beanstandeter begriff

Wie klage­dro­hfre­undlich die Deutschen sind, erfährt man sel­ten bess­er, als wenn man ein ein­fach­es Blog instal­liert. Gestern rief mich ein Betreiber ein­er Inter­netvideo­seite an, die ich in einem Blog­a­r­tikel beschrieben hat­te, um micht mit ein­er Klage­an­dro­hung einzuschüchtern. Ich hätte geschrieben, die Filme, die auf sein­er Seite zu sehen sind, wirk­ten auf mich ama­teurhaft. Und dies stelle eine Belei­di­gung dar, da seine Mitar­beit­er alle­samt ehre­namtlich arbeit­eten. Er habe schon diverse Kla­gen bis nach Biele­feld hin bestrit­ten und alle­samt gewon­nen. Seine Dro­hbarde kom­binierte er dann noch mit der Bitte, bei seinem Pro­jekt mitzuar­beit­en. Versteh’s, wer will.

Ich habe den bean­stande­ten Artikel vor­erst in der Tat aus dem Blog genom­men, bei Face­book ste­ht er noch. Er ist eh genug gele­sen wor­den und wird aktuell nur wenig abgerufen. Das sollte den älteren Her­ren beruhi­gen. Dessen Inter­net­seite wurde dere­inst immer­hin von Thomas Hoeren im Inter­net willkom­men geheis­sen. Man sollte sich wohl am besten ein eigenes Urteil bilden. Ich hab meins.

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Keine Kommentare

  1. Ich bin zwar juris­tis­ch­er Laie, aber “wirken ama­teurhaft” ist m.E. sich­er keine Belei­di­gung, son­dern klar erkennbar eine Mei­n­ungsäußerung (Wie erin­nern uns: “Jed­er hat das Recht, seine Mei­n­ung…”). Mir ist auch neu, dass man Fir­men, Ini­ti­tu­tio­nen oder Web­seit­en belei­di­gen kann?
    Oder hast Du irgend­was verunglimpfend­es geschrieben?

  2. Ich habe es so aus­ge­drückt, als ob die Seite Fir­men zu Wer­bezweck­en ent­geltlich anbi­etet, Filme zu drehen. Der einzige Hak­en ist, dass das keine Wer­bezwecke sind, son­dern wohl nur Filme für die eigene His­to­rie oder sowas.

    Anson­sten sind das eben ältere Her­ren, die Kri­tik nicht ertra­gen kön­nen. Ich bin kein Fan davon, eine Aktion, die in die Öffentlichkeit getra­gen wird, nur deshalb nicht zu kri­tisieren, weil sie ange­blich “ehre­namtlich” ist. Über­haupt finde ich in diesem Zusam­men­hang die Rede von Ehre­namtlichkeit selt­sam, nur weil hier für beteiligte Per­so­n­en direkt unent­geltlich gear­beit­et wird.

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