platt formen

Manche beto­nen ja dieser Tage, wie wichtig es sei, seine eigene Seite zu betreiben und nicht alles auf Face­book oder anderen Plat­tfor­men nieder zu lassen. Denn wenn da mal was weg ist, könne dies aus unerfind­lichen Grün­den, die man selb­st nicht bee­in­flussen kann, weg sein. So ist z.B. der Stadt München die Adresse facebook.com/muenchen abhan­den gekom­men. Tja, dumm gelaufen.

Ich sel­ber dok­tore an ein­er anderen Sache, näm­lich, dass ich diverse Blogs habe mit unter­schiedlichen Adres­sat­en. Es ist etwas merk­würdig, dass man ab und an das Nieder­schreiben unter­lässt, weil man im Hin­ter­grund hat, dass bes­timmte Leute das dann lesen und ver­suchen, das Niedergeschriebene hin­ter­rücks gegen einen einzuset­zen. Gut, ich kön­nte ein­fach Beiträge auf pri­vat set­zen, nur für mich ein­se­hbar machen. Warum dann aber über­haupt nieder­schreiben?

Jeden­falls dieser Ein­trag kommt hier­auf, weil er per­sön­lich ist, und ein­fach hier nicht von allen möglichen Adres­sat­en gele­sen wird. So ein­fach ist die Sache.

Das andere, was mir ger­ade aufge­fall­en ist, ist, dass eini­gen Mit­men­schen der Begriff Team­work ger­adezu wesens­fremd ist. Team­work wird von diesen Mit­men­schen eher als informelles Zusam­menkom­men ver­standen. Als ob dadurch schon irgen­det­was gewon­nen wäre. Bei dem so ver­stande­nen Team­work wird aber zunächst ein­mal darauf geachtet, Eigen­ver­ant­wor­tung weitest­ge­hend von sich weg zu schieben und ein gemein­sames Erar­beit­en nicht im Ansatz anzus­treben — und genau das würde ich unter Team­work ver­ste­hen. Und weil eini­gen Team­work dort so wesens­fremd ist, fällt denen auch gar nicht auf, dass Team­work fehlt.

Vielle­icht sind diese Sozialplat­tfor­men im Ansatz ein Sub­sti­tut dieses gemein­samen Erar­beit­ens. Nur merk­würdig, dass sich Leute so schnell aus dem Tritt brin­gen lassen.

Du magst vielleicht auch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert