Freitag, den 4. Dezember 2009   

der christliche fundamentalismus der cdu

Die Debat­te um die Minarette offen­bart ja nicht nur die ange­blichen Äng­ste, die die Deutschen vor ein­er über­mäßi­gen Islamisierung haben, sie offen­bart auch die fun­da­men­tal­isitschen Hal­tun­gen, die es in der CDU noch gibt. So wird von der Berlin­er Mor­gen­post Wolf­gang Bos­bach wie fol­gt zitiert:

Was ich meinte, war: es müssen bei­de Seit­en zu Wort kom­men: ein­er­seits die Reli­gions­frei­heit, ander­er­seits die Tat­sache, dass sich religiöse Äußerun­gen hier bei uns in den Kon­text des christlich-abendländis­chen Kul­turkreis­es ein­fü­gen müssen.

Die Tat­sache des Zwangs nicht-christlich­er Reli­gio­nen, sich in den Kon­text des christlich-abendländis­chen Kul­turkreis einzuord­nen? Was soll denn daran eine Tat­sache sein?

Nein, so nicht. Jede Reli­gion muss sich dafür kri­tisieren lassen, wenn sie unberechtigte Forderun­gen und Drangsalierun­gen an ihre Mit­glieder oder andere erhebt. Egal ob christlich oder nicht.

Nun kön­nte man meinen, dass Bos­bach nicht einen fun­da­men­tal christlichen Kul­turkreis bemeint hat, son­dern nur einen hier und da christlich geprägten Kul­turkreis. In diesen fügen sich allerd­ings die schwulen- und frauen­feindlichen Hal­tun­gen der katholis­chen Kirche auch nicht ein. Ganz ein­fach, weil es unberechtigte, drangsalierende Hal­tun­gen sind. Davon gibt es im gelebten Islam sicher­lich auch noch eine ganze Menge. Das ist aber im Einzelfall anzuschauen und nicht pauschal im vorhinein.

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