Montag, den 31. März 2008   

8 blickwinkel

In Spanien wird der amerikanis­che Präsi­dent bei einem öffentlichen Auftritt angeschossen. Im Tumult ertö­nen weit­ere Schüsse und kurz darauf geht eine Bombe hoch. Dieser Plot wird nacheinan­der aus ver­schiede­nen Blick­winkeln erzählt und peu á peu entwick­elt sich die ver­wick­elte Geschichte. Das ist die grund­sät­zliche Idee und soweit ist die Idee auch ganz pass­abel. Die spanis­che Kulisse ist nett, per­ma­nent ist gutes Wet­ter, die Bösen sind böse. Mit Den­nis Quaid und For­rest Whit­tak­er sind auch sym­pa­this­che Schaus­piel­er dabei. Aber die aus den 90ern in die heutige Zeit deplazierte Grund­spielfilmidee, ein Mann kann die Welt auch ganz alleine ret­ten, wenn er grim­mig guckt, ab und zu nach­denkt und schnell ren­nt, nervt. Das min­dert die anfängliche Freude an diesem Streifen. Und sooooo kom­plex ist die Auflö­sung dieses Krim­is nun auch wieder nicht. Nettes Pop­ko­rnk­i­no und nichts weit­er.


Montag, den 31. März 2008   

mr monk goes to hawaii (buch)

Mr Monk goes to Hawaii ist das zweite Buch der Rei­he zur Fernsehserie “Monk”. Die Inhalte der Büch­er sind eigen­ständig, d.h. keine in Buch­form gepresste Monk-TV-Folge. Wer ist Monk? Monk ist ein seit dem Mord an sein­er Frau gestörter und ent­lassen­er Polizist, der Kim­i­nalfälle löst, in dem er kle­in­ste, betra­chtete Details auswertet. Während dieses genaue Betra­cht­en ein Tick ist, der dur­chaus hil­fre­ich ist, sind sämtliche anderen Ticks meschugge. Er hat vor diversen Din­gen Angst, rückt unun­ter­brochen schein­bar unge­ord­nete Dinge in die richtige Ord­nung und ist anson­sten ein liebevoller Soziopath. In Mr. Monk goes to Hawaii fol­gt Monk unter Dro­gene­in­fluss sein­er Assis­tentin, die die Erzäh­lerin des Buch­es ist, in einem Flieger nach Hawaii. Dort ver­hin­dert er zunächst die Hochzeit ihrer besten Fre­undin und inter­essiert sich für einen Todes­fall auf der Insel. Ich ver­rate kein über­großes Geheim­nis, wenn ich sage, dass er diesen Todes­fall lösen wird. Dies ist ja auch kein Kri­mi, in dem das fraglich wäre. Das Wie?, Wer? und etwas unbe­deu­ten­der das Wer? ste­ht bei der Auflö­sung im Vorder­grund. Und neben der Auflö­sung nimmt die Welt Monks, geord­net durch das Ausleben sein­er Ticks, einen Großteil der Geschichte ein. Und die ist min­destens eben­so span­nend. Dies ist sicher­lich keine Weltlit­er­atur, aber wer den Hauptcharak­ter mag, wird dieses Buch mögen, sobald er sich ein­ge­le­sen hat. Die Geschichte ist ver­ständlich geschildert, die englis­che Sprache angemessen leicht, somit ide­al für Krim­i­fans und Englis­chan­fänger.


Montag, den 31. März 2008   

das buch, in dem die welt verschwand (buch)

Dieser 500-Seit­er ist eine Art Ver­schwörungskri­mi zu Zeit­en Immanuel Kants, in dem diesem eine entschei­dende Rolle zukommt. Mehr über Kant erfährt man nicht, er und sein Werk dienen eh nur als eine Art Mys­tery­fak­tor dieses Geschicht­skrim­is. Der Kri­mi haut einen dann auch nicht aus den Latschen, aber der Autor kann schon recht gut schreiben. Das lässt einen bis zum Ende des Buch­es aushal­ten.


Montag, den 31. März 2008   

blogneustart

Mehr oder weniger inten­siv blogge ich schon seit ein paar Jahren. Ich schränke das gerne inhaltlich etwas ein. Wed­er ver­suche ich, Promi­nenz zu erre­ichen durch meine hin­ter­lasse­nen Sätze, noch nehme ich für mich in Anspruch, son­der­lich lesenswert zu sein. Ein guter Blog scheint dies liefern zu kön­nen: Eine gewisse Erhaben­heit, inter­es­sante Infos, gutes-Niveau-hal­tender Inhalt. Ich poste nur. Beschwere sich nie­mand, er sei von meinen Hin­ter­lassen­schaften ent­täuscht oder erbost über den ange­blichen Umstand mein­er Arro­ganz, das hin­er Hin­ter­lassene als hin­ter­lassen­wert zu betra­cht­en. Nicht jed­er Ein­trag, der hier entste­hen wird, wird einen der­ar­ti­gen Nährw­ert besitzen, dass man in genau­sogut auch in Stein meis­seln hätte kön­nen. Dann hätte ich das getan. Es ist nur ein Blo­gein­trag, ein gedanke­naus­drück­ender Text, der es nicht anders geschafft hat, veröf­fentlicht zu wer­den. Insofern ist er gescheit­ert, kön­nte man sagen. Muss man nicht sagen, aber auf der Ebene ange­siedelt, halte ich den Stel­len­wert eines mein­er Blo­gein­träge für halt­bar. Ich über­springe die erste Hürde, dass das Haben eines Blogs über­haupt schon Gefahr läuft, lächer­lich zu sein. Das ist Ende der 90er schon über jede pri­vate Inter­net­seite gesagt wor­den, weil dort oft­mals eine inhaltliche Rel­e­vanz durch ein aus­führlich­es Vorstellen der Haustiere nicht ver­ständlich gerecht­fer­tigt wurde. Das ist das A und O eines jeden, der irgend­wie irgend­was, und wenn es nur er selb­st ist, im Inter­net darstellt: Er muss eine Recht­fer­ti­gung haben und dar­legen kön­nen, für die Rela­vanz der Infor­ma­tion, die er vorstellt. “Grund ist geil”. Eine Let­zt­be­grün­dung habe ich nicht für diese Buch­stabenansamm­lung hier. Ich suche auch nicht unbe­d­ingt eine. Soll­ten Sie den­noch eine suchen, suchen Sie sie bei dem Leser, der in diesen Sätzen etwas find­et, das sein Inter­esse geweckt hat, nicht bei jeman­dem, der Gründe gegen die Rel­e­vanz von Seit­en wie dieser sam­melt.
Jahre­lang habe ich meine Inter­net­seit­en, die auch nicht beansprucht­en, der Welt zu zeigen, wie toll ich bin, in der Sprache HMTL gespe­ichert. Um PHP machte ich einen Bogen. Das änderte sich mit meinem ersten kleinen Blog ein wenig. Den hostete ich bei einem freien Blog-Ser­vice. Allerd­ings waren nach ein paar Monat­en voll­ständig alle Dat­en ver­schwun­den und nicht mehr wieder­auffind­bar. Meine Abnei­gung gegen PHP hat das etwas bestärkt. PHP war für mich unsich­er, im Ausse­hen zu stan­dar­tisiert und nur bei größeren Date­nansamm­lun­gen sin­nvoll. Ich mochte es nicht. Meinen Blog liess ich dann durch blogger.com ver­ar­beit­en. Die Gestal­tung war ein­fach, ich wollte sie möglichst über­sichtlich, eine Such­funk­tion gab es nicht. Deswe­gen zeigte die Start­seite meines Blogs nur die let­zten 10 Ein­träge, ein Archiv, das nicht durch­sucht wer­den kon­nte und eine kleine Wer­bung von blogger.com. Irgend­wann gehörte blogger.com zu Google und irgend­wann später wuchs die Google-Apathie. Spätestens als deren Besitzer meinte, er wolle einem jeden in Zukun­ft detaili­ierte Auskun­ft anhand der über ihn gespe­icherten Google-Dat­en darüber erteilen, was er mor­gen machen sollte, mochte ich Google nicht mehr. Ich deak­tivierte meinen Google-Account, schmiss Google aus mein­er Fire­fox-Suchanzeige und erset­zte in meinem Sprach­wortschatz “googlen” durch “inner Such­mas­chine suchen”. Mein medi­ales Update erweit­erte ich durch Infor­ma­tions­beschaf­fung über den aktuellen Stand der Möglichkein­ten mit PHP, Word­Press und kuli.de und schwupsske­di: Mein neues blog­basiertes Inter­net-make-up ist online. Aber diese Info ist auch schon wieder irgend­wie belan­g­los. Word­Press­blogs gibt es wie Sand am Meer, den großen Umschwung zum Ver­wen­den von PHP gabs vor mehr als 5 Jahren und eine Neuerung habe ich auch nicht erfun­den. Es gibt nur den per­sön­lichen Schritt weg von Google. Der ist wenig­stens für mich bemerkenswert.