dumm gelaufen

“Die Men­schen am Mis­sis­sip­pi fordern schon seit Jahrzehn­ten die Ver­stärkung der Dämme. Meine Frau (ehem. Lei­t­erin der Stadt­pa­nung von New Orleans) bestätigt das. Doch für eine Stadt wie New Orleans mit ihrer über­wiegend schwarzen Bevölkerung, die zudem meist demokratisch wählt, ist es beson­ders schw­er, Unter­stützung aus Wash­ing­ton zu bekom­men. Und wenn die Regierung das Geld dann auch noch selb­st braucht, etwa weil sie ger­ade einen ille­galen Krieg führt, passiert gar nichts.” Richard Ford, US-Schrift­steller, Inde­pen­dence Day

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isdennheutschoweihnachten

Bei uns daheim ist für mich ja im Moment Tag ein, Tag aus Bescherung. Jedes Mal zur Mit­tagszeit kommt der Wei­h­nachts­mann verklei­det als Post­men­sch und bringt mir so 3 bis 4 ver­pack­te schöne Sachen. Der Wei­h­nachts­mann fragte schon, was denn immer so drin wär in diesen Wun­dertüten. Tja, alles schöne Wei­h­nachts­geschenke, die man sich bei Tauschticket.de wün­schen kann ;-). Das der das nicht weiß, ist­ja schon etwas selt­sam, aber was solls. Unsere­ins hat seinen Spass dabei, und das Bücher­re­gal kriegt mehr und mehr Stil, das DVD-Regal ist schon anzahlmäßig ver­dop­pelt und beim CD-Regal wird gut gegen böse aus­ge­tauscht. Schöne neue Welt…

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weise kindereien

War wieder Laggen­beck­er Kirmes. Das ist sonne kleine Alt­stadtkirmes. Wenn man es wie ich nicht geschafft hat mit Mitte 20 Kinder in diese Welt zu set­zen, kriegt man das zu spüren. Unsere­ins ist ja schon 27, dass heisst ein­schnei­dend: Keine Chance sich als Mitte 20 auszugeben. Nun kriegte ich also diesen Anruf eines guten Fre­un­des: “Hey, unsere Lucy will mit Onkel Carsten auf Kirmes” — Ich: “Das hat sie gesagt?” — “Joah, also zumin­d­est das mit der Kirmes” — “Aah. Und über­haupt: Seit wann heiss ich eigentlich ONKEL Carsten?” — “Na, seit­dem du nicht mehr Mitte 20 bist” — “Ar…” — “Hey, Vor­sicht! oder ich lass dich nicht mit mein­er Tochter aus­ge­hen” — “Auchn Clown gefrüh­stückt was?” Na gut, ich hab mich bre­itschla­gen lassen. Wer aber immer meint, man kön­nte gemütlich über eine Kirmes laufen und Frauen angraben, weil man ein nettes kleines Blag aus­führt, der hat sich geschnit­ten. Hugh Grant in About a boy ist reine Fik­tion, aber reine. Man ist vielmehr die ganze Zeit damit beschäftigt, auf die Kurze aufzu­passen und sich Über­legun­gen zu machen, wie man den Nach­mit­tag inter­es­sant gestal­tet ohne insol­vent zu gehen. Schwere Auf­gabe. Und was man nach­mit­tags auf einem der­ar­ti­gen Som­mer­fest noch schmerzhafter mit­bekommt: Es gibt Kinder-Tech­no. Und Kinder lieben Kinder-Tech­no. Und deswe­gen muss man in jede Ecke schauen, aus der Kinder-Tech­no kommt. Im Gegen­satz zu Erwach­se­nen kann also so ein Nach­mit­tag über­haupt nicht lang­weilig wer­den, kommt ja immer neuer Tech­no und die Kar­rus­sels bleiben ja auch. Da ste­ht man nun zum x‑ten Mal vorm Karus­sel und hört zum x‑ten Mal: “Da will ich rein”. Großer Anfänger­fehler ist das, was ich dann tat. Ich fragte: “Hey, du warst doch schon 5mal da drin.” Ich erhielt einen skep­tisch ankla­gen­den Blick, der auf mein­er recht­en Schul­ter ein kleines grünes Carsten-Män­nchen auf­plop­pen liess, welch­es sich den Bauch vor lachen hielt und meinte: “Hast du’n Schuss? Du glaub­st doch nicht ern­sthaft, DAS wäre ein Argu­ment für Kinder?”. Ab da hab ich nur noch ver­han­delt. Nur alle 7,5 Minuten ein Karus­sel, nur alle 45 Minuten was Süss­es. Aber sie war schw­er im Gegen­han­deln, das hat­te ich nun auch nicht ein­gerech­net. Am Ende standen so viele Reg­ulierun­gen, dass ich mich ein­fach auf irgendwelche Abkom­men berief, so dass sie den Überblick ver­lor. Einzige Chance. Anstren­gend, diese mod­er­nen Kinders. Abends war ich dann mit ihren Eltern und anderen so als Entschädi­gung — also auf seine Rech­nung — noch aufn Bier raus. Irgend­wann deklar­i­erte ich freimütig die näch­ste Runde. “Aber du hast doch schon 5?” Da set­zte ich die von sein­er Tochter gel­ernte skep­tisch ankla­gende Miene auf und — schwup­ps The­ma durch. Tja, von Kindern ler­nen heisst siegen ler­nen 😉

