de, die mir Respekt vor diesem Buch einge­flößt haben. Deswe­gen sage ich in der düsteren Zeit des Win­ters, dass ich mir keines­falls eine so düstere Lek­türe zumuten soll­te und im Som­mer kom­me ich dann nicht dazu. 

1. Das Buch, das du zurzeit liest
2. Das Buch, das du als näch­stes liest/lesen will­st
3. Dein Lieblings­buch
4. Dein Has­s­buch
5. Ein Buch, das du immer und immer wieder lesen kön­ntest
6. Ein Buch, das du nur ein­mal lesen kannst (egal, ob du es has­st oder nicht)
7. Ein Buch, das dich an jeman­den erin­nert
8. Ein Buch, das dich an einen Ort erin­nert
9. Das erste Buch, das du je gele­sen hast
10. Ein Buch von deinem Lieblingsautoren/deiner Lieblingsautor­in
11. Ein Buch, das du mal geliebt hast, aber jet­zt has­st
12. Ein Buch, das du von Freunden/Bekannten/… emp­fohlen bekom­men hast
13. Ein Buch, bei dem du nur lachen kannst
14. Ein Buch aus dein­er Kind­heit
15. Das 4. Buch in deinem Regal von links
16. Das 9. Buch in deinem Regal von rechts
17. Augen zu und irgen­dein Buch aus dem Regal nehmen
18. Das Buch mit dem schön­sten Cov­er, das du besitzt
19. Ein Buch, das du schon immer lesen woll­test
20. Das beste Buch, das du während der Schulzeit als Lek­türe gele­sen hast
21. Das blödeste Buch, das du während der Schulzeit als Lek­türe gele­sen hast
22. Das Buch in deinem Regal, das die meis­ten Seit­en hat
23. Das Buch in deinem Regal, das die wenig­sten Seit­en hat
24. Ein Buch, von dem nie­mand gedacht hät­te, dass du es liest/gelesen hast
25. Ein Buch, bei dem die Haupt­per­son dich ziem­lich gut beschreibt
26. Ein Buch, aus dem du deinen Kindern vor­lesen würdest
27. Ein Buch, dessen Haupt­per­son dein „Ide­al“ ist
28. Zum Glück wur­de dieses Buch ver­filmt!
29. Warum zur Hölle wur­de dieses Buch ver­filmt?
30. Warum zur Hölle wur­de dieses Buch noch nicht ver­filmt?
31. Das Buch, das du am häu­fig­sten ver­schenkt hast


Samstag, den 31. Januar 2009   

dostojewskijs verbrechen und strafe

verbrechen

Es wur­de bei mir mal wieder Zeit für das Lesen eines Klas­sik­ers. Und wie schon beschrieben, bin ich bei Eulen­spiegel auf die Taschen­buchver­sion der Neuüber­set­zung von Dos­to­jew­ski­js Roman “Schuld und Süh­ne” gestoßen. Die Neuüber­set­zung und die damit ver­bun­dene Neu­betitelung hat Swet­lana Geier besorgt, die aus dem Rus­sis­chen auch vieles andere über­set­zt hat.

Ver­brechen und Strafe” deckt sich daher mit dem Titel der englis­chen Über­set­zung “Crime and Pun­ish­ment”, klingt vielle­icht nicht so schön, trifft den Kern aber besser. Noch besser, so erfährt man im ange­hängten Beitrag aus Kindlers Lit­er­aturlexikon, sei die Über­set­zung “Übertre­tung und Zurechtweisung”. Aber das hät­te vielle­icht zu sehr nach ein­er wis­senschaftlichen Abhand­lung gek­lun­gen.

Zum Inhalt will ich mal kaum etwas erzäh­len, das kriegt man anders wo. Allerd­ings scheint der Roman noch etwas behäbig zu sein, wenn man meint, nach dem Ver­brechen den Höhep­unkt des Buch­es qua­si erre­icht zu haben. Das täuscht, das was danach kommt, ist so dicht und gut erzählt, dass es ein wirk­lich­es Lesev­ergnü­gen ist.

Nein, die Auf­machung des Buch­es ist nun wirk­lich etwas für Buch­lieb­haber. Von daher mal einen schö­nen Gruß und großes Lob an den Fis­cher Ver­lag. Die gebun­dene Orig­i­nalaus­gabe ist mit so ca. 80€ doch nicht ger­ade was für jeden, daher ist diese 13€-Ausgabe, angere­ichert durch Erk­lärun­gen, ein­er Über­sicht der Hand­lung, sowie dem schon ange­sproch­enen Ein­trag über den Roman in Kindlers Lit­er­aturlexikon, sehr empfehlenswert. Außerdem wur­de dün­nes Papier genom­men und ein Taschen­buch­for­mat, das etwas größer als üblich ist. Daher schauen die 720 Seit­en gar nicht so üppig aus und kom­men dem Leser nicht so über­mäßig viel vor, wie das bei anderen Aus­gaben der Fall ist. Sprich, das Buch ist schön han­dlich für unter­wegs, man schleppt keinen dick­en Schinken mit sich und die Entschei­dung, es so her­auszugeben, ist eine goldige gewe­sen. Wer derzeit diesen Roman Dos­to­jew­ski­js lesen möchte, dem sei diese Aus­gabe ans Herz gelegt.


Dienstag, den 13. Januar 2009   

tütenliteratur

Let­ztens habe ich mir bei Eulen­spiegel in Biele­feld die Neuüber­set­zung von Dos­to­jew­ski­js ‘Ver­brechen und Strafe’ aka ‘Schuld und Süh­ne’ geholt. In diesem Buch­laden wer­den Bücher noch in Papiertüten eingeschla­gen und auf diesen Tüten ist widerum was zu lesen.

Da man in der Straßen­bahn eh manch­mal sich glück­lich schätzt, irgend­was zu tun zu haben, kramte ich also das eingetütete Buch her­aus und las die Kurzgeschichte Nor­mal von Chris­tian Gottschalk, worauf hin ich seinen Blog las. Solche Offlinelinks sind irgend­wie ja schon eine ganz putzige Idee. So find­et man von Hölzchen auf Stöcksken.