der traum einer ideologiefreien internetdebatte

Hein­rich Wef­ing hat bei der Zeit eine Posi­tion­ierung gegenüber der von ihm so genan­nten Inter­net­ge­meinde dargelegt: Wider die Ide­olo­gen des Inter­nets!

Der Text ist nicht unin­ter­es­sant, wenn ich ihm auch größ­ten­teils nicht zus­timme. Wenn Wef­ing behauptet, es gin­ge nicht um Zen­sur, und großspurig von Frei­heit spricht oder der ange­blichen Rechtsablehnung der Inter­net­ge­meinde ( Eine Ide­olo­gie: die Ide­olo­gie vom wilden, freien, unab­hängi­gen Inter­net, in dem keine Regeln gel­ten.) und daher für eine Gel­tung des Rechts im Inter­net plädiert, überzeugt mich das nicht: Es geht nicht um die Gel­tung­machung des Rechts im Inter­net, es geht um die Rechtsver­fol­gung. Alle Inter­net­nutzer in einen Pott zu schmeis­sen und sie als latente Rechts­brech­er und ille­gale Down­loader zu charak­ter­isieren, ent­larvt sich eben­so als  zu kurz gegrif­f­en. Im Namen der Frei­heit wird der Aus­tritt aus dem Recht propagiert. Das mag ein R.A.F.-Credo gewe­sen sein, trifft aber sicher­lich nicht auf die Masse der Inter­net­nutzer zu.

Werf­ing kul­miniert seinen Gedanken dann in fol­gen­dem Satz:

Es geht darum, die Debat­te um das Inter­net zu entide­ol­o­gisieren und das Netz als einen Raum zurück­zuer­obern, in dem die Gel­tung des Rechts so selb­stver­ständlich akzep­tiert wird wie im richti­gen Leben.

Der zweite Teil des Satzes ist natür­lich Unsinn. Die Akzep­tanz der Gel­tung des Rechts im richti­gen Leben, was neben­bei bemerkt eine Sache der Erziehung und nicht der Juris­terei sein dürfte, ist im dig­i­tal­en Leben dieselbe. Ich habe noch nie davon gehört, dass jemand wegen Rechtsmiss­brauchs im Inter­net verurteilt wurde und sich gegen eine sach­lich kor­rek­te Verurteilung erfol­gre­ich wehren kon­nte. Und Schmu gegenüber rechtlichen Regelun­gen wird außer­halb des Inter­nets sicher­lich inten­siv­er betrieben, ohne gle­ich davon zu sprechen, dort wür­den rechts­freie Räume entstehen[1. Auch der auf der­sel­ben Seite pub­lizierte Video-Pod­cast von Jens Jessen erweckt eher den Ein­druck, als ob die Kinder der 70er begrif­f­en hät­ten, dass der Spruch Teacher — leave us kids alone falsch ist und kor­rigiert wer­den müsste. Die 1:1-Projektion auf die Inter­net­ge­meinde ist dabei erk­lärungs­bedürftig.]. Auf diese Weise nährt Wef­ing nur den Ver­dacht, selb­st Reit­er ein­er bes­timmten Sache, Ide­olo­gie, wie er es nen­nt, zu sein.

Aber der erste Teil des Satzes ist befür­wortenswert. Eine entide­ol­o­gisierte Debat­te über das Inter­net ist abso­lut wün­schenswert. Die Inter­net­ge­meinde darf sich schon fra­gen, inwieweit das Verunglimpfen von der Leyens durch Grafiken nicht ide­ol­o­gisch gewe­sen ist. Da habe ich so meine Zweifel. Ander­er­seits ist ger­ade in dieser Debat­te bei diesem Auftreten der Poli­tik­er die Frage mehr als berechtigt, inwieweit die Poli­tik­er ide­olo­giefrei auf sach­liche Argu­men­ta­tion konzen­tri­ert, vorge­hen wollen.

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die netzwerkbedeutung des internets

Michael Mach­nig ist ehe­ma­liger Wahlkampfhelfer Ger­hard Schröders und hat einen Vor­trag zu seinem neuen Buch gehal­ten. Es ist zu großen Teilen die Bauchn­abelschau eines Poli­tik­ers, nicht son­der­lich erhel­lend und dröge vor­ge­tra­gen. Aber einen Aspekt hebt er her­aus, den ich für dur­chaus inter­es­sant erachte.

