schlimmer als die telekom: die drei 1&1‑elfen

Ich habe das Glück, dass meine Butze so ungele­gen liegt, dass ich zwar DSL bekom­men kann, aber nur gaaaaaaanz wenig. Da ruft mich let­ztens so eine 1&1‑Heidi an und will mir einen Kom­plet­tan­schluss vertick­ern. Naja, sagte ich, bish­er ging das hier gar nicht. Nöööö, nu sei das anders, man hätte andere Leitun­gen als die Telekom, hätte man nun. Aaaaa­ha, nix von mit­gekriegt, aber kön­nte ja was dran sein. Naja, dann. Da freute sich die 1&1‑Heidi und wün­schte noch ein schönes Leben und sowas.
Zwei Wochen später kriege ich Post. Tag Herr H.! Wis­sen se was? Das mit DSL in schnell und so, das geht ja bei ihnen gar nicht. Schüss!
Gut, dachte ich, Sache erledigt. Ja, denkste. Die bei 1&1 denken ja gar nicht daran, damit auch den Ver­trag zurück­zunehmen. Jeden­falls bucht­en mir die heute 35 Ock­en extra ab. Ich ruf bei 1&1 an, hab ich sonne 1&1‑Uschi anner Strippe. “Tach, ich hab ne 35-Ock­en-Abbuchung von euch. Wieso?” — “Ja, da muss ich mal nach­schauen. Wird aber schwierig, bei uns haben heute alle Rech­n­er einen Knall.” Hört man gerne. “Hmm, ich sehe da keine 35€-Rechnung von uns an sie.” Hase, hol’ mir doch mal deinen Papa ans Tele­fon. “Aber ich gebe ihnen mal eine andere Tele­fon­num­mer, die wis­sen da vielle­icht mehr.” Vielle­icht, wie schön.
Ich rufe also die Num­mer an und eine elek­tro­n­is­che 1&1‑Barbie sagt: “Hal­löchen. Dieser Anruf kostet 1,79€ in der Minute.” Aufgelegt. Mail geschrieben.
Sowas nen­nt man dann wohl Ser­vicewüste Deutsch­land. Liebe 1&1er, wenn ihr das nicht fix und eigen­ständig hin­bekommt, war’s das mit euch.

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sascha brohms musikquiz

Endlich habe ich die Lösung für Sascha Brohms Musikrät­sel. Gesucht wurde die Band eines Lieds inkl. “Du bist in Ord­nung und Ord­nung gibt uns Halt” und “Weltauf­s­tands-”. Da gibt’s ja nicht so viel. Das wird bes­timmt “Ready for the vic­to­ry sein, weil “hero for you and me”(du bist okay, ich bin okay), “from italy to germany”(Welt), “pole posi­tion team”(Ordnung). Und ein “Vic­to­ry” von Ital­ien bis zur USA ist doch wohl ne Wel­trev­o­lu­tion. Noch Fragen?

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das faz-stöckchen “bücher, cds & dvds des jahres”

1. Der Roman
Monique Schwit­ter — Ohren haben keine Lider
Ganz am Ende des Jahres läuft mir doch noch ein sehr gutes Buch über den Weg. Meine Tante erzählte mir von ein­er Lit­er­atursendung, in der Schwit­ter für den Lesetipp eines fast vergesse­nen Buch­es sehr gelobt wurde. Da habe ich mich für die Frau inter­essiert, kurzum ihre bei­den let­zten Büch­er gekauft und das Erstank­om­mende sofort gele­sen. Ein schön schräger, sprach­lich her­vor­ra­gen­der Roman über eine kranke Welt. Was will man mehr?

2. Das Sachbuch
Thomas Pogge — Weltar­mut und Menschenrechte
Ende let­zten Jahres habe ich dieses Buch im englis­chen Orig­i­nal gekauft und während dieses Jahres immer wieder gele­sen. Ich mag Pogges pos­i­tive Hal­tung gegenüber der Welt trotz der Prob­lematik der Armut der Ärm­sten dieser Welt. Daneben überzeugt Pogge mit sein­er These, diesen Men­schen zu helfen. Hof­fentlich geht das The­ma zu Zeit­en der Finanzkrise nicht unter.

