Mittwoch, den 7. September 2016   

nele pollatschek — das unglück anderer leute

Die Autor­in erzählt schein­bar nahe an ihrer eige­nen Biogra­phie die Fam­i­liengeschichte von Thene, die von soziopathis­ch wirk­enden Eltern großge­zo­gen wird, in Oxford studiert, als plöt­zlich ihre Mut­ter stirbt — was der Anfang allen Unheils ist. Das Buch hat im zick­i­gen Ver­hält­nis zwis­chen Tochter und Mut­ter seine Stärken und die Schwächen dar­in, dass außer der Haupt­fig­ur kein Inter­esse für andere Fig­uren beste­ht. Auch der Umstand, dass die Geschichte ohne Witz erzählt wird, wobei sie im Fol­gen­den real­is­tis­che Sphären ver­lässt, lässt Langeweile aufkom­men.

Die Geschichte ist nah an Ingrid Noll, Anli­na Bron­sky und Ildikó von Kürthy, ver­passt aber, ein gutes Buch zu wer­den, weil es Wen­dun­gen Charak­teren vorzieht.


Dienstag, den 6. September 2016   

Vor ein paar Wochen habe ich ange­mosert, dass so viele Leute, die früher brav und fleißig geblog­gt haben, dies nicht mehr tun. Ich schreibe zwar noch ordentlich ins Inter­net, aber auf meinem pri­vaten Blog hier ist es doch sehr still gewor­den. Das hat etwas damit zu tun, dass ich Lokalkram in das Lokalblog und Pop­kul­turkram in das Über­flüs­sigkeits­blog platziere. Und sicher auch mit dem gewis­sen Unbe­ha­gen, Per­sön­lich­es zu veröf­fentlichen. Wer weiß, wer mitli­est, wer weiß, wer das wann wie wo gegen einen ver­wen­den will. Ein böser Gedanke. Ein feiger Gedanke. 

Aber ein Gedanke, der nach vorne drängt, wenn man Online Ärg­er hat. Kri­tik im früher mal so genan­nten Web 2.0 ist anders als die Kri­tik im Inter­net von früher war: Sie ist oft­mals plump, oft­mals auf kindis­chem Niveu polemis­ch und meist nicht erhel­lend.

Das hat auch damit zu tun, dass man zu viel auf Face­book postet, was dann dort nur snapchatar­tig ver­sick­ert. Face­book will die per­sön­lichen Inhal­te, auch Geschicht­en, aber will sie nur in aktuell. Sie sol­len schnell weg.

Und so kom­men viele Dinge nicht hier­her. Das hat sich zu ändern.


Dienstag, den 21. Juni 2016   

fausti — das arme mädchen von seite 1


Dienstag, den 14. Juni 2016   

olga garcia — klaus, komm’ nach haus


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