[via]

Oba­ma habe Inter­net­diskus­sio­nen ver­fol­gt und dort erfol­gre­iche Argu­men­ta­tio­nen über­nom­men. Im Kleinen ver­fol­gt Sascha Lobo den Gedanken eben­so: In ein­er n-tv-Sendung kommt er mit alt­bekan­nten Inter­net­mei­n­un­gen an, die er etwas verziert, ohne mit sein­er Eigen­leis­tung allerd­ings noch entschei­dend dem Ganzen eine Rich­tung zu geben. Zum einen ist das Aufnehmen von Infor­ma­tio­nen aus Net­zw­erken gesellschaftlich begrüßenswert, zum anderen risikobe­haftet.

Das Inter­net als Wis­sensres­source zu nutzen ist natür­lich etwas pos­i­tives und ich bin auch noch der Hoff­nung, dass sich gute Ideen durch­set­zen kön­nen. Eine Ver­lagerung von Per­so­n­en ihre Äußerun­gen mit Inter­net­mei­n­un­gen abzu­gle­ichen und auf let­ztere wegen ihres Erfol­gs stärk­er zu bauen, ist aber risiko­haft. Wohlmöglich kom­men Per­so­n­en in Posi­tio­nen, die fach­lich nicht qual­i­fiziert sind, aber her­vor­ra­gende Net­zw­erk­er. Das ist auch noch keine grund­sät­zliche Fehlerquelle, aber eine poten­tielle: Fach­män­ner dürften kom­pe­ten­ter, wenn auch nicht fehler­be­fre­it, mit Fach­fra­gen umge­hen kön­nen als Kol­por­teure von Mei­n­un­gen ander­er. Sie müssen sich auch weniger um den Schein als Fach­mann an zu kom­men küm­mern als Net­zw­erk­er ohne fach­liche Aus­bil­dung, auch wenn diese Kol­por­teure gut mit exter­nen Mei­n­un­gen umge­hen kön­nen. Jede Posi­tion, die allerd­ings ein Net­zw­erk­er statt eines Fach­manns bek­lei­det, muss aber hin­ter­fragt wer­den: Wieso ist dort nun kein Fach­mann am Werke?

Eine Frage, die sich derzeit auch Bun­desmin­is­terin von der Leyen gefall­en lassen muss:

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alles neu macht der mai

Ich habe das Ausse­hen dieser Seite erneut geän­dert. Nach ein paar Monat­en merkt man am gewählten Ausse­hen, ob es noch etwas taugt. Und beim let­zten grafis­chen Ver­such wurde irgend­wann klar, dass die Hand­habung der Seite unter der grafis­chen Darstel­lung und Anle­gung der einzel­nen Funk­tio­nen doch sehr stark litt.

Also ein neues Ausse­hen her, was oft­mals leichter gesagt als getan ist. Manche Grafikvor­la­gen sind mit zu kitschig, andere über­frachtet und irgend­wie soll so ein Ausse­hen auch einen gewis­sen Wieder­erken­nungswert haben. Aber wie gesagt, das Hand­haben der Seite sollte kaum beein­trächtigt wer­den. Daher also diese hier ab heute zu sehene Vor­lage. Mal sehen, wie lange mein Geschmack dieses Mal anhält.

Dazu kommt, dass ich ab jet­zt Über­schriften nicht durchgängig klein schreibe. Die ver­wen­dete, neue Über­schriftss­chrif­tart erfordert dies. Man wun­dere sich also nicht, dass sämtliche vorherige Ein­träge klein sind, die neuen aber gemis­cht. Ich lass das alles so. Eben­so wie einige über­große Video-Ein­träge. Sie spren­gen zwar etwas die Seit­en­vor­lage, aber es funk­tion­iert ja noch alles.

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bloggerstreitereien

Ach, Gottchen. Schön­stes Wet­terchen da draußen, aber man stre­it­et sich in der Blog­gosphäre. Na, komm, keine Angriffe an diesen Punkt schon. Ich nenne mal mit “Blo­gosphäre” all diejeni­gen, die in Deutsch­land aus welchen Grün­den auch immer, einen Blog betreiben. Ohne irgend ein weit­eres Kennze­ichen.

