Dienstag, den 1. April 2008   

lars und die frauen

Lars ist ein Soziopath. Das weiss sein Brud­er wie seine Schwägerin. Die aber würde Lars gerne aus dessen ver­schlossen­er Welt her­aus­holen, und sei es nur ein­ma­lig zum Aben­dessen. Aber auch dies geht schief, bis… bis Lars ihr von sein­er Fre­undin Bian­ca erzählt, die ger­ade zu ihm gekom­men sei. Zusam­men im Wohnz­im­mer ver­schlägt deren Anblick aber Brud­er und Schwägerin die Sprache, denn Bian­ca ist schein­bar für jeden außer Lars eine angek­lei­dete auf­blas­bare Sexspielzeug­puppe. Um ihn nicht zu ver­let­zen, wird Bian­ca akzep­tiert. Dieser Film ist nicht unbe­d­ingt ein Schenkelk­lopfer, aber als Soziopa­thenkomödie sehr unter­halt­sam. Die eingeschneite Stadt, in der er spielt, passt her­vor­ra­gend zur fröstel­nden Ath­mo­sphäre, die oft­mals herrscht, wenn Ver­suche ges­tartet wer­den, mit Lars ein Gespräch anz­u­fan­gen. Lars ist ein­er dieser Typen, die es bspw. für tak­tisch sin­nvoll hal­ten, während eines Gesprächs zu schweigen und ins Off zu schauen, wenn eine per­sön­liche Frage gestellt wird. Der­art pro­duziert er schön nervige Gesprächspausen, aus deren Bek­lemmtheit kaum her­auszukom­men ist. Ein Film für alle, die eine Fabel erzählt bekom­men wollen, wie man auch aus niederziehen­der Ödnis Opti­mus­mus schöpfen kann.

| kurz-url | Schlagwörter: kategorie: bedachtes

Schreibe einen Kommentar

Benötigte Felder sind mit * gekennzeichnet- E-Mail-Adressen werden nicht veröffentlicht.