alexandra fröhlich – meine russische schwiegermutter und andere katastrophen

buchleserWas liegt näher, als jeman­dem wie mir, der eine Fre­undin mit sow­jetis­chem Hin­ter­grund hat und der gerne liest, ein Buch wie Meine rus­sis­che Schwiegermut­ter und andere Katas­tro­phen zu schenken? Schein­bar nicht viel.

Kurz und gut: Es ist ein ärg­er­lich däm­lich­es Buch. Es kom­men so blöde Sätze vor wie “Sehr gern dachte ich und spürte dem Klang sein­er Stimme nach, die durch meinen Kör­p­er rauschte”. Der müsste es heißen. Nur noch getoppt von

Wenn ich ihn sah, musste ich unwillkür­lich an eine Szene aus dem Film “Ein Fisch namens Wan­da” denken: John Cleese bringt Jamie Lee Cur­tis fast um den Ver­stand, indem er während des Liebesspiels auf Rus­sisch rez­i­tiert.

Geschenkt, dass es nicht um die Schaus­piel­er, son­dern um die Rollen geht. Aber im Film ist ziem­lich klar, dass ein Phan­tasierus­sisch gesprochen wird, kein Echt­es.

Das Buch han­delt von rus­sis­chen Klis­chees: Russen sind halt vere­in­nah­mende, stumpfe, trink­freudi­ge Chaoten und die Gestal­tung des Buch­es macht klar, das sowas typ­isch sein soll. Lei­der gewin­nt das Buch kein tiefer­ge­hen­des Niveau, wed­er sprach­lich noch inhaltlich. Gaby Haupt­mann im Fahrwass­er von Maria, ihm schmeckt’s nicht für Leute, die über osteu­ropäis­che Stereo­type kich­ern wollen.

Tipp: Bess­er Ali­na Bron­sky lesen.

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