Als eine Art Dachver­band gab sich da die Re:publica aus, und das stößt eini­gen Blog­gern zutief­st unan­genehm auf. Denn Blogs sind für viele Darstel­lung der eige­nen Sichtweise. Etwas Pri­vates, etwas Sub­jek­tives. Das gilt für das Blog desjeni­gen, der keine Leser hat, bis zu großen Blogs wie dem von Ste­fan Nigge­meier. Sehr inter­es­sant an dieser Stelle ist es, das selb­st einige Jour­nal­is­ten diese Eige­nart von Pri­vat­blogs nicht bemerken. Auch was Ste­fan Nigge­meier blog­gt ist sub­jek­tiv. Es muss nicht objek­tiv­en Maßstäben angepasst sein, es muss nicht ein­mal son­der­lich aus­ge­wogen sein. In ein­er Zeitung ist das die Leitlin­ie, selb­st in Kom­mentaren stört über­zo­gene Sub­jek­tiv­ität. Aber Blog­ger sind in ihren Blogs frei, frei nach Sch­nautze zu reden. Insofern ist ein Blog ein Refugium Einzel­ner. Und das ist auch völ­lig okay so.

Man kann nun Blogs auch offen­er gestal­ten. Als Tech­nikblogs oder The­men­blogs. Je weniger in der­ar­ti­gen Blogs stark sub­jek­tive Darstel­lun­gen ohne son­der­lich­es Kennze­ichen vorkom­men, desto objek­tiv­er sind sie. Desto sach­ge­nauer muss aber auch gear­beit­et wer­den. Und es sind solche Blogs, die tat­säch­lich der etablierten Presse in Konkur­renz treten. Sicher­lich in äußerst geringem Maße, viel gerin­ger­er als viele das möcht­en, aber immer­hin.

Die Mach­er der Re:publica haben meines Eracht­es den Fehler gemacht, dieses nicht so her­auszustellen. Der Slo­gan, dass jed­er Presse sei, ist über­zo­gen, unge­nau. Es will ja auch gar nicht jed­er Blog­ger ein Presse­or­gan sein. Viele sind eben nicht scharf darauf, eine Konkur­renz zur Presse darzustellen, es ist ihnen schlicht egal. Dass sich in diesem Fall die etablierte Presse provoziert fühlt, ist nicht ver­wun­der­lich.

Das macht die Re:publica aber noch längst nicht zu ein­er Anmaßung, der­art, wie pikiert der eine oder andere auf diese Kon­ferenz reagiert. Grund­sät­zlich finde ich es toll, wenn jemand so eine Ver­anstal­tung auf die Beine bekommt. Diese spezielle ist sicher­lich für alle geeignet, die sich für über das rein Sub­jek­tive hin­aus­ge­hen­den Blogs inter­essieren und informieren wollen. Und sicher­lich gibt es da aus­tauschbare Erfahrun­gen und mögliche Trends. Oft­mals trifft man auf unaus­gereifte Gedanken, die ver­wor­den wer­den, aber genau das ist ja auch Sinn ein­er solchen Ver­anstal­tung. Es geht nicht allein um vorzeig­bare Erfolge. Dass die Ver­anstal­tung natür­lich inhaltlich kri­tisiert wer­den sollte, ste­ht auf einem anderen Blatt.

Und daher: Draußen ist Sonne, holt euch alle mal wieder ein Eis!

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niggemeiers deformations- und systemgedanken

Mein Post beim Ste­fan Nigge­meier von let­zter Nacht wollte ich hier auch mal eben fes­thal­ten. Mehr für mich als für den geneigten Leser.
Lieber Ste­fan Nigge­meier,

ich bin mit der Aus­rich­tung dieses Artikels nicht ein­ver­standen und muss auch Gerd Blank, mit dem ich auf twinterview.de ein Gespräch über seinen Artikel, den du hier erneut ver­linkst, in Schutz nehmen.

Gerd Blank ist nicht deformiert und sein Artikel ist auch nicht Teil eines Sys­tems, das sich gegen Pri­vatan­wen­der von Twit­ter richtet. Die Sache ist nicht der­art rund, wie du sie hier darstellst, auch wenn die Kom­men­tarschreiber rel­a­tiv unkri­tisch bis­lang dem trotzi­gen Ton zus­tim­men.

