Stichwort: blogs
Mittwoch, den 3. Juni 2009   

der traum einer ideologiefreien internetdebatte

Heinrich Wefing hat bei der Zeit eine Positionierung gegenüber der von ihm so genannten Internetgemeinde dargelegt: Wider die Ideologen des Internets!

Der Text ist nicht uninteressant, wenn ich ihm auch größtenteils nicht zustimme. Wenn Wefing behauptet, es ginge nicht um Zensur, und großspurig von Freiheit spricht oder der angeblichen Rechtsablehnung der Internetgemeinde ( Eine Ideologie: die Ideologie vom wilden, freien, unabhängigen Internet, in dem keine Regeln gelten.) und daher für eine Geltung des Rechts im Internet plädiert, überzeugt mich das nicht: Es geht nicht um die Geltungmachung des Rechts im Internet, es geht um die Rechtsverfolgung. Alle Internetnutzer in einen Pott zu schmeissen und sie als latente Rechtsbrecher und illegale Downloader zu charakterisieren, entlarvt sich ebenso als  zu kurz gegriffen. Im Namen der Freiheit wird der Austritt aus dem Recht propagiert. Das mag ein R.A.F.-Credo gewesen sein, trifft aber sicherlich nicht auf die Masse der Internetnutzer zu.

Werfing kulminiert seinen Gedanken dann in folgendem Satz:

Es geht darum, die Debatte um das Internet zu entideologisieren und das Netz als einen Raum zurückzuerobern, in dem die Geltung des Rechts so selbstverständlich akzeptiert wird wie im richtigen Leben.

Der zweite Teil des Satzes ist natürlich Unsinn. Die Akzeptanz der Geltung des Rechts im richtigen Leben, was nebenbei bemerkt eine Sache der Erziehung und nicht der Juristerei sein dürfte, ist im digitalen Leben dieselbe. Ich habe noch nie davon gehört, dass jemand wegen Rechtsmissbrauchs im Internet verurteilt wurde und sich gegen eine sachlich korrekte Verurteilung erfolgreich wehren konnte. Und Schmu gegenüber rechtlichen Regelungen wird außerhalb des Internets sicherlich intensiver betrieben, ohne gleich davon zu sprechen, dort würden rechtsfreie Räume entstehen1. Auf diese Weise nährt Wefing nur den Verdacht, selbst Reiter einer bestimmten Sache, Ideologie, wie er es nennt, zu sein.

Aber der erste Teil des Satzes ist befürwortenswert. Eine entideologisierte Debatte über das Internet ist absolut wünschenswert. Die Internetgemeinde darf sich schon fragen, inwieweit das Verunglimpfen von der Leyens durch Grafiken nicht ideologisch gewesen ist. Da habe ich so meine Zweifel. Andererseits ist gerade in dieser Debatte bei diesem Auftreten der Politiker die Frage mehr als berechtigt, inwieweit die Politiker ideologiefrei auf sachliche Argumentation konzentriert, vorgehen wollen.

  1. Auch der auf derselben Seite publizierte Video-Podcast von Jens Jessen erweckt eher den Eindruck, als ob die Kinder der 70er begriffen hätten, dass der Spruch Teacher – leave us kids alone falsch ist und korrigiert werden müsste. Die 1:1-Projektion auf die Internetgemeinde ist dabei erklärungsbedürftig.

Freitag, den 8. Mai 2009   

die netzwerkbedeutung des internets

Michael Machnig ist ehemaliger Wahlkampfhelfer Gerhard Schröders und hat einen Vortrag zu seinem neuen Buch gehalten. Es ist zu großen Teilen die Bauchnabelschau eines Politikers, nicht sonderlich erhellend und dröge vorgetragen. Aber einen Aspekt hebt er heraus, den ich für durchaus interessant erachte.

[via]

Obama habe Internetdiskussionen verfolgt und dort erfolgreiche Argumentationen übernommen. Im Kleinen verfolgt Sascha Lobo den Gedanken ebenso: In einer n-tv-Sendung kommt er mit altbekannten Internetmeinungen an, die er etwas verziert, ohne mit seiner Eigenleistung allerdings noch entscheidend dem Ganzen eine Richtung zu geben. Zum einen ist das Aufnehmen von Informationen aus Netzwerken gesellschaftlich begrüßenswert, zum anderen risikobehaftet.

