welttag des buchtipps

Heute ist tat­säch­lich Buch­welt­tag. Eigentlich ist ja sowieso jeden Tag der Welt­tag von irgen­det­was. Gestern war der Tag der Erde und mor­gen ist der Tag des Ver­such­stieres. Hoch soll’n sie leben!
In mein­er Heimat hat sich die Presse des The­mas angenom­men. Und schwup­ps zeigt sich: Es ist gar nicht unbe­d­ingt der Welt­tag des Buch­es, son­dern eher Welt­tag des Buchverkaufs oder des Bücher­lesens. Dabei lese ich schon daneben sehr viele PDFs, viele Inter­net­seit­en und E‑Mails ohne zu denken, dass ich Büch­ern zu wenig Wertschätzung zukom­men lasse.
Inter­es­sant wäre ja gewe­sen, wer was für Büch­er sich wie zuhause ins Regal stellt. Meine Eltern haben ihr Wohnz­im­mer­re­gal voll mit Buch­club-Zwangskäufen, da ist Buchkul­tur ja was anderes und da wäre ein Welt­tag des Buch­es nicht unange­bracht. Büch­er sind in Wohn­stuben ja immer noch Ein­rich­tungs­ge­gen­stand. Aber wieviele Leute stellen irgend­was in die Regale, qua­si als Ablage, und wieviele schätzen ihre Samm­lung als Bib­lio­thek? Mich würde es per­sön­lich tat­säch­lich stören, Elke Hei­den­re­ich im Regal neben Kant und Dos­to­jew­skij zu platzieren, andere Buchauf­be­wahrer sind da sicher­lich schmerzfreier.
Da dieser heutige Gedenk­tag also sowieso nicht ein­heitlich ver­standen wird, inter­pretiere ich ihn mal als Welt­tag des Buchtipps und ver­weise auf meine Bücherempfehlungs­seite. Viel Spaß beim Lesen!

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ich muss durch den konsum, hinter das geld

Mehr Geld. Mehr Geld. Recht auf mehr Geld. Manch­mal fragt man sich ja schon, wie man Musik in Mon­eten umrech­nen soll­ten. Seit Jahren wird das ille­gale Musik­down­load­en und der ange­bliche Ver­lust für die Musikschaf­fend­en beklagt. Wer sich auf so aben­teuerische Denkkon­struk­te wie die Musikin­dus­trie beruft, der müsste sich eigentlich so langsam dis­qual­i­fiziert haben für diese Diskus­sion.
Dieses Mal ste­ht vie offen­em Brief an Angela Merkel Tokio Hotel mit an fordern­ster Front. 4 Tau­genichtse, die ich gern mal zum Spargel­stechen schick­en würde. Wer durch den Mon­sun kommt, für den sollte ein Spargelfeld kein Prob­lem darstellen. Aber gut, etwas weniger plump.
Wer hört denn die 4 Jungs? Größ­ten­teils Leute unter 20, wenn man mich fragt. Und dafür verkaufen sich die Plat­ten doch sehr gut, sind die Konz­erte gut ausverkauft. Da muss man schon fan­tasievolle Berech­nun­gen zusam­men­klatschen, um den ange­blichen Schaden, den diese Gruppe anheim­fällt, klar zu machen. Und wer richtet nun ange­blich Schaden an zum Nachteil von Tokio Hotel? Diesel­ben Leute, die sich­er irgend­wie zu deren Erfolg beis­teuern. Dadurch, dass sie sie hören, gut find­en, weit­erempfehlen, auf Konz­erte gehen und CDs kaufen. Warum verk­lagt man nicht gle­ich diejeni­gen, die die Songs von Tokio Hotel wed­er kaufen noch run­ter­laden?
Aber irgend­wie ist diese Diskus­sion alt. Neu ist eine ähn­lich skurile Diskus­sion auf dem Bücher­markt. Ein selt­samer The­men­schw­er­punkt fiel mr schon beim Welt­tag des Buch­es auf. Jet­zt beklagt Rüdi­ger Wis­chen­bart das Rumge­jam­mer der Ver­leger.

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