neujahrsansprache 2009

Fro­hes neues Jahr liebe Inter­netlieb­haber, wasim­mer ihr ger­ade macht,

ich will natür­lich nicht die Gele­gen­heit vor­bei stre­ichen lassen, von meinem Log­buch aus schöne Grüße durch die dig­i­tale Welt zu ver­schick­en. Hof­fentlich habt ihr einen schö­nen Abend gehabt, egal, ob ihr auf der weltallerbesten Par­ty ward oder euch ärg­ert, dass ihr nicht auf eine dieser weltallerbesten Par­ties ein­ge­laden zu sein. Das ist wirk­lich egal. Auf euerem Ster­be­bett werdet ihr nicht sagen “Ja, das mit dem Krebs, die let­zten 2 Jahre, das war schon doof, aber noch viel blöder war das Sil­vester 2008.”

In 12 Monat­en ist das erste Jahrzehnt des zweit­en Jahrtausends auch schon wieder vor­bei. Ich seh schon die Rück­blicksver­renkun­gen allüber­all. Außer­dem wird es wohl das Jahr der schlecht­en Nachricht­en. Sofern sich das “nur” auf Wirtschaftlich­es bezieht, sollte man das durch­ste­hen kön­nen. Also freuen wir uns mal über jeden guten Tag des Jahres. Ich wün­sche euch das, was ihr mir wün­scht. Bis bald in diesem Theater!

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schmittis sneak preview! no. 50

Nach­dem ich bei den Blog­boys 2 Ein­trittskarten für SCHMIT­TIs Snwak Pre­view gewon­nen habe, bek­aben wir uns tat­säch­lich mit 3 Mann heute Abend ins Cin­e­maxx. Also an dieser Stelle vie­len her­zlichen Dank an die Blog­boys!

Für die, die SCHMIT­TIs Sneak Pre­view nicht ken­nen, hier in Kürze: Es ist eine Pre­view mit ein­er Art Stand-up von SCHMITTI. Und das ist dur­chaus gut. Hin und wieder etwas am guten Geschmack vor­bei, dabei zeigte er aber auch deut­lich, wie man aus ein­er Num­mer, die Gefahr läuft, lasch zu sein (wie z.B. Unter­hal­tung in Biele­feld), gute Unter­hal­tung macht. Ich wieder­hole jet­zt mal nicht irgendwelche Witze, ich sage nur: Die Stim­mung war all­seits wirk­lich gut.

Der Haupt­film allerd­ings drück­te die Stim­mung etwas. Nicht völ­lig, aber schon so etwas. Es wurde “Glaubens­frage” gezeigt mit Phli­ip Sey­mour Hoff­man und Meryl Streep. Ein wenig über­rascht bin ich, dass der Film in der amerikanis­chen Presse teil­weise hoch gelobt wird. Das scheint mir nur mit der unter­schiedlichen Auf­fas­sung des Haupt­the­mas zu tun zu haben. Hof­man und Streep spie­len natür­lich gut, Streep vielle­icht etwas zu harsch. Amy Adams ist süß, aber zeigt keine son­der­lich umw­er­fende Leis­tung. Aber an den Schaus­piel­ern liegt’s nicht.

Vielmehr am Haupt­the­ma, dem des moralis­chen Zweifels. Zweifel lautet auch die bessere Über­set­zung des Filmti­tels Doubt, was aus unerfind­lichen Grün­den zu Glaubens­frage mutierte, auch wenn das The­ma der ersten Predigt so wie der let­zten Worte der Haup­tor­denss­chwest­er eben Zweifel war. Der einzig weit­ere größere Gedanke taucht in der Predigt auf, in der der Pfar­rer meint, Zweifel könne eben­so wie Hoff­nung ein unter­stützen­des Lebensleit­mo­tiv sein. Das The­ma “moralis­che Gewis­sheit”, ein dur­chaus schw­eres The­ma, kam jeden­falls beim Biele­felder Pub­likum gar nicht an. So stark war der Film auch nicht. Der han­delte ja größten Teils von Vorurteilen. Das eine der­ar­tige The­matik in ein­er großen Dichte im The­ater aufge­führt wer­den kann, scheint mir ein­leuch­t­end. In diesen Film ging sie lei­der nicht ein. Und somit fehlt dem Film sein Hauptgegenstand.

