Mittwoch, den 4. August 2010   

westfälische idiome (xiii): einen fön kriegen

In Bezug auf gedankliche Pla­nun­gen oder Erk­lärun­gen ist es im West­fälis­chen gebräuch­lich, davon zu sprechen, dass man glaube, man bekäme einen Fön. Etwa in der Form:

Ich glaub’, ich krieg’ ‘n Fön.

Natür­lich ist es nicht der Fall, dass man tat­säch­lich einen solchen bekommt. Es ist lediglich ein Ausspruch, der eine inner­liche Entrüs­tung über eine vorgelegte, zu glaubende Erk­lärung oder eine sich dem Aussprechen­den wider­strebende Pla­nung dar­legen soll. Man kann sich das aber sinnbildlich vorstellen als Entrüs­tung eines Beschenk­ten über einen Fön als Geschenk.

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Rei­he: West­fälis­che Idiome
Bildquelle: Hair dry­er detail von Break­fast for din­ner | Cre­ative Com­mons BY-NC-SA 2.0 Lizenz.

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