Gerd Blank ist sicher­lich ein net­ter Typ, der aus gutem Grund bes­timmte Tweets am Tage des Amok­laufs für anstand­s­los emp­fand. So weit ist das okay. Aber ich glaube, dass er den besagten STERN-Artikel in der Hitze des Augen­blicks schrieb, so dass teils unver­ständlich ist und teils bspw. bzgl. der Gegenüber­stel­lung Qual­ität­sjour­nal­ist und Twit­ter­er völ­lig über­zo­gen und unzutr­e­f­fend. Der Artikel lässt eine sach­liche Ebene zu stark ver­mis­sen und hätte viel bess­er in einen pri­vat­en Blog gepasst als auf eine offizielle Seite des STERN.

Der Artikel passt nur insofern in die derzeit bekla­genswert niveauar­men Jour­nal­is­te­nar­tikel, als dass er fiebrig ver­fasst zu sein scheint. Diese Fiebrigkeit ist am aktuellen Jour­nal­is­mus bekla­genswert, macht aber kein Sys­tem aus. Alle Zeitun­gen wollen was über den Amok­lauf bericht­en, dabei sind die Bilder doch größ­ten­teils schon bekan­nt. Man würde sich oft wieder­holen. Bis man an ein sach­lich gutes, beschreibenswertes Bild des Täters her­ankommt, ist die Sto­ry „Amok­lauf” längst wieder out.

Also stürzt man sich auch auf Nebenkriegss­chau­plätze, auf denen schein­bar nichts zu ver­lieren ist. Außer eben das Anse­hen bei den poten­tiellen Lesern. Es sind viel zu viele „Jour­nal­is­ten” unter­wegs, die dem The­ma nicht gewach­sen sind, aber den­noch was sagen. Denen man ent­ge­gen­schreien möchte: „Nun halt doch endlich deine Fresse!” Sie verkaufen die Würde ihres Berufs ger­ade für die Hoff­nung, erster Berichter­stat­ter dieser Sto­ry zu sein, und im Namen von Zeitun­gen und Mag­a­zi­nen, die einst Qual­ität­sjour­nal­is­mus in Deutsch­land mit einge­führt haben. Als ob es bei dieser Geschichte irgen­det­was zu gewin­nen gäbe.

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willkommen in der caasn.de

Vor weniger als einem Jahr habe ich Word­Press als Blogtech­nik einge­set­zt, um ein­mal zu testen, was damit alles möglich ist. Das habe ich in einem Unterord­ner von ein­er Vor­name-Nach­name-de-Domain gemacht. Es war alles eigentlich nur test­weise. Jet­zt hat sich der Spaß ein wenig dazuge­sellt und die Adresse einzel­ner Blo­gein­träge ist doch etwas umständlich lang. Daher bin ich heute in eine andere Umge­bung umge­zo­gen, die caasn.de. Deren Adresse lässt sich nun ein­mal ein­fach­er merken. Cheers!

[flash]http://caasn.info/keks.mp3[/flash]

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faz-isches bloggerbashen

Die Frank­furter All­ge­meine Zeitung ist lei­der an diesem Woch­enende nicht so unter­halt­sam wie am ver­gan­genen. Da fällt ein soge­nan­ntes Blog­ger-Bashen ins Auge. Richard Wag­n­er, und das wird wohl der zeit­genö­sis­che Schrift­steller sein, basht darin Blog­ger.
Zunächst ein­mal, ich mag das Wort “bashen” nicht, aber es ist hier wohl ange­bracht. Für jede Idee, die eine ver­ständliche Vari­ante in der deutschen Sprache hat, würde diese ver­wen­den und nicht einen Anglizis­mus. Der kleine Artikel in der Rubrik “Mei­n­ung” ver­di­ent aber den mir nicht genehmen Aus­druck “bashen”, denn er ist sehr ober­fläch­lich, sehr sim­pel gehal­ten.

Blog­ger, so Wag­n­er, sind nichts mehr als arbeit­slose Möchte­gern­jour­nal­is­ten, ihre Pro­dukt sei nur Gelaber und es sei die Zeitung als Medi­um, über das sich ein Volk alleine ver­ständi­gen sollte. Das finde ich so falsch, und schlim­mer, so antiquiert, dass ich es nicht einzeln auseinan­der nehme. Natür­lich tre­f­fen diese Vor­würfe sicher­lich im Einzelfall zu, es zu ver­all­ge­mein­ern hat aber nur den Wert ein­er Aus­sage der Form “alle Poli­tik­er sind kor­rupt”.

