spannungsbogenität

Im amerikanis­chen Serien ist die dritte Staffel ja oft­mals etwas beson­deres: Wenn eine Serie in die zweite Staffel geht, ist die erste meist gut angekom­men. Die zweite selb­st kann etwas in dem Saft weit­er­brödeln, den die erste hin­ter­lassen hat. Sowas kann sich eine dritte kaum mehr leis­ten: Entwed­er tauchen hier nun neue Charak­tere auf oder ster­ben oder der rote Faden der Serie ändert sich wesentlich.

Das kann man derzeit in amerikanis­chen Serien wie Dex­ter, Fringe oder Chuck beobacht­en. Das sind span­nungs­ge­ladene Geschicht­en, die einen roten Faden ver­fol­gen, also keine Serien mit für sich geschlosse­nen Fol­gen.

Schreiber der­ar­tiger Serien sind qua­si liv­ing on the edge: Das Rad muss wenig­stens etwas neu erfun­den wer­den, man kann nicht immer das­selbe Pro­gramm abspulen. Das macht das Ver­fol­gen der­ar­tiger Serien auch irgend­wie span­nend: Man fiebert mit, ob sie im fol­gen­den Jahr neu aufgelegt wer­den.

Inter­es­san­ter Weise sind mir solche Serien in Deutsch­land gän­zlich unbekan­nt: Wenn eine Serie in den ersten vier bis fünf Fol­gen funk­tion­iert auf eben diesem Sende­platz, geht es weit­er. Es fiebert nie­mand richtig mit irgen­dein­er Serie richtig mit, weil eh keine Serie qual­i­ta­tiv überzeugt, lediglich aus ein­er Alter­na­tivlosigkeit des Sende­platzes.

Mich wun­dert eigentlich, dass amerikanis­che Sender keine Abspielka­näle für Deutsch­land anbi­eten, für die sie ihre Serien selb­st ver­mark­ten. Die deutschen Fernsehsender scheinen alle­samt Aus­lauf­mod­elle zu sein.

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