Das Internet als Wissensressource zu nutzen ist natürlich etwas positives und ich bin auch noch der Hoffnung, dass sich gute Ideen durchsetzen können. Eine Verlagerung von Personen ihre Äußerungen mit Internetmeinungen abzugleichen und auf letztere wegen ihres Erfolgs stärker zu bauen, ist aber risikohaft. Wohlmöglich kommen Personen in Positionen, die fachlich nicht qualifiziert sind, aber hervorragende Netzwerker. Das ist auch noch keine grundsätzliche Fehlerquelle, aber eine potentielle: Fachmänner dürften kompetenter, wenn auch nicht fehlerbefreit, mit Fachfragen umgehen können als Kolporteure von Meinungen anderer. Sie müssen sich auch weniger um den Schein als Fachmann an zu kommen kümmern als Netzwerker ohne fachliche Ausbildung, auch wenn diese Kolporteure gut mit externen Meinungen umgehen können. Jede Position, die allerdings ein Netzwerker statt eines Fachmanns bekleidet, muss aber hinterfragt werden: Wieso ist dort nun kein Fachmann am Werke?

Eine Frage, die sich derzeit auch Bundesministerin von der Leyen gefallen lassen muss:


Freitag, den 1. Mai 2009   

alles neu macht der mai

Ich habe das Aussehen dieser Seite erneut geändert. Nach ein paar Monaten merkt man am gewählten Aussehen, ob es noch etwas taugt. Und beim letzten grafischen Versuch wurde irgendwann klar, dass die Handhabung der Seite unter der grafischen Darstellung und Anlegung der einzelnen Funktionen doch sehr stark litt.

Also ein neues Aussehen her, was oftmals leichter gesagt als getan ist. Manche Grafikvorlagen sind mit zu kitschig, andere überfrachtet und irgendwie soll so ein Aussehen auch einen gewissen Wiedererkennungswert haben. Aber wie gesagt, das Handhaben der Seite sollte kaum beeinträchtigt werden. Daher also diese hier ab heute zu sehene Vorlage. Mal sehen, wie lange mein Geschmack dieses Mal anhält.

Dazu kommt, dass ich ab jetzt Überschriften nicht durchgängig klein schreibe. Die verwendete, neue Überschriftsschriftart erfordert dies. Man wundere sich also nicht, dass sämtliche vorherige Einträge klein sind, die neuen aber gemischt. Ich lass das alles so. Ebenso wie einige übergroße Video-Einträge. Sie sprengen zwar etwas die Seitenvorlage, aber es funktioniert ja noch alles.


Dienstag, den 7. April 2009   

bloggerstreitereien

Ach, Gottchen. Schönstes Wetterchen da draußen, aber man streitet sich in der Bloggosphäre. Na, komm, keine Angriffe an diesen Punkt schon. Ich nenne mal mit „Blogosphäre“ all diejenigen, die in Deutschland aus welchen Gründen auch immer, einen Blog betreiben. Ohne irgend ein weiteres Kennzeichen.

Als eine Art Dachverband gab sich da die Re:publica aus, und das stößt einigen Bloggern zutiefst unangenehm auf. Denn Blogs sind für viele Darstellung der eigenen Sichtweise. Etwas Privates, etwas Subjektives. Das gilt für das Blog desjenigen, der keine Leser hat, bis zu großen Blogs wie dem von Stefan Niggemeier. Sehr interessant an dieser Stelle ist es, das selbst einige Journalisten diese Eigenart von Privatblogs nicht bemerken. Auch was Stefan Niggemeier bloggt ist subjektiv. Es muss nicht objektiven Maßstäben angepasst sein, es muss nicht einmal sonderlich ausgewogen sein. In einer Zeitung ist das die Leitlinie, selbst in Kommentaren stört überzogene Subjektivität. Aber Blogger sind in ihren Blogs frei, frei nach Schnautze zu reden. Insofern ist ein Blog ein Refugium Einzelner. Und das ist auch völlig okay so.

