Stichwort: francis bacon
Mittwoch, den 13. November 2013   

hundertzweiundvierzigmillionen

hat ein Gemälde von Fran­cis Bacon ger­ade einge­bracht. Ich meine, dass ich das damals auch gese­hen hätte. Würde mich aber auch nicht wun­dern, wenn ich ein ähn­lich­es Bild mit Dreier­mo­tiv­be­tra­ch­tung angeschaut hätte. Eine gewisse Ähn­lichkeit beste­ht eben auch oft­mans bei Bacons Werken, da kann man sich schon mal ver­tun. Vielle­icht sollte man doch auf Kun­stausstel­lun­gen grund­sät­zlich mitknipsen, was man so Beein­druck­endes sich angeschaut hat, um nicht im Unge­fähren zu verbleiben.


Sonntag, den 8. Oktober 2006   

verstörungen

Gestern war mal wieder ein Muse­um­stag ange­sagt. In Düs­sel­dorf gibts ger­ade zwei sehr inter­es­sante Ausstel­lun­gen, die von Car­avag­gio und die von Fran­cis Bacon. Die lassen sich sog­ar nacheinan­der bestaunen, soviele Bilder sinds nichts. Bei­de haben was drastis­ches an sich, also ein rein ästhetis­ch­er Wohlgenuss will sich nicht sofort ein­stellen, man muss schon was dafür tun. Aber dann reitzt einen das Schaf­fen der bei­den schon. Car­avag­gio stellt in seinen Bildern beina­he psy­chol­o­gis­che Stu­di­en über die Gemal­ten an. Der Betra­chter fragt sich fortwährend, was die Per­so­n­en da tun und weswe­gen sie es tun. Deswe­gen scheinen seine Bilder speziell für Krim­i­nalschrift­steller inter­es­sant. Im Ein­gang des “Kun­st Palastes” in Düs­sel­dorf wird Hen­ning Mankell zitiert, dass Car­avag­gio immer etwas suche, statt diesem aber was anderes finde. Im Inter­net find­et sich das State­ment von Ingrid Noll, dass Car­avag­gio Krim­i­nalgeschicht­en in Bilder ver­packe. Naja, davon muss man nicht viel hal­ten, um einen eige­nen Genuß an den Bildern zu find­en. Aber zum Spekulieren regt es alle­mal an. Bei Fran­cis Bacon ste­hen keine krim­inelle Hand­lun­gen im Vorder­grund, son­dern meist Sex­u­al­ität, Ein­samkeit und Schreie. Dem Betra­chter überkommt eine Bek­lom­men­heit, die einige Kri­tik­er als Gewal­taus­druck in den Bildern iden­ti­fizieren. Gewalt hab ich jet­zt nicht gese­hen, die Bilder sind für mich eher kom­plex und mitunter ver­störend. Und das hat auch was…