Sonntag, den 29. August 2004   

tränen lügen nicht

Heute mor­gen bin ich wieder, wie öfters in let­zter Zeit, aus dem Bett gefall­en. Nun, was macht man 8 Uhr mor­gens an einem Son­ntag, wenn man keine Lust hat, sich nochmal umzu­drehen und den Vor­mit­tag zu ver­schlafen? Man macht den Fernse­her an. Gut andere gehen joggen, machen Fit­ness, lesen ein gutes Buch, aber ich bin ja nicht wild. Also rumgezappt und hän­genge­blieben auf VOX. Bei VOX lief Hour of Pow­er, keine Angst, es ist genau­so doof, wie es sich anhört. Hour of Pow­er ist so eine Art amerikanisch-religiös­es Wer­be­fernse­hen mit dem Vater von Emile Ratel­band, oder halt ein­er USA-Ver­sion eines hek­tis­chen Hip­pie-Gri­massen­schnei­ders. Dieser Kore­ga Tapps namens Robert Schuller nun hielt 45 Minuten sein eigenes Buch in der Hand. Es hiess irgend­wie Trä­nen sind Dia­man­ten. Bloss weniger wert und nicht aus Kohlen­stoff oder so. Gen Ende meinte er noch, dass in diesem Buch der Psalm 23 wie noch nie nei­dergeschrieben wurde. NOCH NIE! Ver­stehsse ??? Das beson­dere war jet­zt, dass er jedem I und my und me also jed­er Ich-Bezugs­form eine eigene Rei­he auf der Seite gab. Spitzenidee würd ich mal sagen. Den Psalm darauf zu reduzieren, dass ICH drin vorkomme, sämtliche Inter­pre­ta­tio­nen rauszu­lassen und dann fix den Deck­el zuschla­gen, tja, was will man mehr als religiös­er Men­sch. Beim Vor­lesen dann wurde jede dieser Extrarei­hen stark und laaaaaang betont, so lang, dass man befürcht­en kön­nte, dass der Ver­stand den Anfang des Psalms schon wieder von der Fest­plat­te gelöscht hat bevor der Satz zuende ist. Aber für solche Nick­e­ligkeit­en gibts ja die Wieder­hol­ung von Hour of Pow­er (bitte langge­zo­gen aussprechen). Und wer jet­zt noch nicht genug hat und wis­sen will, wie man aus Trä­nen Edel­steine her­stellt, dem sei gesagt: Der Mes­sias kommt. Nicht deeer, der andere: Rober Schuller kommt Ende Sep­tem­ber nach Lüden­scheid, die trä­nen­re­ich­ste Stadt Deutsch­lands, um noch mehr Leute auf Kurs zu brin­gen. Allen, die aber trotzig immer noch sel­ber denken wollen, sei gesagt: Wenn man son­ntags zu früh aufwacht, unbe­d­ingt nochmal rum drehen, man macht nix falsches ;-). In diesem Sinne: Tschak­ka !


Mittwoch, den 25. August 2004   

hobbyentrüsten für anfänger

Man kommt ger­ade aus ein­er kleinen Imbiss­bude, da wird man auch links­bündig von ein­er schwarzen Regen­jacke angemacht: Du magst doch Tiere oder? — Ääh, hab grad eins gegessen. Ja, aber du bist doch trotz­dem ein Tier­fre­und oder ? Naja, das Tier von eben würd da Ein­spruch erheben, aber son­st hhhm — nö, würd ich nicht sagen. Und nichts wie in die näch­ste Seit­en­strasse. Nichts gegen diese ehren­werten Vertei­di­ger der Tier­welt, mutige Leute, ein­fach so jeden Hinz und Kunz von der Strasse zu zer­ren, vor einen Bilderkat­a­log mit an die Wand getack­erten Tieren zu platzieren und vom lei­di­gen Schick­sal der Viech­ers zu erzählen. Wenn man dann diese 200 Fotos in 2Minuten nacheinan­der durch ist, kommt erst die Bitte, doch mal min­destens 32 Ock­en abzu­drück­en. Wozu denn das nu schon wieder? Damit noch mehr dieser Strolche in die entle­gend­sten Ortschaften fahren, die Fuss­gänger­zone block­ieren und Schauer­märchen erzählen? Nee, Jungs und Mädels, das fangt doch bitte anders an. Aus Mitleid und Drän­gen her­aus zahl ich nicht für euere Aus­flüge und Hob­byen­trüs­tun­gen.