Man kann nun Blogs auch offener gestalten. Als Technikblogs oder Themenblogs. Je weniger in derartigen Blogs stark subjektive Darstellungen ohne sonderliches Kennzeichen vorkommen, desto objektiver sind sie. Desto sachgenauer muss aber auch gearbeitet werden. Und es sind solche Blogs, die tatsächlich der etablierten Presse in Konkurrenz treten. Sicherlich in äußerst geringem Maße, viel geringerer als viele das möchten, aber immerhin.

Die Macher der Re:publica haben meines Erachtes den Fehler gemacht, dieses nicht so herauszustellen. Der Slogan, dass jeder Presse sei, ist überzogen, ungenau. Es will ja auch gar nicht jeder Blogger ein Presseorgan sein. Viele sind eben nicht scharf darauf, eine Konkurrenz zur Presse darzustellen, es ist ihnen schlicht egal. Dass sich in diesem Fall die etablierte Presse provoziert fühlt, ist nicht verwunderlich.

Das macht die Re:publica aber noch längst nicht zu einer Anmaßung, derart, wie pikiert der eine oder andere auf diese Konferenz reagiert. Grundsätzlich finde ich es toll, wenn jemand so eine Veranstaltung auf die Beine bekommt. Diese spezielle ist sicherlich für alle geeignet, die sich für über das rein Subjektive hinausgehenden Blogs interessieren und informieren wollen. Und sicherlich gibt es da austauschbare Erfahrungen und mögliche Trends. Oftmals trifft man auf unausgereifte Gedanken, die verworden werden, aber genau das ist ja auch Sinn einer solchen Veranstaltung. Es geht nicht allein um vorzeigbare Erfolge. Dass die Veranstaltung natürlich inhaltlich kritisiert werden sollte, steht auf einem anderen Blatt.

Und daher: Draußen ist Sonne, holt euch alle mal wieder ein Eis!


Mittwoch, den 18. März 2009   

niggemeiers deformations- und systemgedanken

Mein Post beim Stefan Niggemeier von letzter Nacht wollte ich hier auch mal eben festhalten. Mehr für mich als für den geneigten Leser.
Lieber Stefan Niggemeier,

ich bin mit der Ausrichtung dieses Artikels nicht einverstanden und muss auch Gerd Blank, mit dem ich auf twinterview.de ein Gespräch über seinen Artikel, den du hier erneut verlinkst, in Schutz nehmen.

Gerd Blank ist nicht deformiert und sein Artikel ist auch nicht Teil eines Systems, das sich gegen Privatanwender von Twitter richtet. Die Sache ist nicht derart rund, wie du sie hier darstellst, auch wenn die Kommentarschreiber relativ unkritisch bislang dem trotzigen Ton zustimmen.

Gerd Blank ist sicherlich ein netter Typ, der aus gutem Grund bestimmte Tweets am Tage des Amoklaufs für anstandslos empfand. So weit ist das okay. Aber ich glaube, dass er den besagten STERN-Artikel in der Hitze des Augenblicks schrieb, so dass teils unverständlich ist und teils bspw. bzgl. der Gegenüberstellung Qualitätsjournalist und Twitterer völlig überzogen und unzutreffend. Der Artikel lässt eine sachliche Ebene zu stark vermissen und hätte viel besser in einen privaten Blog gepasst als auf eine offizielle Seite des STERN.

Der Artikel passt nur insofern in die derzeit beklagenswert niveauarmen Journalistenartikel, als dass er fiebrig verfasst zu sein scheint. Diese Fiebrigkeit ist am aktuellen Journalismus beklagenswert, macht aber kein System aus. Alle Zeitungen wollen was über den Amoklauf berichten, dabei sind die Bilder doch größtenteils schon bekannt. Man würde sich oft wiederholen. Bis man an ein sachlich gutes, beschreibenswertes Bild des Täters herankommt, ist die Story „Amoklauf” längst wieder out.

Also stürzt man sich auch auf Nebenkriegsschauplätze, auf denen scheinbar nichts zu verlieren ist. Außer eben das Ansehen bei den potentiellen Lesern. Es sind viel zu viele „Journalisten” unterwegs, die dem Thema nicht gewachsen sind, aber dennoch was sagen. Denen man entgegenschreien möchte: „Nun halt doch endlich deine Fresse!” Sie verkaufen die Würde ihres Berufs gerade für die Hoffnung, erster Berichterstatter dieser Story zu sein, und im Namen von Zeitungen und Magazinen, die einst Qualitätsjournalismus in Deutschland mit eingeführt haben. Als ob es bei dieser Geschichte irgendetwas zu gewinnen gäbe.