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meine top 10 tweets des jahres 2008

Hier sind meine Top10-Tweets des ver­gan­genen Jahres, also nicht meine eige­nen, son­dern die, die ich zu den besten 10 zählen würde, ohne dies weit­er einzuteilen:

ellapro­pel­la Schon­mal jeman­dem aufge­fall­en, dass der junge Jack Nichol­son aussieht wie eine Mis­chung aus Ingo Appelt und Robert Wag­n­er? 2:21 PM Dec 28th, 2008 from Twit­ter­Fon Das stimmt. Verf*** Schei***, das stimmt!

_lena_ ich füh­le mich wie eine mücke im nud­is­ten­camp: ich weiß was zu tun ist, aber nicht wo ich anfan­gen soll. 3:38 PM Nov 6th, 2008 from web

fedge Bet­ter to have been unfol­lowed than to have nev­er been fol­lowed at all. 7:15 AM Oct 15th, 2008 from web

Makkus gucke aus dem fen­ster und über­lege welche jahreszeit ist — ist Biele­feld eine Jahreszeit? 8:54 AM Aug 25th, 2008 from TwitterFox

kcpr Ich freue mich schon darauf, wenn Pho­to­shop die Datei endlich fer­tigge­spe­ichert hat. Kann ich mal meine Enkelkinder ken­nen­ler­nen. 11:10 PM Jul 31st, 2008 from web

e_Leni [1 Minute nach dem EM-Final-Bil­daus­fall] sor­ry, bin über das kabel gestolpert. steck­er ist jet­zt aber wieder drin. 10:10 PM Jun 25th, 2008 from twhirl

little_james In der Hal­bzeit von Bethel nach Hause gefahren. War wie bei 24 Days later…=D 10:15 PM Jun 19th, 2008 from web

karens_bakery nach einem EM-Spiel ich lass mich jet­zt in den schlaf hupen 12:02 AM Jun 16th, 2008 from web

six­tus
Boule­vard-Blatt mit Gene­tiv. Express titelt: “Bären bis­sen des Zirkus­di­rek­tors Sohn”. 8:44 PM Jun 7th, 2008 from txt

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10 jahre quer

Mein Fernse­htipp für heute abend ist quer auf Bayern3 mit Christoph Süß, einem der besten Poli­tik-Kul­tur-Mag­a­zine, die derzeit im deutschen Fernse­hen zu kriegen ist. Heute Abend gibt es zum 10jährigen ein kleines Best-of, sei’s ihnen gegön­nt. Auf die näch­sten 10!

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von handlungen, läden und discountern

