blogfriedenspreis 2026

Sehr geehrte Damen und Her­ren, liebe Leserin­nen und Leser, geschätzte Kom­men­tarschreiber und stille Beobachter,

das Blogfrieden­spreiskomit­tee hat getagt und ich kann stolz verkün­den, dass ich mir selb­st in diesem Jahr den Blogfrieden­spreis ver­liehen habe.

Und ja, manche mögen fra­gen: „Darf man sich einen Preis selb­st ver­lei­hen?“ Die Antwort lautet: Natür­lich. Vor allem dann, wenn es son­st nie­mand tut und der Frieden auf dem Spiel ste­ht.

Denn eines ste­ht unum­stößlich fest: Von hier aus ist noch nie ein Krieg aus­ge­gan­gen. Keine Glaubenss­pal­tung, kein Browserkrieg, kein Flame­war epis­chen Aus­maßes. Nicht ein­mal ein hand­fester Stre­it um Tabs vs. Spaces.

Stattdessen: Worte. Gedanken. Ironie. Manch­mal Kaf­fee. Und immer wieder der leise, aber bes­timmte Wille, die Welt nicht schlim­mer zu machen.

Während ander­swo Mei­n­un­gen aufeinan­der­prallen wie schlecht gesicherte Con­tain­er im Sturm, bleibt caasn stand­haft: Kein Aufruf zur Eskala­tion, keine feindlichen Über­nah­men fremder Kom­men­tarspal­ten, kein aggres­sives „Ich hab recht, du hast Inter­net“.

Und deshalb sage ich heute mit feier­lichem Ernst: Wenn Frieden dort begin­nt, wo man nicht loss­chießt – dann ist caasn ein ent­mil­i­tarisiertes Blog.

Der Blog-Friedens-Preis würdigt damit nicht spek­takuläre Helden­tat­en, son­dern das kon­se­quente Unter­lassen von Unsinn, das behar­rliche Nicht-Anzetteln von Kon­flik­ten und die bemerkenswerte Fähigkeit, Gedanken zu veröf­fentlichen, ohne gle­ich jeman­den in Brand zu set­zen.

Möge von caasn auch in Zukun­ft kein Krieg aus­ge­hen. Möge der Serv­er ruhig laufen, die Kom­mentare ziv­il bleiben und die größte Explo­sion weit­er­hin ein beson­ders gelun­gener Gedanke sein.

Her­zlichen Glück­wun­sch, caasn. Du hast dir diesen Preis redlich selb­st ver­liehen. (Hier­mit ist jed­er ange­hal­ten, sich selb­st auch den Preis zu ver­lei­hen.)

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Wir hat­ten let­ztens den Spül­maschi­nen­fritzen im Haus, da die Spül­mas­chine nicht mehr heißes Wass­er pro­duzierte. Nach der Reper­atur wollte er die Mas­chine mit einem Tab ein­mal durch­laufen lassen. Ich gab ihm eins und er knibbelte die Außen­folie ab. Ich meinte, die könne er dran lassen laut Her­steller­hin­weis. Er meinte, ja, aber das mache er immer. Und seit­dem denke ich: Weiß der was, was ich nicht weiß? Der weiß doch was!

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kochroboterrezepte

Den vielle­icht schön­sten Satz der aktuellen Only mur­ders in the build­ing hat Christoph Waltz:

Ist es nicht inter­es­sant: Nie­mand von uns wird geschriebene Rezepte hin­ter­lassen. Kün­ftige Gen­er­a­tio­nen wer­den nur noch Book­marks in Kochro­bot­ern haben.

Ich würde zumin­d­est meinen, das viele nicht mehr die Fähigkeit erwer­ben, Geschmack in Speisen so her­auszuar­beit­en, wie sie ihn wirk­lich wollen und Dinge halt nur noch zusam­men­pan­schen.

Dage­gen ist manch­mal auch nichts einzuwen­den, wie dieses schnell erledigte Rezept für einen Apfelkuchen zeigt, das ich aus der Daten­bank ein­er Kochmas­chine in ein Kochblog geschrieben habe. Geht auch.

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Tre­ffe den Ex-Chef am Dien­stag an der Super­mark­tkasse:

Du musst diese Man­deln mit Honig mal pro­bieren. Echt geil, ich inhaliere die abends. Schmeckt fast wie auf Kirmes!”

Draußen quatschen wir noch ein­mal den Abend ein wenig weg, ver­ab­schieden uns, ich hadere, gehe dann nochmal wegen den Man­deln in den Super­markt, schmeck­en wie auf Kirmes, he?

Suche bei in der einen Man­d­elecke: nix, suche bei den Knab­ber­sachen: nur die teueren von Ült­je. Kein Verkäufer in Sicht. Gnaaa! Schaue dann ein­fach ger­ade aus und sehe den Korb mit den karamelisierten Honig­man­deln irgend­wo im Nir­gend­wo. Nach zwanzig Minuten. Immer­hin.

Komme zur Kasse, brüllt die Verkäuferin:

WO HABEN SIE GEFUNDEN? Ich suche eben hier: nix, suche da: nix. NIX GEFUNDEN! Habe nicht so viel Zeit an Kasse. Wollte pro­bieren! Er hat gesagt: „Schmeckt wie auf Kirmes!“

Bess­er als Super­mark­tra­diower­bung.

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