Stichwort: kino
Montag, den 9. August 2010   

inception (usa 2010)

Ken­nen Sie Vergiß mein nicht? Oder Matrix? Oder Ocean’s Eleven? Nein? Dann ist Incep­tion etwas für Sie! Ein mit dem Bewußt­sein spie­len­der Action­film über das Pla­nen eines großen Coups. Wer die Ideen der­ar­tiger Filme schon ken­nt, der wird durch das lange, lange Auf­bauen der Geschichte stark gelang­weilt. Neue Ideen gibt es eigentlich nicht, nur diverse Haupt­darsteller, ein wenig Action, eine ver­hin­derte Liebesgeschichte, die sich kaum erläutert, und ein vorherse­hbares Ende. Alles viel zu rou­tiniert aneinan­dergeschraubt.


Donnerstag, den 9. Juli 2009   

zack and miri make a porno

Ich bin endlich dazu gekom­men, Zack and Miri make a porno zu sehen, auch wenn mir ein Scherz aus dem Film schon länger bekan­nt gewe­sen ist. Als eher tech­nis­ch unge­bilde­ter Filmkri­tik­er muss ich sagen: GEIL! BESTER FILM DES JAHRES! UNDBEDINGT ANSEHEN!

Dank Kev­in Smith und sein­er Riege ist der Streifen sowohl in Wort wie in Bild poli­tis­che Unko­r­rek­theit vom Fein­sten!

Dazu kommt diese schöne neue Num­mer von Live:

Inter­views mit den Haupt­darstellern:


Dienstag, den 1. April 2008   

lars und die frauen

Lars ist ein Soziopath. Das weiss sein Brud­er wie seine Schwäger­in. Die aber würde Lars gerne aus dessen ver­schlossen­er Welt her­aus­holen, und sei es nur ein­ma­lig zum Aben­dessen. Aber auch dies geht schief, bis… bis Lars ihr von sein­er Fre­und­in Bian­ca erzählt, die ger­ade zu ihm gekom­men sei. Zusam­men im Wohnz­im­mer ver­schlägt deren Anblick aber Brud­er und Schwäger­in die Sprache, denn Bian­ca ist schein­bar für jeden außer Lars eine angek­lei­de­te auf­blas­bare Sexspielzeug­pup­pe. Um ihn nicht zu ver­let­zen, wird Bian­ca akzep­tiert. Dieser Film ist nicht unbe­d­ingt ein Schenkelk­lopfer, aber als Soziopa­thenkomödie sehr unter­halt­sam. Die eingeschneite Stadt, in der er spielt, passt her­vor­ra­gend zur fröstel­nden Ath­mo­sphäre, die oft­mals herrscht, wenn Ver­suche ges­tartet wer­den, mit Lars ein Gespräch anz­u­fan­gen. Lars ist ein­er dieser Typen, die es bspw. für tak­tis­ch sin­nvoll hal­ten, während eines Gesprächs zu schweigen und ins Off zu schauen, wenn eine per­sön­liche Frage gestellt wird. Der­art pro­duziert er schön nervige Gesprächspausen, aus deren Bek­lemmtheit kaum her­auszukom­men ist. Ein Film für alle, die eine Fabel erzählt bekom­men wol­len, wie man auch aus niederziehen­der Ödnis Opti­mus­mus schöpfen kann.


Montag, den 31. März 2008   

8 blickwinkel

In Spanien wird der amerikanis­che Präsi­dent bei einem öffentlichen Auftritt angeschossen. Im Tumult ertö­nen weit­ere Schüsse und kurz darauf geht eine Bombe hoch. Dieser Plot wird nacheinan­der aus ver­schiede­nen Blick­winkeln erzählt und peu á peu entwick­elt sich die ver­wick­el­te Geschichte. Das ist die grund­sät­zliche Idee und soweit ist die Idee auch ganz pass­abel. Die spanis­che Kulis­se ist nett, per­ma­nent ist gutes Wet­ter, die Bösen sind böse. Mit Den­nis Quaid und For­rest Whit­tak­er sind auch sym­pa­this­che Schaus­piel­er dabei. Aber die aus den 90ern in die heutige Zeit deplazierte Grund­spielfilmidee, ein Mann kann die Welt auch ganz alleine ret­ten, wenn er grim­mig guckt, ab und zu nach­denkt und schnell ren­nt, nervt. Das min­dert die anfängliche Freude an diesem Streifen. Und sooooo kom­plex ist die Auflö­sung dieses Krim­is nun auch wieder nicht. Nettes Pop­ko­rnk­i­no und nichts weit­er.


Dienstag, den 4. Januar 2005   

wenn männer über hügel gehen

Let­ztens gabs mal wieder einen gemütlichen DVD-Abend. Das heis­st also Sofas gün­stig posi­tion­ieren, genü­gend Chips, Bier und Cola her­an­za­ubern, auf Grund des Anteils von weib­licher Intel­lenz auf die englis­chen Orig­i­nale verzicht­en und los kanns gehn: Shrek2 hat mich dabei etwas ent­täuscht, zwar ist der Streifen einiger­maßen bunt, aber ohne recht­en Pep, da war der erste Teil witziger. Und dann gabs noch zwei Liebesfilme, man muss der weib­lichen Gesellschaft ja Rech­nung tra­gen. Was mich ver­wun­dert hat, war, dass der Clou in bei­den Fil­men eigentlich der­sel­be war. Sowohl in Gele­gen­heit macht Liebe [A guy thing] als auch in Hope Springs kur­ven das Liebe­spaar in spe nach einem Kurzaus­flug über die Strassen, gelan­gen auf eine abschüs­sige Strecke und die Dame ver­leit­et den Her­ren dazu, doch mal ordentlich aufs Gas zu drück­en. Ist mir ehrlich gesagt noch nie passiert. Mir ist es geläu­figer, dass sich die Damen am Seit­en­griff der Tür fes­tkral­len, weil man sich allmäh­lich in der Dunkel­heit ein­er unbe­fahre­nen Kreuzung mit roter Ampel nähert. Aber wir sind ja in Amerika, da ist alles cool­er und unge­fährlicher auf den Strassen. Das Auto macht im Film jew­eils einen Satz, wobei dieser Höhep­unkt wohl den Knack­punkt der Geschichte aus­macht und dann flup­pt alles von selb­st. Also weiss nicht, wen diese selt­same Wen­dung vom Hock­er hauen soll, aber man ist auch nur ein Mann. Die Damen in den Fil­men sind auf jeden­fall ziem­lich attrak­tiv und die Män­ner haben die lan­gen Sprechrol­len. Nicht unbe­d­ingt eine gün­stige Verteilung, auch wenn man damit leben kann. Für ein Frauen­herz reichen dann die Filme, wie der Abend zeigte, und ich fand die Bierchen auch ganz leck­er. Manche Sachen sind halt irgend­wie vorbes­timmt…