tränen lügen nicht

Heute mor­gen bin ich wieder, wie öfters in let­zter Zeit, aus dem Bett gefall­en. Nun, was macht man 8 Uhr mor­gens an einem Son­ntag, wenn man keine Lust hat, sich nochmal umzu­drehen und den Vor­mit­tag zu ver­schlafen? Man macht den Fernse­her an. Gut andere gehen joggen, machen Fit­ness, lesen ein gutes Buch, aber ich bin ja nicht wild. Also rumgezappt und hän­genge­blieben auf VOX. Bei VOX lief Hour of Pow­er, keine Angst, es ist genau­so doof, wie es sich anhört. Hour of Pow­er ist so eine Art amerikanisch-religiös­es Wer­be­fernse­hen mit dem Vater von Emile Ratel­band, oder halt ein­er USA-Ver­sion eines hek­tis­chen Hip­pie-Gri­massen­schnei­ders. Dieser Kore­ga Tapps namens Robert Schuller nun hielt 45 Minuten sein eigenes Buch in der Hand. Es hiess irgend­wie Trä­nen sind Dia­man­ten. Bloss weniger wert und nicht aus Kohlen­stoff oder so. Gen Ende meinte er noch, dass in diesem Buch der Psalm 23 wie noch nie nei­dergeschrieben wurde. NOCH NIE! Ver­stehsse ??? Das beson­dere war jet­zt, dass er jedem I und my und me also jed­er Ich-Bezugs­form eine eigene Rei­he auf der Seite gab. Spitzenidee würd ich mal sagen. Den Psalm darauf zu reduzieren, dass ICH drin vorkomme, sämtliche Inter­pre­ta­tio­nen rauszu­lassen und dann fix den Deck­el zuschla­gen, tja, was will man mehr als religiös­er Men­sch. Beim Vor­lesen dann wurde jede dieser Extrarei­hen stark und laaaaaang betont, so lang, dass man befürcht­en kön­nte, dass der Ver­stand den Anfang des Psalms schon wieder von der Fest­plat­te gelöscht hat bevor der Satz zuende ist. Aber für solche Nick­e­ligkeit­en gibts ja die Wieder­hol­ung von Hour of Pow­er (bitte langge­zo­gen aussprechen). Und wer jet­zt noch nicht genug hat und wis­sen will, wie man aus Trä­nen Edel­steine her­stellt, dem sei gesagt: Der Mes­sias kommt. Nicht deeer, der andere: Rober Schuller kommt Ende Sep­tem­ber nach Lüden­scheid, die trä­nen­re­ich­ste Stadt Deutsch­lands, um noch mehr Leute auf Kurs zu brin­gen. Allen, die aber trotzig immer noch sel­ber denken wollen, sei gesagt: Wenn man son­ntags zu früh aufwacht, unbe­d­ingt nochmal rum drehen, man macht nix falsches ;-). In diesem Sinne: Tschak­ka !

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