dreiundneunziger

Ein Fre­und von mir erzählte, er wäre über Face­book auf ein 93er Abi-Tre­f­fen ein­ge­laden und wolle hinge­hen. Ich habe ihn gefragt, was er da wolle, schließlich habe er 1993 nicht Abi gemacht, kenne aus dem Jahrgang kaum Leute und sein Lebenslauf sei nicht unbe­d­ingt zum Angeben geeignet.

Ja, und? Die ken­nen mich doch nicht. Denen kann ich doch irgen­deinen Scheiß erzählen.

Stimmt auch wieder.

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westfälische idiome (VXII): finale ortsangabe mit ‘auf’

Man ver­ste­ht es in hiesi­gen Gefilden dur­chaus, wenn jemand davon spricht, er würde zu ein­er Beerdi­gung gehen. Es gibt daneben allerd­ings eine weit­ere Verwendung:

Ich geh’ mit auffe Beerdigung.

Während mit der Aus­sage, zu ein­er Beerdi­gung zu gehen, lediglich die Absicht aus­ge­drückt wird, sagt die zweite For­mulierung aus, dass man sich in ein­er Gemein­schaft wäh­nt (“mit”) und das Ziel als solch­es ein Ereig­nis (“auffe”) sei.

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