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der tag von damals

Es wird wieder Lit­er­atur raus­ge­haun — je nach­dem, was man dazu zählen mag — bei mir. Der Da Vin­ci Code ist endlich zuende, nach einem kleinen Kraftakt übers Woch­enende. Man kann sich nur schw­er entschei­den, ob man erfreut sein soll, den Schinken hin­ter sich zu haben oder ent­täuscht über den Plot. Darf jed­er selb­st entschei­den, empfehlen tu ich den Klop­per nicht ;-). Dage­gen ergötze ich mich derzeit an Rein­hard Mey und stoße — “Lie­der­ma­ch­er” hin oder her — immer wieder auf erstaunliche Perlen. Dicke Empfehlung. Mein Lieblingssong derzeit ist die hol­ländis­che Bal­lade “De dag van toen”. Klingt sog­ar richtig hol­ländisch…

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zurück geworfen

Weil Per­son A unge­fähr den gle­ichen Scheiss baut wie ich vor ein paar Jahren, drehe ich am Rad. Sowas ist doch voll bek­nackt? Da kann man an sich selb­st zu zweifeln begin­nen, aber stell das mal eben ab. Pflegt man eigentlich seine Neu­rosen, ver­heim­licht sie vor andern so gut es geht und ver­sucht dabei einen glück­lichen Ein­druck zu machen? Per­son A wird mir noch die gle­ichen Ausre­den, Weis­machun­gen und Erk­lärun­gen für den Mist geben, die ich damals schon ver­braucht habe. Ich springe grad zwis­chen den ver­schieden­sten Lauf­bän­dern hin und her, auf und ab, vor­wärts und zurück, in unter­schiedlichen Geschwindigkeit­en, Klarheit­szustän­den und Befind­lichkeit­en, aber immer mit dem Vor­satz im Hin­terkopf, dass ich das Haupt­band immer erre­ichen und vor­rantreiben muss. Kann man die andern Bän­der sin­nvoll abstellen und abbauen? Wär doch bes­timmt auch mal was Ressourcens­paren­des ;-).

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systeme hochfahren

Hab mir doch glatt ne Fest­plat­te von Ama­zon gegön­nt. Nu tut’s hier drauf XP und alles, was das Herz begehrt. Bin sog­ar ein wenig über­rascht, dass XP so fix ist und dem Win­dows 2000 mein­er anderen Fest­plat­te vol­lkom­men davon­ren­nt. Daneben fun­zt jet­zt auch meine Web­cam wieder. Das ist schon alles hocher­freulich hier ;-). Also alles auch sehr leise gewor­den hier, mal schaun, ob man noch mehr Ruhe reinkriegen kann mit einem anderen Lüfter oder sowas.

