Mittwoch, den 2. September 2009   

die einzig von zensursula hervorgebrachte erkenntnis

Merk­würdi­ge Dinge passieren in unserem Land. Und es lohnt sich, ein­mal mit dem Fin­ger darauf zu zeigen und zu fra­gen: Was soll das da?

Da haben wir eine Fam­i­lien­min­is­terin. Und die tourt im Wahlkampf und nur wegen dem Wahlkampf mit ihrem ange­blichen Kampf gegen Kinder­pornografie durch die Lande. Unstrit­tig ist, dass es Mate­ri­alien gibt, die Kinder­pornografie darstellen. In allem anderen ist Frau von der Leyen wider­legt wor­den: In der Behaup­tung, es gebe einen Massen­markt, in der Behaup­tung, sie würde die Mei­n­ung von Experten vertreten, in der Behaup­tung, sie set­ze geeignete Mit­tel ein. Das ist alles wider­legt.

Frau von der Leyen hat nichts. Gaaaaaar nichts.

Stellen Sie sich vor, sie suchen Dro­genkuriere, die über das Aus­land Dro­gen ein­schleusen. Das einzige, das sie wis­sen ist: Die sind alles Bah­n­fahrer. Für wie intel­li­gent wür­den Sie jeman­den hal­ten, der nun mit allem moralis­chen Druck Auto­bahnsper­ren ein­klagt? Für wie zurech­nungs­fähig?

Und wis­sen Sie, für so blöde halte selb­st ich nicht mal die von der Leyen. Sie umkurvt nur, und damit verdeut­licht sie es, ein wesentlich­es Prob­lem der Führungsleute CDU:

Die haben keine Ahnung mehr von Poli­tik. Sie haben kein The­ma mehr, für das sie kom­pe­tent sind. Wis­sen nicht mehr, was die nor­malen Bürg­er denken und wis­sen nicht, wie sie dieses Manko beheben kön­nten. Im Schat­ten ein­er an ihrer Macht­geil­heit erkrank­ten SPD, die deswe­gen abges­traft wird, hat nie­mand genau mit­bekom­men, wie die CDU inner­lich völ­lig aus­ge­bran­nt ist. In ihrem Führungsper­son­al gibt es keine mitreis­senden Ide­al­is­ten oder ein­nehmenden Real­is­ten mehr, die Wäh­ler ansprechen. Wo man hin­schaut, nur noch Dumm­schwätzer.

Unsere Vorgänger­gen­er­a­tion, die hat irgend­wann mit voll­stem Ernst gemeint: “Nie wieder Krieg.” Das war ein Ide­al, das ent­täuscht wer­den musste. Aber dieses Ide­al zu haben, ist ja nicht ver­w­er­flich. Damit ver­bun­den war nichts desto weniger: “Nie wieder aggres­sive, rum­schreiende Poli­tik­er, die nur darauf aus sind, Äng­ste zu schüren.”

Das ist das zweite Ide­al, das hier ver­loren geht:

Im Bericht der Unicef liesst sich das dann so:

Im Jahr 2006 hat das Bun­deskrim­i­nalamt in rund 6.000 Fällen von Kinder­pornografie im Inter­net ermit­telt.
In rund 9.500 Fällen wurde wegen Besitzes oder Ver­bre­itung von Kinder­pornografie ermit­telt, fast 6.000 davon bezo­gen sich auf das Inter­net.

Schön, dass nur von Ermit­tlun­gen die Rede ist, nicht? Es wurde halt ermit­telt. Die meis­ten Ermit­tlun­gen sind eingestellt wor­den, tat­säch­lich verurteilt wurde kaum. Ganz zu schweigen davon, dass ich den Hin­weis von von der Leyen nach dem Zuschauere­in­ruf, fol­gende Aus­sagen kön­nten bei Unicef nachge­le­sen wer­den, bei Unicef nicht gefun­den habe. Auch die Angabe über die “200 Bilder” habe ich nicht gefun­den. Und 200 Bilder heisst nicht 200 neue Miss­bräuche. Von einem Miss­brauch kann es unzäh­lige Bilder geben und diese Tat kann nach dieser Angabe von von der Leyen auch Jahre zurück liegen.

Ver­trauen Sie Leuten, die sich bewusst so unklar aus­drück­en, wenn es um ein so ern­stes The­ma geht?

Das Orig­i­nal-Video ist “due to terms of vio­la­tion” ges­per­rt wor­den, ist aber hier noch zu find­en:

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