3. Der Bildband
Passe.

4. Die CD des Jahres
Scout­ing for girls — Scout­ing for girls
Brit­pop der Marke Mad­ness, der nicht ein­mal abge­s­tanden klingt, son­dern frech und frisch daher kommt. Ich habe das Album mit Spaß gehört und höre es immer noch. Inklu­sive des besten James-Bond-Songs, der nicht für einen James-Bond-Film geschrieben wurde.

5. Die CD des Moments
Duffy — Rockferry
Was langsames für die lan­gen Abende: Duffys “Rock­fer­ry” finde ich immer­hin ein ziem­lich gutes, orches­tral unter­stütztes Album, dass sehr viel­seit­ige Stücke bietet und als Ganzes nicht lang­weilig wird. Man kann die CD im Hin­ter­grund laufen lassen oder sich jedem einzel­nen Stück wid­men. Mir kam immer der Gedanke, dass jedes Lied als Film­musik taugt. Ich glaube, dies ist eine CD, die ich noch in ein paar Jahren gerne auflege.

6. Die beste DVD
Vorne ist ver­dammt weit weg
Erwin Pelzig alias Franz-Markus Bar­wass­er überzeugt als Filmheld. Das ist meine per­sön­liche Über­raschung gewe­sen. Den Film habe ich nicht im Kino gese­hen, mir dafür die DVD gegön­nt. Ich glaube nicht, dass da die Kino-Atmo­sphäre fehlt. Der Film ist vielle­icht nicht der ganz große Hit, aber eine erstaunlich gute deutsche Komödie mit kanti­gen Charak­teren. Habe dabei sehr gelacht, die DVD werde ich noch öfters anschauen.

03. Dezember 2008 · Kurz-URL · notizen Kommentare deaktiviert für das faz-stöckchen “bücher, cds & dvds des jahres”
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wen immer es angeht

Heute bin ich erneut joggen gewe­sen. Ich habe mir von einem Fre­und eine 12-km-Strecke empfehlen lassen. Und diese Strecke hat mich seit dem Som­mer in der Tat so oft joggen lassen, dass ich 10 KG abgenom­men habe. Von diesem Erfolg beflügelt, nehme ich mir diese Strecke gerne am Woch­enende in Angriff.
Heute eben­so, schließlich war strahlen­der Son­nen­schein. Und diese Jog­gingstreck­en sind ein­er­seits dur­chaus beflügel­nd, weil sie enorm die Durch­blu­tung anre­gen, man also kör­per­liche Fit­ness erlangt. Ander­er­seits kann man sich anderthalb Stun­den in der Sonne aufhal­ten, wie heute, was nicht zu unter­schätzen ist. Ein leichter Entschluss heute, sich zu bewe­gen, auch für Bewe­gungsmuf­fel wie mich.
Nach etwa 20 Minuten des Rum­ren­nens kommt mir heute allerd­ings eine ältere Dame in ihren 70ern ent­ge­gen. Nach dem ich ger­ade an ihr vor­beige­laufen bin, sagt sie: “Sagen Sie…”. Ich halte an und drehe mich um. “Ist das eigentlich gesund, was Sie da machen?” Wir reden kurz darüber, dass ich auch der Mei­n­ung bin, dass das Rumgerenne auf Asphalt nicht so abso­lut gut für Kniege­lenke und Hüfte ist. Ihre Schwägerin würde auch joggen, Sie selb­st hinge­gen eher nordic walken.
Danach kommt Sie aber erst auf den Grund zu sprechen, weswe­gen Sie ger­ade hier spatziert, und worüber Sie eigentlich ger­ade reden möchte. Ihr Prob­lem ist ihr Mann. Bess­er gesagt, das Prob­lem ist sein Gesund­heit­szu­s­tand und Sie nutzt Spatzier­gang an dem Bach, an dem ich eben­so zur Entspan­nung ent­lang laufe, um runter zu kom­men. Ihr Mann hat ger­ade einen Schla­gan­fall hin­ter sich und die Ärzte wollen ihr mor­gen mit­teilen, ob er noch nach Hause soll oder nicht. Daneben, als ob das nicht schlimm genug sei, hat er auch noch Alzheimer. Wenn Sie einkaufen geht, darf Sie ihrem Mann dieses 5x in immer gle­ichen Worten erk­lären, ohne die Gewis­sheit zu haben, dass diese Info jemals ankommt.
Ich bin dur­chaus beein­druckt gewe­sen, wie sach­lich präzise Sie mir das dar­legt, auch wenn ich nur ein Wild­fremder beim Joggen bin. Ihre Sorge ist derzeit, wie Sie eine eventuelle Pflege ihres Mannes bezahlen soll. Das würde 230 € im Monat kosten, soviel habe Sie nicht, und Sie würde sich schon haupt­säch­lich um ihren Mann küm­mern. Sie habe zwar 4 Kinder, aber, das würde Sie schon ver­ste­hen, “die haben ja schon ihre eige­nen Fam­i­lien”. Solange Sie ihr eigenes Haus habe, würde man annehmen, dass Sie das verkaufe. “Da spart man sein Leben lang auf das Haus, und dann nehmen Sie einem das Haus am Ende des Lebens weg”, sagte Sie.
“Aber”, sagte Sie schließlich, “jet­zt erzäh­le ich Ihnen etwas, das Sie gar nicht inter­essiert, und halte Sie nur vom Laufen ab.”
“Ach, nein”, wehre ich ab, “sowas geht uns doch alle an.”
“Ja”, sagte sie, hob ihren Blick vom Asphalt und schaute mir aufgeweckt in die Augen, “ja, eigentlich haben Sie da recht. Ich wün­sche Ihnen noch ein schönes Weihnachtsfest.”
“Ihnen auch!”