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alles im stehen

Gestern gabs ja die Umstel­lung bei der ARD, dass alle Nachricht­en­sprech­er im Ste­hen mod­erieren. Weg mit den Stühlen, muss ja auch hier und da ges­part wer­den. Soweit, so gut. Aber dann schieben die als Tages­the­men­gast Wolf­gang Schäu­ble vor die Kam­era. Sam­ma, wie zynisch sind die denn??? Oder musste der sich auch hin­stellen?

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michael jacksons regenschirm

Lar­ry King und Michael-Jack­son-Sprecherin Ray­mone Bain rede­ten auf CNN über des Pop­stars selt­samen Regen­schirm.

Anrufer:  Ich würde gerne wis­sen, was der Regen­schirm zu bedeuten hat. Ich würde auch gerne wis­sen, ob Michael Jack­son Rück­en­prob­leme hat.

King: Ja, er hat Rück­en­prob­leme. Aber was hat das mit dem Regen­schirm auf sich?

Bain:  Es ist eine Sicher­heits­maß­nahme, Lar­ry, und ich bin vom Chef unser­er Sicher­heitsabteilung darauf eingeschworen wor­den, darüber nichts zu sagen. Aber der Schirm ist nicht nur gegen die Sonne; es ist eine Sicher­heits­maß­nahme.

King:   Ist da ein Gewehr drin, oder sowas ?

Bain:  Also…

King: Feuert er kleine Kügelchen ab?

Bain: Also Michael ist — Michael ist einige Male bedro­ht wor­den. Manch­es wurde öffentlich gemacht, manch­es nicht. Lar­ry, aber ich kann es nicht ver­tiefen.

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die erste wahlschlappe

Da geht man mal mich nichts, dich nichts brav zur Wahlurne mit nem Kumpel, kommt aus der Grund­schule wieder raus und wird von einem kleinen hüpfend­en Etwas ange­labert. “Hi, ich bin von RTL!” — “Wir geben nichts.” — “Nee, kannste mal diesen Zettel aus­füllen, was du so gewählt hast, das kommt dann heute bei uns in den Abend­nachricht­en.” — “Mein Zettel?” — “Nee, ne Wahl­prog­nose natür­lich.” — “Aso, na denn.” Ich kritzelte das Ding eben aus und gabs an den Kumpel weit­er. Da meldete sich das hüpfende Etwas wieder “Nee, nee, nur jed­er Fün­fte, nicht jed­er” und riss ihm den Block wieder aus der Hand. “Das soll nicht jed­er machen, ist auch etwas doof. Ich darf nicht jeden ran­lassen. Ich nehm auch nur die Unsym­pa­this­chen, nicht so jeman­den wie dich” meinte das men­schge­wor­dene Flum­mi beschwichti­gend zu meinem Kumpel. Na toll — ich bin nu also ein Unsym­pa­th oder wie ???

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wunderlich

Wie weit fol­gt man eigentlich so der Glauben­srich­tung, der man ange­hört? Ich mein, isja nur ne Rich­tung. John­ny Paul the sec­ond soll ja seligge­sprochen wer­den, dazu muss nach sein­er erfol­gten Ster­bung nur noch ein Wun­der dank ihm für einen Men­schen passieren. Wie soll das denn ern­sthafter­maßen funk­tion­ieren? Und vor allem: Was muss man rauchen, um das zu ver­ste­hen ggf. nachzu­vol­lziehen? Welche Scherze haben die Jungs denn noch so auf Lager? Unser Vat­ter kon­nte schon die Geschichte mit dem Fis­cher­ring nicht glauben.

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