Dienstag, den 13. Januar 2009   

tütenliteratur

Letztens habe ich mir bei Eulenspiegel in Bielefeld die Neuübersetzung von Dostojewskijs ‚Verbrechen und Strafe‘ aka ‚Schuld und Sühne‘ geholt. In diesem Buchladen werden Bücher noch in Papiertüten eingeschlagen und auf diesen Tüten ist widerum was zu lesen.

Da man in der Straßenbahn eh manchmal sich glücklich schätzt, irgendwas zu tun zu haben, kramte ich also das eingetütete Buch heraus und las die Kurzgeschichte Normal von Christian Gottschalk, worauf hin ich seinen Blog las. Solche Offlinelinks sind irgendwie ja schon eine ganz putzige Idee. So findet man von Hölzchen auf Stöcksken.


Dienstag, den 13. Januar 2009   

mediale trends 2009

Bei t3n nebenan gibt es eine „Experten“-Umfrage zu den Trends 2009. Was einige der Befragten zu Experten macht, ist gerade angesichts der Antworten doch sehr fraglich. Da kann man auch Schulhofumfragen machen, dort haben auch alle Handy und Computer. Und die sind schließlich noch lange Zielgruppe und Ausgangspunkt von Trends. Aber egal, meine Tipps sind diese da:

1. Twitter wird Mainstream

Die Personen, die intelligent mit dem Medium umzugehen wussten, werden sich zurückziehen und Twitter wird vorrangig ein Chat für Angestellte u.ä. vorrangig während ihrer Arbeitszeit sein, was von den Wie-holen-wir-Profit-aus-diesem-Web20-Ding-Leuten wieder viel zu spät gesehen wird. Der Hype um andere Soziale Netzwerke wird ebenso abflauen.

2. Qualitätsabbau bei den Zeitungen

Zeitungen versuchen mit mehr Popkultur die Lücken zu füllen, die der Qualitätsjournalismus, deren Vertreter weniger zu Wort kommen, hinterlässt, damit Anzeigen weiterhin so gut wie möglich platziert werden können.

3. Qualitätszunahme von Texten im Internet

Irgendwo wird Qualität wieder auftauchen. In Sozialen Netzwerken wohl nicht, da spielt man oder tummelt sich in unübersichtlichen Foren. Vielleicht in Blogs, da WordPress nun wirklich pupi einfach zu bedienen ist und seine Links weit verbreitet. Mögen die Zeitungen noch so spöttisch poltern, im Internet ist Platz für gute Texte, vernachlässigte Themen, und es gibt dafür eine wachsende Anzahl interessierter Zuhörer, die dem Internet diese Form textlicher Verarbeitung zutrauen.