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seit heute erhältlich: mein buch

Das Buch ist endlich zu haben. Vor­erst online nur direkt beim Ver­leger, aber bald schon bei Ama­zon, buecher.de und wie sie alle heißen.

Worum geht’s in dem Buch?

Dinge, die man nicht wis­sen wollte, tauchen meist dann in ein­er Unter­hal­tung auf, wenn jemand weit­erquatschen möchte, obwohl ger­ade keine inter­es­san­ten Infor­ma­tio­nen zur Hand sind. Oder wenn es dem­jeni­gen ein Bedürf­nis ist, jene loszuw­er­den. Oder wenn der­jenige nicht weiß, dass er für sein Gegenüber ger­ade Gren­zen überschreitet.

Sowas passiert alle Tage. Alle Tage knirschen Men­schen mit den Zäh­nen, ver­drehen ihre Augen und kratzen sich am Hin­terkopf, weil Gesprächspart­ner in ihnen Bilder aus­lösen, die man nicht sehen wollte, die aber unweiger­lich vor dem geisti­gen Auge auftauchen.

Wie man sich dage­gen wehrt, scheint ein Feld zu sein, das noch kaum beack­ert wurde. Meist schweigt man, lässt seinen Blick ins Off schweifen, täuscht einen Ter­min vor oder startet spon­tan einen Hustanfall.

Dieses Buch ist eine Reak­tion auf der­ar­tige Dinge. Und neben­bei erk­lärt es die Fasz­i­na­tion von Twit­ter. Wenn Sie es also leid sind, Twit­ter immer selb­st zu erk­lären, dies wäre eine Hilfsmittel ;-).
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Carsten Herken­hoff — Too much infor­ma­tion — Neues aus Twitter
ISBN 978–1‑4092–4851‑4
€ 9,90

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alina bronsky — scherbenpark

Es ist schon einiges geschrieben wor­den über das Debüt der unter Pseu­do­nym schreiben­den Ali­na Bron­sky. Ich halte mich kurz. Es ist mehr als ver­wun­der­lich, dass Tilman Ramm­st­edt den Bach­man­npreis bekom­men hat und nicht sie. Es ist mehr als ver­wun­der­lich, dass auf der deutschen Best­sellerliste derzeit andere Büch­er vor diesem hier ste­hen. Es ist das best­geschrieben­ste, ein­fall­sre­ich­ste, tre­f­fen­ste und humor­voll­ste in deutsch­er Sprache geschriebene Buch der let­zten Jahre, das mir in den Sinn kommt. LESEN! Keine Empfehlung, ein Aufruf!

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mein feed-me-shirt ist da

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