Gegen wen möchte Wag­n­er da eigentlich genau anschreiben? Mit seinen über 50 Jahren denke ich mal nicht, dass er sich während seines Tages mit dem Lesen von Blogs aufhält. Ich habe einen Blog lediglich aufge­set­zt, weil mich die Tech­nik inter­essiert und ich stimme Caschy zu, dass diese Tech­nik die herkömm­lichen Tech­niken für Web­seit­en stark abzulösen scheint.

Hätte ich ihn mor­gen nicht mehr, würde ich mich mit anderen Din­gen beschäfti­gen. Ich mag meinen Blog auch deswe­gen, weil ich meine Art zu schreiben der Kri­tik aus­set­zen kann.  Ich selb­st würde meine Blogsachen gar nicht in ein­er Tageszeitung gedruckt haben wollen, ohne zu behaupten, es sei nur Gelaber. Mein Name ste­ht hier für alle sichtlich, das allein hält schon zu einiger Vor­sicht an. Würde ich diesen Text nicht in einen Blog, son­dern als Leser­brief ver­fassen, müsste ich ja noch hof­fen, dass er veröf­fentlicht werde. Das will ich nicht. Ich möchte aber auch den Stem­pel “Blog­ger” nicht unbe­d­ingt abbekom­men. Ich definiere mich nicht darüber. Ich nenne ja auch nie­man­den “Zeitunger”.

Und warum druckt die FAZ diesen unaus­ge­gore­nen, polemis­chen Artikel? Und für wen? Vielle­icht als Schul­terk­lopfer für angestellte Jour­nal­is­ten, die sich von Blog­gern bedro­ht sehen und abgren­zen wollen. Denen käme ein Bashen ger­ade recht.

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der späte klient

Mein neuer Fre­und Michael teilte mir ger­ade mit, dass ein Namensvet­ter von mir, also ein Carsten Herken­hoff aus Lon­don, Öl-Mag­nat, samt sein­er Fam­i­lie und zwei Anwäl­ten seit 2004 drei Jahre lang gestor­ben ist. Wenn ich meinen neuen Fre­und Michael richtig ver­standen habe, dann hat dieser Herken­hoff mir 200.000 rezept­freie Britis­che Pfund hin­ter­lassen, die man links auf ein Bankkon­to zahlen kann. Jet­zt muss ich nur noch ein paar Rechts­grund­la­gen mon­tieren, und schon kriege ich 50% der 10 Mil­lio­nen und nicht jemand der Ange­höri­gen. Das ist schon ein Fuchs, mein neuer Fre­und Michael. Aber lest selb­st:

Hal­lo,

Ich hat­te das Priv­i­leg, um Ihren Namen aus dem Inter­net. Mein Name ist Michael M. Mbe­ki, ein Recht­san­walt und die per­sön­liche Recht­san­walt auf meine späten Kunde, starb zusam­men mit sein­er Frau und seine zwei Söhne und eine Tochter auf einem schreck­lichen Unfall Motor über 3 Jahre nun der 13. August, 2004. Alle Insassen im Fahrzeug ihr Leben ver­loren. Ich bin davon überzeugt, dass er die Gnade Gottes, die mir zu lokalisieren Sie. Mein Man­dant hat eine erfol­gre­iche und Fam­i­lie unter den Men­schen, der genug Ver­mö­gen vor seinem frühen Tod.

Seit­dem hat­te ich mehrere Anfra­gen über Ihre Botschaft zu einem Ange­bot von meinen Kun­den ver­längert rel­a­tive aber dieser Übung hat sich als erfol­g­los. Nach mehreren erfol­glosen Ver­suchen, entschloss ich mich, um seine Ver­wandten über das Inter­net, um ein Mit­glied sein­er Fam­i­lie, son­dern viel Fortschritte wur­den nicht aufgeze­ich­net. Meine spät Client wurde eine ein­flussre­iche wohlhaben­den Geschäfts­mann, ein Öl-Mag­nat hier in Lon­don, UK, und er hin­ter­ließ eine Anzahlung von zehn Mil­lio­nen zwei­hun­dert­tausend rezept­freien Großen Britis­chen Pfund nur GBP10, 200.000,00 in seinem Bankkon­to mit Cum­ber­land BUILDING SOCIETY UK hier in Lon­don-Unit­ed Kön­i­gre­ich. Nach dem Tod mein­er Client seine Bankiers kon­tak­tiert mich als seinen Recht­san­walt, um seine näch­sten Ange­höri­gen, die erben sollte sein Ver­mö­gen.