Dienstag, den 24. August 2004   

jedermanns sache

Man schafft auch irgend­wie nie, was man sich so vorgenom­men hat. Naja, einen kleinen Durch­hänger hat ja jed­er mal. Bin etwas im Verzug was meine Unisachen ange­ht, das wird sich hof­fentlich mor­gen etwas leg­en. Das gute Wet­ter ist auch schon wieder fort, sollte mal wieder meine Seite auf Herb­st umstellen. Den Kan­zler hamse ver­sucht, heut mit Eiers zu beschmeis­sen. Das klappte auch schon­mal bess­er…


Freitag, den 20. August 2004   

rumschwangern

Es ist wieder soweit: Man kann nicht mehr in die Innen­stadt, ohne jeman­den Bekan­ntes zu tre­f­fen, der schang­er ist. Ern­sthaft motiviert sind ja irgend­wie die wenig­sten Fälle, die ich so kenne. Hab nix zu tun, da kann ich auch gle­ich schwanger wer­den ist eher die Devise. Oder wir sind jet­zt drei Jahre zusam­men, man wird nicht jünger, ich hab die Lehre fer­tig, kommt grad nix in Fernsehn … Diese Leute kön­nen nun aber auch nicht anders als schwangern. Schwanger sein ist ja eigentlich nur dieser shit-hap­pens-Zus­tand, den man nach weni­gen Wochen bemerkt. Aber dieses “Ich bin schwanger ich darf mich jet­zt auch so ver­hal­ten”, das ist ja erst das Rum­schwangern, was Män­nern die Ner­ven kostet. Ob sie jet­zt mit der Sache direkt zu tun haben oder nicht. Die Fres­sat­tack­en sind ja noch ver­ständlich, alles okay, geschenkt. Aber das Rumtröd­deln inner Fuss­gänger­zone, bei dem jed­er Bekan­nte lang und bre­it ange­quatscht wird, an jedem Bil­ligK­lam­ot­tenDis­counter an jedem Drehstän­der alles ange­tatsch wird, Babystram­pler am Klei­der­bügel hochge­hal­ten und erst­mal zurecht­geschüt­telt wer­den, die Miene kri­tisch ver­zo­gen und zum Mitläufer rübergeschaut wird, das braucht Ner­ven. Die Sachen wer­den eh nicht gekauft, auss­er sie sind deftig run­terge­set­zt. Nach dem lan­gen Ste­hen vor dem Drehstän­der geht dann irgend­wann mal die Hand ins Kreuz, es es wird sich aufgestämmt und ein “Huiuiuiuiui” aus­ge­pustet, weils dann doch mal im Rück­en zieht. Auf gehts zum näch­sten Klam­ot­ten­ver­scherbler oder ins Eis­café. Es gibt allerd­ings Frauen, die kom­men während der Schwanger­schaft ohne das alles aus. Die verzicht­en auf eine auss­chweifende Lei­dens­geschichte und reden lieber über inter­es­sante Sachen. Sie kriegen nicht per­ma­nent ver­bale Aus­fälle, weil da wer wieder tritt oder der Rück­en zwickt. Warum leben diese Frauen nur nicht hier? In West­falen gehört wohl das rum­schwangern ein­fach dazu…


