Freitag, den 11. Februar 2005   

die große kunst der pennäler-lyrik

Ein Anflug von Han­si-Kraus-Roman­tik überkommt einen ja beim Lesen: In Artikeln über Adam Green und diverse deutsche Nach­wuchs-Bands (Juli, Mia, Sil­ber­mond) zeigt sich die Kri­tik ver­wun­dert, dass den Tex­ten der jun­gen Gen­er­a­tion kaum Inhalt zuzus­prechen ist. Men­sch, die Kid­dies sind knapp über zwanzig, kaum gebildet und lesen nix. Da passen Hör­er zu Kün­stlern doch wie Arsch auf Eimer, wen juck­ts also? Von nix kommt nichts: Wer seinen Feingeist nur am Sprachver­mö­gen von Fernsehmod­er­a­toren und Castin­gopfern laben lässt, dem kann man doch nicht vor­w­er­fen, dass seine Aus­drucks­fähigkeit das Grund­schul­niveau nicht über­steigt und die bereimten The­men inhalt­sarm und boden­los sind? Aber es wird ihnen schließlich auch kein Lit­er­atur-Nobel­preis ver­liehen. Mich würde es sicher­lich auch freuen, wenn diese Leute ihre Kreativ­ität mit etwas mehr Niveau zur Gel­tung brin­gen ließen — man spricht ihnen ja schließlich auch nicht alles ab -, lieber als die Hupf­dohlen von Bohlen und D! sind sie mir aber alle­mal.