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Ich bin ja mit mir selb­st noch nicht so einig, ob das hier einem Blog entsprechen soll oder obs ein­fach ein Platz ist, an dem ich irgend­was Platzier­bares hin­ter­lasse. Schliesslich ver­stoße ich ja gegen einige Blo­gregeln, hier gibts keine direk­te Post­möglichkeit etc. Gott­sei­dank gibts da ja andere, die sich schon anders entsch­ieden haben und sagen: Ja, ich will. Ich will die große Öffentlichkeit, egal was es mich kostet. Es kostet Ver­ach­tung, Igno­ranz und platzende Hoff­nungs­bal­lons — wenn’s rei­bungs­los ver­läuft. Denn deutsche Blogs sind im Gegen­satz zu nieder­ländis­chen meist mit dieser Prise Humor- und Gehalt­slosigkeit oder bei­dem geseg­net, dass sie so unun­ter­hal­tend macht. Ein paar ganz Bedürftige geben das dann auch noch als Buch her­aus — gute Blogs gibts ja eh nur in großen Städten. Let­ztere Ansicht ist auch wohl nur vertret­bar, wenn man eigene Ein­samkeit kaum noch kom­pen­sieren kann. Gibt es also die Spezies von Großs­tadt­selchen, die zwar noch ein, aber nicht mehr aus wis­sen? Mein­er ein­er macht hier schriftlich schon mal größere Pausen, weil einem nichts ein­fällt, nichts passiert ist oder wichtigere Dinge ein­fach anste­hen. Wie andere es schaf­fen, dauernd was inter­es­santes zu erleben und hochzu­laden, ist mir noch sehr schleier­haft. Eine gute Por­tion Phan­tasie und die Ein­bil­dung, das Geblog­gte wür­den schätzbare Per­so­n­en dankbar zur Kent­nis nehmen, gehören da zwangsweise dazu.

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