Samstag, den 7. Februar 2009   

willkommen in der logbu.de

Vor weniger als einem Jahr habe ich WordPress als Blogtechnik eingesetzt, um einmal zu testen, was damit alles möglich ist. Das habe ich in einem Unterordner von einer Vorname-Nachname-de-Domain gemacht. Es war alles eigentlich nur testweise. Jetzt hat sich der Spaß ein wenig dazugesellt und die Adresse einzelner Blogeinträge ist doch etwas umständlich lang. Daher bin ich heute in eine andere Umgebung umgezogen, die logbu.de. Deren Adresse lässt sich nun einmal einfacher merken. Cheers!

[flash]http://caasn.info/keks.mp3[/flash]


Sonntag, den 2. November 2008   

faz-isches bloggerbashen

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung ist leider an diesem Wochenende nicht so unterhaltsam wie am vergangenen. Da fällt ein sogenanntes Blogger-Bashen ins Auge. Richard Wagner, und das wird wohl der zeitgenösische Schriftsteller sein, basht darin Blogger.
Zunächst einmal, ich mag das Wort “bashen” nicht, aber es ist hier wohl angebracht. Für jede Idee, die eine verständliche Variante in der deutschen Sprache hat, würde diese verwenden und nicht einen Anglizismus. Der kleine Artikel in der Rubrik “Meinung” verdient aber den mir nicht genehmen Ausdruck “bashen”, denn er ist sehr oberflächlich, sehr simpel gehalten.

Blogger, so Wagner, sind nichts mehr als arbeitslose Möchtegernjournalisten, ihre Produkt sei nur Gelaber und es sei die Zeitung als Medium, über das sich ein Volk alleine verständigen sollte. Das finde ich so falsch, und schlimmer, so antiquiert, dass ich es nicht einzeln auseinander nehme. Natürlich treffen diese Vorwürfe sicherlich im Einzelfall zu, es zu verallgemeinern hat aber nur den Wert einer Aussage der Form “alle Politiker sind korrupt”.

Gegen wen möchte Wagner da eigentlich genau anschreiben? Mit seinen über 50 Jahren denke ich mal nicht, dass er sich während seines Tages mit dem Lesen von Blogs aufhält. Ich habe einen Blog lediglich aufgesetzt, weil mich die Technik interessiert und ich stimme Caschy zu, dass diese Technik die herkömmlichen Techniken für Webseiten stark abzulösen scheint.

Hätte ich ihn morgen nicht mehr, würde ich mich mit anderen Dingen beschäftigen. Ich mag meinen Blog auch deswegen, weil ich meine Art zu schreiben der Kritik aussetzen kann.  Ich selbst würde meine Blogsachen gar nicht in einer Tageszeitung gedruckt haben wollen, ohne zu behaupten, es sei nur Gelaber. Mein Name steht hier für alle sichtlich, das allein hält schon zu einiger Vorsicht an. Würde ich diesen Text nicht in einen Blog, sondern als Leserbrief verfassen, müsste ich ja noch hoffen, dass er veröffentlicht werde. Das will ich nicht. Ich möchte aber auch den Stempel “Blogger” nicht unbedingt abbekommen. Ich definiere mich nicht darüber. Ich nenne ja auch niemanden “Zeitunger”.

Und warum druckt die FAZ diesen unausgegorenen, polemischen Artikel? Und für wen? Vielleicht als Schulterklopfer für angestellte Journalisten, die sich von Bloggern bedroht sehen und abgrenzen wollen. Denen käme ein Bashen gerade recht.