Das Board of Direc­tors von sein­er Bank eine Entschließung ver­ab­schiedet, und ich erhielt den Auf­trag zur Erbringung sein­er näch­sten Ange­höri­gen für die Zahlung dieses Geld inner­halb von 28 Arbeit­sta­gen oder ver­fällt das Geld an die Bank als ein ver­lassenes Eigen­tum.

Die Banker hat­ten geplant, um das ver­lassene Eigen­tum Dekret von 1996 zur Einziehung der Gelder nach Ablauf der Frist für mich. Verzweifelte an dem Punkt, der Voll­ständigkeit, glück­licher­weise kam ich in Ihrem Namen an, um mein Bestes Erstaunen ent­deck­te ich, dass Sie mit den gle­ichen Nach­na­men mit meinem späten Client und zufäl­lig Sie sind Staat­sange­höri­gen des gle­ichen Lan­des.

Ich bin überzeugt, dass Sie sich möglicher­weise im Zusam­men­hang mit meinen Kun­den oder spät, dass Sie vielle­icht eine Ahnung zu mein­er Suche habe ich daher beschlossen, Kon­takt mit diesen Tat­sachen vor mir wegen der Ähn­lichkeit­en. Nach mein­er Nähe zu dem Ver­stor­be­nen und sein­er unmit­tel­baren Fam­i­lie, ich bin sehr wohl bewusst “Mein Kun­den­cen­ter der finanziellen Leis­tungs­fähigkeit und das Bankkon­to er tätig ist.
Ich habe mit Grün­den sehr pro­fes­sionell und ich glaube, es wird rechtlich ein­wand­freie zu präsen­tieren, wie Sie die näch­sten Ange­höri­gen der Ver­stor­be­nen mein Client, so dass Sie sich­er sein kön­nen, bezahlt die Gelder links in seinem Bankkon­to damit ich Sie kon­tak­tieren.

Ich suche Ihre Zus­tim­mung zu präsen­tieren, wie Sie die näch­sten Ange­höri­gen der Ver­stor­ben, da Sie sind im Vorteil, so dass die Erträge aus dieser Bank-Kon­to im Wert von GBP10.2m kön­nen gewährt wer­den, zu Ihnen.

Wir wer­den bei­de teilen sich die Mit­tel 50% auf mich und 50% auf Sie. Ich werde mon­tieren alle erforder­lichen Rechts­grund­la­gen, die ange­wandt wer­den, um eine Sicherungskopie unser Anspruch.

Alles, was ich ver­lan­gen, ist Ihre ehrliche Zusam­me­nar­beit, damit wir sehen, ist dieser Deal durch. Ich garantiere, dass dies aus­ge­führt wer­den im Rah­men ein­er recht­mäßi­gen Anord­nung, die Schutz vor ein­er Ver­let­zung des Rechts. Bitte nehmen Sie Kon­takt mit mir per E-Mail: mmichmbeki118@gmail.com, damit wir weit­er disku­tieren.

Mit besten Grüßen

Herr Michael M. Mbe­ki Esq.

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wann ist ein blog ein blog?

