abstoiber

Der bay­erische Min­is­ter­präsi­dent Edmund Stoiber hat sich dafür aus­ge­sprochen, schwere Gottes­lästerung kün­ftig kon­se­quent und härter zu bestrafen. Wer bewusst auf den religiösen Empfind­un­gen ander­er Men­schen herum­tram­pele, müsse mit Kon­se­quen­zen rech­nen — in schw­eren Fällen mit bis zu drei Jahren Gefäng­nis, fordert der CSU-Chef. In der “Bild”-Zeitung kündigte der CSU-Chef eine entsprechende Ini­tia­tive für den Inte­gra­tions­gipfel im Juli bei Bun­deskan­z­lerin Angela Merkel (CDU) an. “Es darf nicht alles mit Füßen getreten wer­den, was anderen heilig ist”, sagte Stoiber. Der bish­erige Para­graph 166 des Strafge­set­zbuch­es sei “völ­lig stumpf und wirkungs­los”, weil er eine Bestra­fung nur dann vorse­he, wenn der “öffentliche Frieden gefährdet” sei und “Aufruhr” dro­he. Wohin die Ver­let­zung religiös­er Gefüh­le führen könne, habe der Stre­it um die Mohammed-Karika­turen in diesem Jahr “auf alarmierende Weise” gezeigt, mah­nte Stoiber.

Got­to­gott, der Stoiber. In der dänis­chen Presse waren Karika­turen, die Irreführun­gen aus ver­meintlich religiösen Motiv­en zum The­ma hat­ten [s.a. das Inter­view mit Robert Gern­hardt]. Und aber­mals hauen unsere Spezies von der Partei mit dem großen C in die gle­iche Kerbe. Das ist genau so eine Ver­wirrung wie die Behaup­tung unser­er Fam­i­lien­min­is­terin, dass die Men­schen­rechte dank des Chris­ten­tums enstanden seien, woraus die Fol­gerung ent­stand, dass der heutige Moralun­ter­richt an Schulen wieder christlich­er wer­den müsse. Die Men­schen­rechte mussten ger­ade gegen die Katholis­che Kirche Jahrhun­derte lang vertei­digt wer­den — aber sowas geht an der Fest­plat­te eines besser­wis­senden Wohlfühlmoral­is­ten offen­sichtlich spur­los vor­bei.

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