jasper – ohrenpost (album)

Jasper März hat sein zweites Album namens Ohren­post raus­ge­bracht. Lei­der bleibt er irgend­wie wieder unter seinen Möglichkeit­en. Was aber schon mal sehr gut ist, ist, dass das Album nicht so schmerzhaft über­pro­duziert wor­den ist wie sein Vorgänger Nei­d­los, auf dem sich aber das deut­lich bessere Song­ma­te­r­i­al befind­et. Ger­ade textlich ist der Zweitling wohl nur was für Schul­mäd­chen, musikalisch baut es zu wenig auf Jaspers’ Stimme. Der noch ganz nette Ein­druck im Ein­spielfilm­chen erweist sich beim Hören des Albums als schnell ver­fliegend. Bes­timmt ist Jasper März live sehr angenehm unter­halt­sam, aber der ganz große Durch­bruch lässt noch auf sich warten. Aber nun mal keine Hek­tik, das wird schon.

Anspieltipp: Gewit­tertierchen.

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gefeuert

Ist ja ger­ade etwas Liebeslied lastig hier, vielle­icht nicht ohne Grund. Da drüben habe ich ger­ade zwei Rubriken, kann man sagen, ein­gerichtet: Eine heisst Guten Mor­gen, wo ich einen Blick in den Fee­dread­er und die Nachricht­en­seit­en werfe, um eine Frage zu stellen, und die andere heisst Was ich noch sagen wollte zu… und soll etwas polem­lisch zu irgen­deinem The­ma Stel­lung beziehen. Daneben sind auch andere Dinge ein­fach nach drüben umge­zo­gen, weil ich da jet­zt auch so alles sam­mel, was ich noch nicht fer­tig gedacht habe, aber doch jet­zt mal raushaue.

Das heisst ander­er­seits, ich weiss noch nicht ganz, was hier noch alles so rein soll, aber weniger wird’s doch wohl wer­den, sooo gren­zen­los kreativ bin ich ja auch nicht. Aber das hier habe ich noch kurz:

Bei einem öffentlich-rech­lichen Radio-Sender der Nieder­lande wird seit 35 Jahren jeden Abend Rein­hard Meys Gute Nacht Fre­unde zum Abschluss des Abends gespielt. Und damit soll jet­zt Schluss sein, schreibt man auf dem Blog des Senders. Genauer gesagt: Damit soll am 1. April Schluss sein, weswe­gen die meis­ten Kom­men­ta­toren darunter scheiben Jaja, April, April.

So ganz traut man dem Brat­en allerd­ings nicht und gibt schon mal Alter­na­tiv-Lieder, die gespielt wer­den sollen, raus. Ob allerd­ings die Redak­tionsvorschläge Morn­ing has bro­ken, What a won­der­ful world oder Take a train würdi­ge Nach­fol­ger des Liedes von Mey sind oder doch als über­aus abgenudelte Songs die April-April-Hafit­gkeit der Mit­teilung unter­stre­ichen, über­lasse ich mal dem Leser.

Ich glaub allerd­ings an die April-April-Vari­ante. Rein­hard Mey ist noch sehr präsent in den Nieder­lan­den. Vor kurzem gab es ein Cov­er von Meys nieder­ländis­chem Lied Als de dag van toen, was wochen­lang den ersten Platz in den nieder­ländis­chen Charts ein­nahm. Und die meis­ten fan­den die Ver­sion nicht so toll wie das Orig­i­nal. Die mögen den halt.

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stephan sulke – vergessen

… und Stephan Sulke im Inter­view mit Matthias Schu­mach­er:

Die Zeit­en, wo Du schnell mal ‘ne halbe Mio. Sin­gles verk­lop­pen kon­ntest mit ‘ner “catchy” Melodie, die sind vor­bei. Die Zeit­en, wo Du mit ‘nem großen Auto rum­fahren kon­ntest, ohne als Umwelt­fer­kel beschimpft zu wer­den, die sind auch vor­bei. Die Zeit­en, wo Du ohne wah­n­witzige Kon­trollen in den Flieger steigen kon­ntest, die sind auch vor­bei. Ander­er­seits, die Zeit­en, wo Du von Deutsch­land nach Spanien bis zu vier­mal an der Gren­ze ange­hal­ten wur­dest und zweimal Geld wech­seln musstest, die sind auch vor­bei. Aktion bewirkt Reak­tion. Die Tech­nik von heute verän­dert die Welt; wohin?

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