Donnerstag, den 19. August 2004   

abrauchen und auftauchen

Bin wieder da irgend­wie. Kommt wohl mal vor, dass man sich gedanklich eine Auszeit nimmt und alle Steck­er aus den Dosen zieht, kurz ste­hen­bleibt und nach­schaut, wie alles so ste­ht. Tja, das waren so die let­zten Tage. Jet­zt regiert wieder der Unsinn ;-). Hab deswe­gen meine Link­seite mal entrüm­pelt und verklein­ert, empfehlen darf ich mal die Online­Spiele, da klick ich mir gerne mal einen Wolf. Den neuen Fire­fox mag ich auch sehr und nu gehts ins Bettchen.


Mittwoch, den 11. August 2004   

einwohner oder bürger

Ich hab ger­ade mal son Prospekt zur Wahl ab 16 in die Hand bekom­men, das mir erk­lärt hat, was ein Bürg­er eigentlich ist. Ein Bürg­er ist ein Ein­wohn­er, der an der Kom­mu­nal­wahl teil­nehmen darf. Zur Wahl darf er dann wohl auch den Bürg­er­steig benutzen, der völ­lig tabu ist für Ein­wohn­er, die keine Bürg­er sind und das sind Kinder, nicht EUer und Leute, die erst 2 Monate irgend­wo neu wohnen. Zuständig für den Steig ist dann der Bürg­er­meis­ter. Mir ist bloß noch nicht klar, weswe­gen man lieber Ein­wohn­er- als Bürg­erzahlen erhebt. Das hat der Kennedy damals wohl auch nicht so kapiert…


Montag, den 9. August 2004   

kleine schreiracker

Habs heute doch noch geschafft, bei mein­er Cou­sine vor­beizuschauen, um den kleinen neuen Rack­er zu bestaunen. Hat geschrieen, was das Zeug hält. Scheint also kernge­sund zu sein und hat schon mal die richtig­sten Eigen­schaften für die Fam­i­lie. Son­nig iss­es immer noch, soll sich bis Mittwoch so hal­ten, bis die ersten Gewit­ter aufkom­men. Jet­zt aber erst­mal zum Rasen­mähen, die Pflicht ruft oder wars die Fam­i­lie … ?


Donnerstag, den 5. August 2004   

poofen im warmen

Hmm­mm, endlich mal wieder ein wenig in der prallen Sonne poofen, lange nicht mehr gehabt. So darfs bleiben, die näch­stn paar Tage. Wir wer­dens schnell genug ver­mis­sen, denke ich. Zu meinem Lieblings­getränk mausert sich Cab, wenn die Schle­ich­wer­bung erlaubt sein sollte. Schaumer­mal, wie lange dass sich hält. Meine Seite erfreut sich stark­er Besucherzahlen, denke mal wieder wen­gen der Schwarzwald­klinik :-). Das Revival zieht also schon vorzeitg seine Kreise.…


Montag, den 2. August 2004   

zwei ecken zu wussow

Jet­zt liegt hier ern­sthaft auch noch eine Anfrage vom ZDF nach einem Fan­club vor. Das Revival der Schwarzwald­klinik zieht also schon seine Kreise und erwartet vollen Erfolg. Da darf man mal ges­pan­nt sein, was aus dem Pro­jekt 20 years after so wird.


Freitag, den 23. Juli 2004   

beinahe sommer

Es sieht schon etwas mehr nach Sonne aus hier, aus den dun­klen Räu­men oder aus der Posi­tion hin­ter meinen Büch­ern ist das meist gar nicht so leicht zu erken­nen ;-). Naja, etwas merk­lich wärmer wars auch schon, aber ich huste und schnupfe ger­ade, das ist die rein­ste Freude. Einiges an Arbeit liegt da auch schon vor und hin­ter mir, alles noch im Rah­men, aber anstren­gend, wenn man ger­ade kränkeld (Kein Mitleid). Naja, Indi­an­er­herz, ken­nt kein Schmerz 😉


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