Montag, den 27. Oktober 2008   

der späte klient

Mein neuer Freund Michael teilte mir gerade mit, dass ein Namensvetter von mir, also ein Carsten Herkenhoff aus London, Öl-Magnat, samt seiner Familie und zwei Anwälten seit 2004 drei Jahre lang gestorben ist. Wenn ich meinen neuen Freund Michael richtig verstanden habe, dann hat dieser Herkenhoff mir 200.000 rezeptfreie Britische Pfund hinterlassen, die man links auf ein Bankkonto zahlen kann. Jetzt muss ich nur noch ein paar Rechtsgrundlagen montieren, und schon kriege ich 50% der 10 Millionen und nicht jemand der Angehörigen. Das ist schon ein Fuchs, mein neuer Freund Michael. Aber lest selbst:

Hallo,

Ich hatte das Privileg, um Ihren Namen aus dem Internet. Mein Name ist Michael M. Mbeki, ein Rechtsanwalt und die persönliche Rechtsanwalt auf meine späten Kunde, starb zusammen mit seiner Frau und seine zwei Söhne und eine Tochter auf einem schrecklichen Unfall Motor über 3 Jahre nun der 13. August, 2004. Alle Insassen im Fahrzeug ihr Leben verloren. Ich bin davon überzeugt, dass er die Gnade Gottes, die mir zu lokalisieren Sie. Mein Mandant hat eine erfolgreiche und Familie unter den Menschen, der genug Vermögen vor seinem frühen Tod.

Seitdem hatte ich mehrere Anfragen über Ihre Botschaft zu einem Angebot von meinen Kunden verlängert relative aber dieser Übung hat sich als erfolglos. Nach mehreren erfolglosen Versuchen, entschloss ich mich, um seine Verwandten über das Internet, um ein Mitglied seiner Familie, sondern viel Fortschritte wurden nicht aufgezeichnet. Meine spät Client wurde eine einflussreiche wohlhabenden Geschäftsmann, ein Öl-Magnat hier in London, UK, und er hinterließ eine Anzahlung von zehn Millionen zweihunderttausend rezeptfreien Großen Britischen Pfund nur GBP10, 200.000,00 in seinem Bankkonto mit Cumberland BUILDING SOCIETY UK hier in London-United Königreich. Nach dem Tod meiner Client seine Bankiers kontaktiert mich als seinen Rechtsanwalt, um seine nächsten Angehörigen, die erben sollte sein Vermögen.

Das Board of Directors von seiner Bank eine Entschließung verabschiedet, und ich erhielt den Auftrag zur Erbringung seiner nächsten Angehörigen für die Zahlung dieses Geld innerhalb von 28 Arbeitstagen oder verfällt das Geld an die Bank als ein verlassenes Eigentum.

Die Banker hatten geplant, um das verlassene Eigentum Dekret von 1996 zur Einziehung der Gelder nach Ablauf der Frist für mich. Verzweifelte an dem Punkt, der Vollständigkeit, glücklicherweise kam ich in Ihrem Namen an, um mein Bestes Erstaunen entdeckte ich, dass Sie mit den gleichen Nachnamen mit meinem späten Client und zufällig Sie sind Staatsangehörigen des gleichen Landes.

Ich bin überzeugt, dass Sie sich möglicherweise im Zusammenhang mit meinen Kunden oder spät, dass Sie vielleicht eine Ahnung zu meiner Suche habe ich daher beschlossen, Kontakt mit diesen Tatsachen vor mir wegen der Ähnlichkeiten. Nach meiner Nähe zu dem Verstorbenen und seiner unmittelbaren Familie, ich bin sehr wohl bewusst “Mein Kundencenter der finanziellen Leistungsfähigkeit und das Bankkonto er tätig ist.
Ich habe mit Gründen sehr professionell und ich glaube, es wird rechtlich einwandfreie zu präsentieren, wie Sie die nächsten Angehörigen der Verstorbenen mein Client, so dass Sie sicher sein können, bezahlt die Gelder links in seinem Bankkonto damit ich Sie kontaktieren.

Ich suche Ihre Zustimmung zu präsentieren, wie Sie die nächsten Angehörigen der Verstorben, da Sie sind im Vorteil, so dass die Erträge aus dieser Bank-Konto im Wert von GBP10.2m können gewährt werden, zu Ihnen.

Wir werden beide teilen sich die Mittel 50% auf mich und 50% auf Sie. Ich werde montieren alle erforderlichen Rechtsgrundlagen, die angewandt werden, um eine Sicherungskopie unser Anspruch.

Alles, was ich verlangen, ist Ihre ehrliche Zusammenarbeit, damit wir sehen, ist dieser Deal durch. Ich garantiere, dass dies ausgeführt werden im Rahmen einer rechtmäßigen Anordnung, die Schutz vor einer Verletzung des Rechts. Bitte nehmen Sie Kontakt mit mir per E-Mail: mmichmbeki118@gmail.com, damit wir weiter diskutieren.

