Donnerstag, den 27. September 2012   

prager sommerausklang

Tja, was gibt es schöneres zum Ende des Som­mers, als die let­zte Wärme dieses jenen welchen zu genießen. Wir haben das in Prag gemacht, in Düs­sel­dorf war das so nicht mehr möglich. Zu Prag sel­ber kann ich nun nicht son­der­lich viel neues erzählen. Die Postkartenidylle nimmt einen schon sehr in den Bann. Zum genießen ist die Stadt auch sich­er bei schlechtem Wet­ter etwas. Wir kamen fre­itags an und uns zog es zunöchst in fol­gen­des kleines Restau­rant:
Während wir auf unser Essen warteten, ent­deck­te ich eine kleine, deutsche Spur an der Wand:
Schöne Grüße also von hier aus nach Maf­fers­dorf. Auf meinem Teller, der zügig anger­auscht kam, ent­deck­te ich dann das da:

Rinds­fleisch mit Sahne, Sen­f­s­tunke und Sponge­bobs. Let­ztere ähneln sehr diesen Simp­son­ss­chwäm­men, die alles auf­saugen kön­nen. Sie schmeck­en allerd­ings sehr lab­berig. Ich habe nur die Hälfte geschafft. Man kann sie auch im Super­markt kaufen, wo sie als Ja!-Produkt ver­trieben wer­den, wobei Ja!-Sachen dort clever heißen.

Am näch­sten Tag zog es uns ins jüdis­che Vier­tel, wo aller­hand Krim­skrams verkauft wird. Im Schaufen­ster stierten uns dann in allseel­iger Ein­tra­cht ein Rab­bi, eine Matr­josch­ka und ein Jesus ent­ge­gen. Man braucht wohl immer nur ein verbinden­des Ele­ment. Oder so.

Als wir das jüdis­che Vier­tel ver­lassen stolpern wir in die Szener­ie eines Kinofilms, aus der wir selb­stre­dend sofort ver­trieben wer­den. Während ich noch luke, ob irgend­wo Matt Damon oder Fran­ka Potente rumhüpfen, ent­deck­en wir die Wohn­wa­gen für die Maske. Es han­delte sich um Auf­nah­men der Frog’n’Desire Films für einen Film namens Clown­wise. Etwas ernüchtert bogen wir um die Ecke und schlen­derten an der Moldau ent­langBevor sich die Bat­te­rien mein­er Kam­era dann gän­zlich ver­ab­schiede­ten, knip­ste ich noch ein Foto des Metronoms, das vom Berg aus für das Anbrechen ein­er neuen Zeit ste­ht: