darf man für die dame des abends bezahlen?

Am Woch­enende kam es auf ein­er Par­ty mal wieder zu dieser dem Leser sicher­lich nicht unbekan­nten Frage: Darf man als Mann für die Dame zahlen, wenn man mit ihr aus war?
Die Frage ist natür­lich nicht nach einem möglichen Ver­bot aus­gerichtet, son­dern nach den aktuellen Ben­imm­regeln. Für Män­ner sind die oft­mals durch die Frauen zumin­d­est indi­rekt bes­timmt. Prob­lema­tisch ist nur, dass Frau berechtigter­weise, sie bes­timmt das ja eh selb­st, das Bezahlen eines Kaf­fees beim Date akzep­tieren kann, fordern kann oder auch brüskiert abweist.
Akzep­tanz der Bezahlung erfol­gt, wenn dem gegen­wär­ti­gen Her­rn dur­chaus Chan­cen eingeräumt wer­den, wenn es klar ist, dass er die Chance bekommt oder wenn er so ein Dödel ist, dass man mit dem unin­spiri­eren­den Abend nicht auch noch den eige­nen Geld­beu­tel belas­ten möchte.
Eine Art der Forderung erfol­gt, wenn man eingessessen ver­heiratet ist oder die Dame dies als grund­sät­zliche Voraus­set­zung des Umgangs mit ihr betra­chtet.
Eine Zurück­weisung erfol­gt, wenn die Dame selb­stver­di­enend ist und ihre Eigen­ständigkeit dar­legen möchte, wenn sie im Hin­terkopf meint, die Bezahlung des Her­ren zöge eine nich­taus­ge­sproch­ene Gegeleis­tungsab­spruch mit sich. Möglicher­weise gar sex­ueller Natur. Und sowas möchte man auf diese Tour nicht haben.

Was soll der Herr also tun? Das ganz große Dra­ma möchte er nicht daraus machen. Eigentlich ist er ein net­ter Kerl und zahlt gerne für einen net­ten Abend, ohne dass daraus Verpflich­tun­gen erwüch­sen. Mein Brud­er ist für einen Bekan­nten in München einge­sprun­gen, an einem Knigge-Kurs teilzunehmen. Und die dort vorgestellte Lösung ist doch dur­chaus inter­es­sant (außer, wenn sie ab jet­zt zu stark in Mode kommt):
Der Herr entschuldigt sich kurz vor Auf­bruch für einen Gang zur Toi­lette, nimmt auf dem Rück­weg von der Toi­lette einen Abstech­er an die Bar und zahlt dort. Wenn dann am Tisch gefragt wird, ob man zahlen sollte, sagt der Herr:
“Oh, entschuldige, habe ich bere­its erledigt.”

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