Sonntag, den 13. März 2011   

neue offenheit

Ich habe drüben in den let­zten Wochen an diversen Schrauben gedreht, Dinge umgestellt und ver­wor­fen, neue Sachen erfun­den und eingeräumt, Zeugs von hier nach da ver­frachtet. Das da ist halt qua­si mein Online-Schreibtisch, mit fast allem, was einem so online über den Weg läuft, was man irgend­wie einord­nen kann. Die belacht­es-Ecke ist dafür hier raus und da qua­si rein. Die Seite ins­ge­samt habe ich 20 Pix­el nach oben geschoben, die Seit­en aus der Nav­i­ga­tion­sleit­ste raus, dafür die Kat­e­gorien da rein, was mir surf­fre­undlich­er errscheint. Mit Kan­nitver­stan, Fußgänger­zone und Bücherk­iste gle­ich drei qua­si Unterblogs mit hereingekom­men für Begriff­s­analy­sen, Tratschgeschicht­en und gele­sene Büch­er. Dadurch wird es hier mit etwas Glück etwas per­sön­lich­er und über­schaubar­er, aber auch weniger, was die regelmäßi­gen Ein­träge bet­rifft.

Aber das ist eben auch so ein Trend, von dem ich nicht weiß, ob oder wie man dem ent­ge­gen­tritt: Dem Immer-weniger-per­sön­lich-Bloggen. Als Twit­ter aufkam, da nöhlten die ersten, wie es sie zwickt, dass sie nun weniger bloggen und mehr twit­tern. So what?! dachte ich. Ich habe das nicht so gehal­ten. Aber auch ich muss zugeben, wenn ich frühere Ein­träge anschaue: Das war per­sön­lich­er. Da kann man schon irgend­wie nach­le­sen, welche wiederkehren­den Ter­mine und Ange­wohn­heit­en man so hat. Schöne unbeschw­erte Zeit.

Heute sind die lesenswerten Pri­vat­blogs meist anonym. Was ich mehr und mehr nervig finde. Ich will nicht bei jedem halt­los spekulieren müssen, wer sich dahin­ter ver­steckt, im Wis­sen, dass man es doch nicht her­aus­find­et. Der frische Wind, den Face­book den son­st plan­los Umher­sur­fend­en genützt hat, er wäre in der Blog­gosphäre ger­ade auch wün­schenswert. Aber das käme eventuell den Unternehmen, die über soziale Net­zw­erke Geld ver­di­enen wollen, in die Quere.