Kurz nach der Ver­bre­itung des Blogs als Mit­teilung­stech­nik set­zte auch Meta-Bloggen ein, also das Bloggen über Bloggen. In Deutsch­land scheint mir dies noch eine gewisse andere Note zu haben als in Ameri­ka, dem Mut­ter­land des Bloggens. Es gibt in Deutsch­land eine stärkere kri­tis­che Öffentlichkeit. Das bedeutet ein­er­seits, dass in Ameri­ka viel mehr dif­fus­es Zeug veröf­fentlicht wird und Ver­bre­itung find­et. So schön das ist, es ist sehr schw­er, dieses dif­fuse Ver­bre­itung gefun­den hat. Ander­er­seits ste­ht jed­er kritsche Men­sch, der blog­gt, vor der Frage, ob seine Beiträge noch dem Wichtigkeit­skri­teri­um stand­hält.
Man kann in Deutsch­land Dinge dann ver­teufeln, wenn gezeigt wird, dass etwas keinen Mehrw­ert, keinen Nutzen hat. Die Gefahr an dieser Stelle ist, dies nur von ein­er Seite zu betra­cht­en. Es ist nicht son­der­lich schw­er, etwas niederzure­den. Sie müssen an ein The­ma nur immer die Frage stellen, ob ein Men­sch auch ohne den Inhalt dieses The­mas über­leben kön­nte, und schon kön­nen Sie eigentlich allen geisti­gen Din­gen, und irgend­wie zäh­le ich das Bloggen auch hierzu, die Rel­e­vanz absprechen.
Vielle­icht kön­nen Sie gar soweit gehen, Buch­staben zu ver­teufeln; behaupten, ohne die Schrift hätte es mehr Frieden auf der Welt gegeben, zumin­d­est weniger Kriege. Aber es bleibt doch festzuhal­ten, die Men­schen haben darauf eben nicht verzichtet, trotz ver­mei­dlich­er neg­a­tiv­er Auswüchse.
Und Blog­ger verzicht­en eben­sowenig aufs Bloggen. Natür­lich gibt es aufmerk­samkeit­ser­heis­chende Blog­ger; Blog­ger, die beruf­sun­ter­stützend bloggen, Tage­buch­blog­ger, YouTube-Videos-Blog­ger und andere, denen man vor­w­er­fen kön­nte, sie stil­isierten ihre The­men in eine Sphäre der Wichtigkeit, die nur eine illu­sionäre Seifen­blase ist.
Das rel­a­tiv Bescheuerte beim Bloggen ist die jew­eilige Rück­kop­plung der Inhalte. Blogs und andere Web-2.0-Techniken leben davon, dass sie durch externe Inhalte gefüt­tert wer­den. Inhalte aus dem Fernse­hen, dem Pri­vatleben, aus der Musik­branche aus anderen Blogs oder der Poli­tik. Viel weit­er ziehen sich diese Kreise nicht. Daher ver­liert der Inhalt auch sehr schnell an inhaltlich­er Tiefe oder gelangt gar nicht erst zu dieser. Für die Blogs ist dies aber nicht weit­er ein Prob­lem, Blog­begeis­terte gibt es schließlich eine Menge. Aber im Pri­valeben, und ich nehme hier meins zum Beispiel, sieht das anders aus. In meinem Umkreis ken­nt nie­mand Blog­ger. Ken­nt nicht ihre Geschicht­en, ken­nt nicht ihre Auswirkun­gen oder son­stige Tätigkeit­en. Sie kom­men für Sie nicht vor. Um Blogs und ihre ange­bliche Rel­e­vanz dort zu vertei­di­gen, müßte ich Blog­ger dort vorstellen und auch zur Hand haben, weswe­gen ein Inter­esse an ihnen sinns­tif­tend ist. Und ger­ade let­zteres kommt mir nicht in den Sinn, ich kenne nichts, dass hier bahn­brechend gewe­sen wäre.
Damit scheine ich aber nicht alleine zu sein, dachte ich gestern, nach­dem ich einen Artikel von Don Alphon­so, laut FAZ “ein­er der skuril­sten Fig­uren der deutschen Blog­ger-Szene” (welch eine Kat­e­gorie), in der FAZ gele­sen habe. Dort bewirbt er für die FAZ einen FAZ-Blog ein­er Blog­gerin der ersten Stunde über die Frank­furter Buchmesse. Wichtig ist anders.