Es wird mein­er Mei­n­ung nach Zeit, Geschäften, in denen Büch­er ver­trieben wer­den, bessere Beze­ich­nun­gen zu geben. Das habe ich mir in den let­zten Tagen gedacht, als ich durch diverse Buch­hand­lun­gen in West­falen und Nieder­sach­sen schlen­derte. Es gibt da mit­tler­weile solch großen Unter­schiede, dass man nicht mehr jedes Büch­er vertreibende Geschäft Buch­laden nen­nen sollte. Natür­lich darf man die Dinger nen­nen, wie man will. Mir fall­en die nahezu all­ge­me­ingülti­gen Unter­schiede aber immer mehr ins Auge.
Da gibt es zum einen den stin­knor­malen Buch­laden. Die kön­nen je nach Geschmack bess­er oder schlechter sein. Buch­lä­den haben eher zurück­hal­tende, schlur­fende Angestellte, die, wenn über­haupt, leise Kun­den fra­gen, ob man ihnen helfen kann. Das ist die Stan­dard­frage von jeher. Ich habe von jeman­dem, der mal auf ein­er Buch­händler­schule gewe­sen ist, erfahren, dass mitler­weile gelehrt würde, nicht immer diese Stan­dard­frage zu stellen, da man damit nicht weit komme. Ich für meinen Teil schaue immer schnell auf die Buchrück­en an den Wän­den, da ich oft nicht glaube, dass mir geholfen wer­den kann. In Buch­lä­den find­et man eine kleine Kinderecke, eine Postkarte­necke, eine gebunde-Büch­er-Ecke und viele, viele Taschen­büch­er. Zudem Fäch­er für bestellte Büch­er. Eulen­spiegel in Biele­feld ist z.b. solche ein Laden. Trau­rig genug in Biele­feld ist der Umstand, dass Eulen­spiegel der einzig verbliebene Buch­laden in der Innen­stadt ist. In mein­er Heimat­stadt Ibben­büren bspw. gibt es neben dem Thalia vier weit­ere Buchläden.
Bücherdis­counter sind solche Geschäfte wie Hugen­dubel im Süden oder Thalia im Nor­den. See­len­lose Massen­be­triebe. Na gut, vielle­icht laufen da einige Verkäufer rum, die etwas von ihrem Anstel­lungs­ge­bi­et ver­ste­hen, ich habe noch keinen getrof­fen. Bücherdis­counter ver­suchen auf Teufel komm raus, irgen­deinen Schund zu vertick­en. Was da vertickt wird, ist denen einiger­maßen egal. Aber lieber einen dick­en Liebess­chmök­er unter­ster Kanone als irgen­dein Gedichts­band. Sollte die Buch­preis­bindung eines Tages in Deutsch­land fall­en, wird der neg­a­tive Ein­fluß der Dis­counter noch stärk­er als er sowieso schon ist. D.h. Büch­er mit bes­timmten Inhal­ten befördern und Preise drück­en. Mit­tler­weile erwarte ich bei Gän­gen zu Thalia schon gar nicht mehr, dass ich auf ein inter­es­santes Buch stoße. In Biele­feld geißeln gle­ich zwei dicke Thalia-Panz­er in der Innen­stadt die Leser. In bei­den kann man Kaf­fee trinken und Büch­er anschauen, die massen­weise irgend­wo gestapelt wer­den. Büch­er bestellen ist bei denen nicht so ange­sagt. Man wird in anderen Buchgeschäften wesentlich eher darauf hingewiesen, dass das gesuchte Buch bestellt wer­den kön­nte. Sowas ist bei den Dis­coun­tern eigentlich nicht vorge­se­hen. Wenn man sich etwas mit der Auswahl der Geschäfte beschäftigt, merkt man schnell, wie beschränkt sie ist. Man find­et meist nur Sachen, die eh schon irgend­wie erfol­gre­ich sind, keine Geheimtipps, keine Sel­tenheit­en, nur Massen­tauglich­es. Mit­tler­weile vertickt man in Biele­feld schon Bil­lig-DVDs im Ein­gangs­bere­ich gle­ich neben den Rester­am­p­en, die über­teuerte Laden­hüter bere­i­thal­ten. Ander­er­seits weiß man auch immer, dass man zum kurzen Aufwär­men und Spatzierenge­hen dur­chaus mal in einem dieser Panz­er ver­schwinden kann: Es ist immer mol­lig warm darin.
Nur noch sel­ten anzutr­e­f­fen sind die klas­sis­chen Buch­hand­lun­gen. Ich würde Wen­ner in Osnabrück, ein Fam­i­lienun­ternehmen, klar­er Weise dazu rech­nen. Dort wird man nicht von irgendwem auf irgen­dein Buch gedrängt, dass vertickt wer­den soll, son­dern bei Wün­schen wird aus der Gesamtheit ver­füg­bar­er Büch­ern zurück­ge­grif­f­en. Natür­lich erstreckt sich das Fach­wis­sen der dor­ti­gen Verkäufer nicht auf alles, aber was Bel­letris­tik ange­ht, ist man dort fit. Bil­lige englis­che Büch­er find­et man eher bei Ama­zon, da kann in vie­len Fällen kein deutsches Geschäft mithal­ten. Aber ger­ade am Woch­enende inter­essierte ich mich für einen Klas­sik­er, der in ein­er neuen Über­set­zung erschienen ist. Bei Wen­ner kon­nte mir gesagt wer­den, was von der Unter­schiedlichkeit der Über­set­zung zu hal­ten ist, und welche Aus­gabe daher empfehlenswert ist. Die Aus­gabe, die ich schließlich kaufe, und mit der ich sehr zufrieden bin, war in den anderen Geschäften gar nicht erhältlich.