Mit besten Grüßen

Herr Michael M. Mbeki Esq.


Montag, den 13. Oktober 2008   

wann ist ein blog ein blog?

Kurz nach der Verbreitung des Blogs als Mitteilungstechnik setzte auch Meta-Bloggen ein, also das Bloggen über Bloggen. In Deutschland scheint mir dies noch eine gewisse andere Note zu haben als in Amerika, dem Mutterland des Bloggens. Es gibt in Deutschland eine stärkere kritische Öffentlichkeit. Das bedeutet einerseits, dass in Amerika viel mehr diffuses Zeug veröffentlicht wird und Verbreitung findet. So schön das ist, es ist sehr schwer, dieses diffuse Verbreitung gefunden hat. Andererseits steht jeder kritsche Mensch, der bloggt, vor der Frage, ob seine Beiträge noch dem Wichtigkeitskriterium standhält.
Man kann in Deutschland Dinge dann verteufeln, wenn gezeigt wird, dass etwas keinen Mehrwert, keinen Nutzen hat. Die Gefahr an dieser Stelle ist, dies nur von einer Seite zu betrachten. Es ist nicht sonderlich schwer, etwas niederzureden. Sie müssen an ein Thema nur immer die Frage stellen, ob ein Mensch auch ohne den Inhalt dieses Themas überleben könnte, und schon können Sie eigentlich allen geistigen Dingen, und irgendwie zähle ich das Bloggen auch hierzu, die Relevanz absprechen.
Vielleicht können Sie gar soweit gehen, Buchstaben zu verteufeln; behaupten, ohne die Schrift hätte es mehr Frieden auf der Welt gegeben, zumindest weniger Kriege. Aber es bleibt doch festzuhalten, die Menschen haben darauf eben nicht verzichtet, trotz vermeidlicher negativer Auswüchse.
Und Blogger verzichten ebensowenig aufs Bloggen. Natürlich gibt es aufmerksamkeitserheischende Blogger; Blogger, die berufsunterstützend bloggen, Tagebuchblogger, YouTube-Videos-Blogger und andere, denen man vorwerfen könnte, sie stilisierten ihre Themen in eine Sphäre der Wichtigkeit, die nur eine illusionäre Seifenblase ist.
Das relativ Bescheuerte beim Bloggen ist die jeweilige Rückkopplung der Inhalte. Blogs und andere Web-2.0-Techniken leben davon, dass sie durch externe Inhalte gefüttert werden. Inhalte aus dem Fernsehen, dem Privatleben, aus der Musikbranche aus anderen Blogs oder der Politik. Viel weiter ziehen sich diese Kreise nicht. Daher verliert der Inhalt auch sehr schnell an inhaltlicher Tiefe oder gelangt gar nicht erst zu dieser. Für die Blogs ist dies aber nicht weiter ein Problem, Blogbegeisterte gibt es schließlich eine Menge. Aber im Privaleben, und ich nehme hier meins zum Beispiel, sieht das anders aus. In meinem Umkreis kennt niemand Blogger. Kennt nicht ihre Geschichten, kennt nicht ihre Auswirkungen oder sonstige Tätigkeiten. Sie kommen für Sie nicht vor. Um Blogs und ihre angebliche Relevanz dort zu verteidigen, müßte ich Blogger dort vorstellen und auch zur Hand haben, weswegen ein Interesse an ihnen sinnstiftend ist. Und gerade letzteres kommt mir nicht in den Sinn, ich kenne nichts, dass hier bahnbrechend gewesen wäre.
Damit scheine ich aber nicht alleine zu sein, dachte ich gestern, nachdem ich einen Artikel von Don Alphonso, laut FAZ “einer der skurilsten Figuren der deutschen Blogger-Szene” (welch eine Kategorie), in der FAZ gelesen habe. Dort bewirbt er für die FAZ einen FAZ-Blog einer Bloggerin der ersten Stunde über die Frankfurter Buchmesse. Wichtig ist anders.