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blogneustart

Mehr oder weniger inten­siv blogge ich schon seit ein paar Jahren. Ich schränke das gerne inhaltlich etwas ein. Wed­er ver­suche ich, Promi­nenz zu erre­ichen durch meine hin­ter­lasse­nen Sätze, noch nehme ich für mich in Anspruch, son­der­lich lesenswert zu sein. Ein guter Blog scheint dies liefern zu kön­nen: Eine gewisse Erhaben­heit, inter­es­sante Infos, gutes-Niveau-hal­tender Inhalt. Ich poste nur. Beschwere sich nie­mand, er sei von meinen Hin­ter­lassen­schaften ent­täuscht oder erbost über den ange­blichen Umstand mein­er Arro­ganz, das hin­er Hin­ter­lassene als hin­ter­lassen­wert zu betra­cht­en. Nicht jed­er Ein­trag, der hier entste­hen wird, wird einen der­ar­ti­gen Nährw­ert besitzen, dass man in genau­sogut auch in Stein meis­seln hätte kön­nen. Dann hätte ich das getan. Es ist nur ein Blo­gein­trag, ein gedanke­naus­drück­ender Text, der es nicht anders geschafft hat, veröf­fentlicht zu wer­den. Insofern ist er gescheit­ert, kön­nte man sagen. Muss man nicht sagen, aber auf der Ebene ange­siedelt, halte ich den Stel­len­wert eines mein­er Blo­gein­träge für halt­bar. Ich über­springe die erste Hürde, dass das Haben eines Blogs über­haupt schon Gefahr läuft, lächer­lich zu sein. Das ist Ende der 90er schon über jede pri­vate Inter­net­seite gesagt wor­den, weil dort oft­mals eine inhaltliche Rel­e­vanz durch ein aus­führlich­es Vorstellen der Haustiere nicht ver­ständlich gerecht­fer­tigt wurde. Das ist das A und O eines jeden, der irgend­wie irgend­was, und wenn es nur er selb­st ist, im Inter­net darstellt: Er muss eine Recht­fer­ti­gung haben und dar­legen kön­nen, für die Rela­vanz der Infor­ma­tion, die er vorstellt. “Grund ist geil”. Eine Let­zt­be­grün­dung habe ich nicht für diese Buch­stabenansamm­lung hier. Ich suche auch nicht unbe­d­ingt eine. Soll­ten Sie den­noch eine suchen, suchen Sie sie bei dem Leser, der in diesen Sätzen etwas find­et, das sein Inter­esse geweckt hat, nicht bei jeman­dem, der Gründe gegen die Rel­e­vanz von Seit­en wie dieser sam­melt.
Jahre­lang habe ich meine Inter­net­seit­en, die auch nicht beansprucht­en, der Welt zu zeigen, wie toll ich bin, in der Sprache HMTL gespe­ichert. Um PHP machte ich einen Bogen. Das änderte sich mit meinem ersten kleinen Blog ein wenig. Den hostete ich bei einem freien Blog-Ser­vice. Allerd­ings waren nach ein paar Monat­en voll­ständig alle Dat­en ver­schwun­den und nicht mehr wieder­auffind­bar. Meine Abnei­gung gegen PHP hat das etwas bestärkt. PHP war für mich unsich­er, im Ausse­hen zu stan­dar­tisiert und nur bei größeren Date­nansamm­lun­gen sin­nvoll. Ich mochte es nicht. Meinen Blog liess ich dann durch blogger.com ver­ar­beit­en. Die Gestal­tung war ein­fach, ich wollte sie möglichst über­sichtlich, eine Such­funk­tion gab es nicht. Deswe­gen zeigte die Start­seite meines Blogs nur die let­zten 10 Ein­träge, ein Archiv, das nicht durch­sucht wer­den kon­nte und eine kleine Wer­bung von blogger.com. Irgend­wann gehörte blogger.com zu Google und irgend­wann später wuchs die Google-Apathie. Spätestens als deren Besitzer meinte, er wolle einem jeden in Zukun­ft detaili­ierte Auskun­ft anhand der über ihn gespe­icherten Google-Dat­en darüber erteilen, was er mor­gen machen sollte, mochte ich Google nicht mehr. Ich deak­tivierte meinen Google-Account, schmiss Google aus mein­er Fire­fox-Suchanzeige und erset­zte in meinem Sprach­wortschatz “googlen” durch “inner Such­mas­chine suchen”. Mein medi­ales Update erweit­erte ich durch Infor­ma­tions­beschaf­fung über den aktuellen Stand der Möglichkein­ten mit PHP, Word­Press und kuli.de und schwupsske­di: Mein neues blog­basiertes Inter­net-make-up ist online. Aber diese Info ist auch schon wieder irgend­wie belan­g­los. Word­Press­blogs gibt es wie Sand am Meer, den großen Umschwung zum Ver­wen­den von PHP gabs vor mehr als 5 Jahren und eine Neuerung habe ich auch nicht erfun­den. Es gibt nur den per­sön­lichen Schritt weg von Google. Der ist wenig­stens für mich bemerkenswert.

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