Donnerstag, den 23. August 2012   

westfälische idiome (XVI): knufen

Knufen meint das Beschäftigung gebende Essen eines in der Hand gepressten Teigproduktes als einer Zwischenmahlzeit. In dieser Hinsicht ist es eine Beschäftigung, die Eltern gerne ihren Kindern geben. Als Teigprodukt kommt alles in Frage, was man zusammendrücken kann, meist handelt es sich um ein trockenes Brötchen. Man kann auch einfach eine Scheibe Brot wegknufen, das Knufen eines Kuchenstücks oder eines Croissants ist dagegen eher ungewöhnlich. Ebenso knuft man keine belegten Brötchen. Es wird weder Besteck, noch ein Getränk gereicht.

Vom Wortstamm her kommt knufen möglicherweise von Knufe, d.i. das Ende eines Brotes [via].
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Foto: Jan Hoffmann. Verwendung unter creative commons licence.