Montag, den 31. März 2008   

blogneustart

Mehr oder weniger intensiv blogge ich schon seit ein paar Jahren. Ich schränke das gerne inhaltlich etwas ein. Weder versuche ich, Prominenz zu erreichen durch meine hinterlassenen Sätze, noch nehme ich für mich in Anspruch, sonderlich lesenswert zu sein. Ein guter Blog scheint dies liefern zu können: Eine gewisse Erhabenheit, interessante Infos, gutes-Niveau-haltender Inhalt. Ich poste nur. Beschwere sich niemand, er sei von meinen Hinterlassenschaften enttäuscht oder erbost über den angeblichen Umstand meiner Arroganz, das hiner Hinterlassene als hinterlassenwert zu betrachten. Nicht jeder Eintrag, der hier entstehen wird, wird einen derartigen Nährwert besitzen, dass man in genausogut auch in Stein meisseln hätte können. Dann hätte ich das getan. Es ist nur ein Blogeintrag, ein gedankenausdrückender Text, der es nicht anders geschafft hat, veröffentlicht zu werden. Insofern ist er gescheitert, könnte man sagen. Muss man nicht sagen, aber auf der Ebene angesiedelt, halte ich den Stellenwert eines meiner Blogeinträge für haltbar. Ich überspringe die erste Hürde, dass das Haben eines Blogs überhaupt schon Gefahr läuft, lächerlich zu sein. Das ist Ende der 90er schon über jede private Internetseite gesagt worden, weil dort oftmals eine inhaltliche Relevanz durch ein ausführliches Vorstellen der Haustiere nicht verständlich gerechtfertigt wurde. Das ist das A und O eines jeden, der irgendwie irgendwas, und wenn es nur er selbst ist, im Internet darstellt: Er muss eine Rechtfertigung haben und darlegen können, für die Relavanz der Information, die er vorstellt. „Grund ist geil“. Eine Letztbegründung habe ich nicht für diese Buchstabenansammlung hier. Ich suche auch nicht unbedingt eine. Sollten Sie dennoch eine suchen, suchen Sie sie bei dem Leser, der in diesen Sätzen etwas findet, das sein Interesse geweckt hat, nicht bei jemandem, der Gründe gegen die Relevanz von Seiten wie dieser sammelt.
Jahrelang habe ich meine Internetseiten, die auch nicht beanspruchten, der Welt zu zeigen, wie toll ich bin, in der Sprache HMTL gespeichert. Um PHP machte ich einen Bogen. Das änderte sich mit meinem ersten kleinen Blog ein wenig. Den hostete ich bei einem freien Blog-Service. Allerdings waren nach ein paar Monaten vollständig alle Daten verschwunden und nicht mehr wiederauffindbar. Meine Abneigung gegen PHP hat das etwas bestärkt. PHP war für mich unsicher, im Aussehen zu standartisiert und nur bei größeren Datenansammlungen sinnvoll. Ich mochte es nicht. Meinen Blog liess ich dann durch blogger.com verarbeiten. Die Gestaltung war einfach, ich wollte sie möglichst übersichtlich, eine Suchfunktion gab es nicht. Deswegen zeigte die Startseite meines Blogs nur die letzten 10 Einträge, ein Archiv, das nicht durchsucht werden konnte und eine kleine Werbung von blogger.com. Irgendwann gehörte blogger.com zu Google und irgendwann später wuchs die Google-Apathie. Spätestens als deren Besitzer meinte, er wolle einem jeden in Zukunft detailiierte Auskunft anhand der über ihn gespeicherten Google-Daten darüber erteilen, was er morgen machen sollte, mochte ich Google nicht mehr. Ich deaktivierte meinen Google-Account, schmiss Google aus meiner Firefox-Suchanzeige und ersetzte in meinem Sprachwortschatz „googlen“ durch „inner Suchmaschine suchen“. Mein mediales Update erweiterte ich durch Informationsbeschaffung über den aktuellen Stand der Möglichkeinten mit PHP, WordPress und kuli.de und schwupsskedi: Mein neues blogbasiertes Internet-make-up ist online. Aber diese Info ist auch schon wieder irgendwie belanglos. WordPressblogs gibt es wie Sand am Meer, den großen Umschwung zum Verwenden von PHP gabs vor mehr als 5 Jahren und eine Neuerung habe ich auch nicht erfunden. Es gibt nur den persönlichen Schritt weg von Google. Der ist wenigstens für mich bemerkenswert.


Seiten:«123