friseurokkupation

Alle Jubel­jahre geht unsere­ins ja zum Friseur. Etwas was ich gerne schiebe. Meine Lock­en ges­tat­ten mir ab und an etwas wildere Haare als wenn ich glattes Haar hätte, da wäre ich wohl öfter beim Haarschnei­der. Naja, vielle­icht ist es oft auch zu wild.

Am let­zten Mittwoch war es wieder so weit und aus Bequem­lichkeit wäh­le ich ja gerne den näch­st­gele­gen­sten Friseur, bei dem man auch noch recht schnell an der Rei­he ist. Aber auch das hat dann seinen Preis. Die Friesure seien von den Poli­tik­ern vergessen wor­den. Als säßen die nicht mal beim Friseur und wür­den sich sowas anhören dür­fen. Es gäbe seit den ersten Lockerun­gen für Friseure keine weit­eren. Über­haupt seien ja nicht so viele in Deutsch­land an Coro­na infiziert, da solle man doch die Wirtschaft nicht so nie­der­ma­chen. Und der Dorsten, der sei ja ein Spin­ner, wieso dem immer alle glaubten, der wäre für ihn gestor­ben.

So ein Gespräch drückt auch wieder. Da steigt ja jet­zt auch kein ern­stzunehmender Geist in die Auseinan­der­set­zung ein. Vor Coro­na war die Schlage bei ihm max­i­mal drei Leute lang, jet­zt dür­fen nur zwei in den Salon. Klingt jet­zt auch nicht nach Über­leben­skampf, aber was weiss ich schon. Ihm sagen, dass der Wis­senschaftler gar nicht so heißt? Ihn fra­gen, wie lange er sich so mit Inhal­ten auseinan­der­set­zt, bevor er wertet? Was ihn über­haupt zum Gelehrten­belehrer zum Haarschnei­der hat wer­den lassen? Welche Partei ihm gefällt?

Nein, man steigt ein­fach nicht in jedes Wass­er und über­legt sich, ob der Salon in der eige­nen Straße nicht unter­stützenswert­er ist.

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schriftartenfriemeln

Auch selt­sam. Ich erin­nere mich noch, etwas länger nach Ser­ifen­schrif­tarten gesucht, gesichtet, viele ver­wor­fen zu haben und dann bin ich bei ein­er hän­gen geblieben, die etwas ver­schmiert war, was mir als Kennze­ichen eigentlich ganz gut in den Kram kam.

Jet­zt reizte es mich etwas, es dem Flusskiesel gle­ich zu tun, und mir eine mech­a­nis­che Schreib­mas­chine zu beschaf­fen, doch ach, was haben die denn jew­eils für Schrif­tarten? Ich suchte, meinte, mich mit ein­er nicht unge­mein geliebten abfind­en zu müssen, bedachte, dass eine Schreib­mas­chine nach erstem Nutzen doch wohl nur rum­stünde und stieß dann auf eine Schrif­tart, die mir gefiel.

Mein Blick blieb bei den Schirf­tarten hän­gen, irgend­wie war die bis­lang ver­wen­dete in ihrer Schmierigeit ver­glichen mit ein­er sauberen Schirf­tart schlechter les­bar vorkam. Die mir Gefal­l­ene set­zt aber in der base64-umge­wan­del­ten Ver­sion keine deutschen Anführungsze­ichen. Tja. King ist eine schöne Schrif­tart, aber meine Schrif­tumwan­del­seite meint, sie sei kaputt.

Dann eben jet­zt cutive. Die erin­nert mich etwas an die Schrif­tart der Stuttgarter Zeitung, die mir auch wieder­holt als schön les­bar aufge­fall­en ist.

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