Mittwoch, den 10. November 2010   

trübsalobst

winterobst

Es ist ja ein wiederkehren­des Jam­mer­nis, sich über die früh ein­set­zende Dunkel­heit derzeit zu bekla­gen. Dunkel­heit set­zt nach­mit­tags vor fünf ein und auch vor fünf bedarf man zusät­zlich­er Lichtquellen im Haus. Wie öde. Ganz übel dran sind da diejeni­gen, die mor­gens im Dunkeln zur Arbeit müssen und nach Hause kom­men, wenn es längst wieder dunkel ist. Da braucht man schon gewitzte Strate­gien, um nicht niedergeschla­gen durch den Tag zu kom­men.
Was aber auch trüb­sal­blasend machend ist, ist der Blick in die Kisten, in denen man noch vor Kurzem Mel­o­nen, Wein­trauben, Ananas, Feigen, Bir­nen und Erd­beeren zu sehen bekam.  Denn dort hat sich das Trüb­sa­lob­st bre­it gemacht: Kartof­feln und Kohl. Zwar in unter­schiedlichen Far­ben aber doch die Gewis­sheit ausstrahlend: So unter­schiedlich schmeckt das hier alles nicht.
Dies würde ein grandios­er Text wer­den, wenn mir die Kurve ins Opti­mistis­che gelin­gen würde. Aber da sträubt sich das Trüb­sa­lob­st mit aller Kraft gegen. Wer beißt schon in Feier­laune bei diversen Alter­na­tiv­en beherzt in eine Kartof­fel?