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schierloh am abend

Meine Kam­era schafft es ja doch, am Abend noch ganz brauch­bare Fotos zu schießen. Der Mond war etwas schwammig, mal schauen, ob ich das noch bei anderen Auf­nah­men in den Griff kriege. Im Hin­ter­grund ist das Kohlekraftwerk Ibben­büren zu sehen.

Schierloh am Abend

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alles neu macht der januar

Als ich gestern erneut darauf hingewiesen wurde, dass man Texte auf diesem Blog wegen des Hin­ter­grunds nur beschw­er­lich lesen kön­nte, war’s mir genug, und ich habe das Theme doch noch gewech­selt. Naja, richtig zufrieden bin ich immer noch nicht, das geht aber wohl anderen Wor­p­dress-Anwen­dern oft­mals eben­so. Es wird wohl nicht das let­zte Theme sein, das ich hier aus­pro­biere, mal schauen, wie lange es sich hält.

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eisspiel bei schlag den raab

Eigentlich ist es, soweit ich weiß, doch immer ein Geheim­nis, was für Spiele bei Schlag den Raab gespielt wer­den. Jet­zt ist aber schon mal raus, dass bei der kom­menden Sendung irgen­det­was auf ein­er Eis­bahn gemacht wird, und die möglichen Kan­di­dat­en kön­nen sich schon mal im Eiss­chlit­tern üben. Die Eis­mas­chine, die zwei Monate lang in mein­er Heimat­stadt Ibben­büren die Eis­fläche hergestellt hat, wird nach Köln beordert, was der ansäs­si­gen Zeitung ein Artikel wert ist. Wie sagte schon Karl Kraus: “Kleine Sta­tio­nen sind stolz darauf, dass Schnel­lzüge an ihnen vor­beifahren müssen.”

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mediale trends 2009

Bei t3n nebe­nan gibt es eine “Experten”-Umfrage zu den Trends 2009. Was einige der Befragten zu Experten macht, ist ger­ade angesichts der Antworten doch sehr fraglich. Da kann man auch Schul­ho­fum­fra­gen machen, dort haben auch alle Handy und Com­put­er. Und die sind schließlich noch lange Ziel­gruppe und Aus­gangspunkt von Trends. Aber egal, meine Tipps sind diese da:

1. Twit­ter wird Mainstream

Die Per­so­n­en, die intel­li­gent mit dem Medi­um umzuge­hen wussten, wer­den sich zurückziehen und Twit­ter wird vor­rangig ein Chat für Angestellte u.ä. vor­rangig während ihrer Arbeit­szeit sein, was von den Wie-holen-wir-Prof­it-aus-diesem-Web20-Ding-Leuten wieder viel zu spät gese­hen wird. Der Hype um andere Soziale Net­zw­erke wird eben­so abflauen.

2. Qual­itätsab­bau bei den Zeitungen

Zeitun­gen ver­suchen mit mehr Pop­kul­tur die Lück­en zu füllen, die der Qual­ität­sjour­nal­is­mus, deren Vertreter weniger zu Wort kom­men, hin­ter­lässt, damit Anzeigen weit­er­hin so gut wie möglich platziert wer­den können.

3. Qual­ität­szu­nahme von Tex­ten im Internet

Irgend­wo wird Qual­ität wieder auf­tauchen. In Sozialen Net­zw­erken wohl nicht, da spielt man oder tum­melt sich in unüber­sichtlichen Foren. Vielle­icht in Blogs, da Word­Press nun wirk­lich pupi ein­fach zu bedi­enen ist und seine Links weit ver­bre­it­et. Mögen die Zeitun­gen noch so spöt­tisch poltern, im Inter­net ist Platz für gute Texte, ver­nach­läs­sigte The­men, und es gibt dafür eine wach­sende Anzahl inter­essiert­er Zuhör­er, die dem Inter­net diese Form textlich­er Ver­ar­beitung zutrauen.

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