zeitungsartikel zur zensurdebatte

Mich hat eben inter­essiert, wie der Tenor der Zeitun­gen derzeit zur geplanten Zen­sur von Inter­net­seit­en ist. Sofern die Zeitung eigene Mei­n­un­gen vertreten, sind diese ein­hel­lig dage­gen. Die Poli­tik­er der Bun­desregierung sind wohl derzeit die einzi­gen, die unbe­d­ingt an diesem Vorhaben fes­thal­ten wollen.

Berlin­er Zeitung: Seit­en zu sper­ren,  hil­ft nicht

Die Zeit: Wie man eine Gen­er­a­tion ver­liert, Keine All­macht für das BKA, Ein Män­telchen fürs reine Gewis­sen, Wider die Ide­olo­gen des Inter­nets!

Focus: Überwachung durch die Hin­tertür

Frank­furter All­ge­meine Zeitung: Von Chi­na ler­nen, Die Spur der Kinder­schän­der

Frank­furter Rund­schau: Inter­netsperre schränkt Grun­drechte ein, Poli­tik verkauft die Leute für dumm

Märkische All­ge­meine: Hier wird ein Strohmann aufge­baut

Rhein Zeitung: Eine Zen­sur find­et bald statt

Spiegel online: Sper­rlis­ten für Kinder­pornografie: BKA fil­tert das Web, Die Gen­er­a­tion C64 schlägt zurück

Stern: Kinder­pornografie im Inter­net — Oper­a­tion Ohn­macht

Stuttgarter Zeitung: Aufk­lären statt absper­ren

Süd­deutsche Zeitung: Zen­sur wird salon­fähig, Sper­ren — unbrauch­bar und schädlich

Tagesspiegel: Peng, du bist tot!

tageszeitung: Frag­würdi­ger Kabi­netts­beschluss

Volksstimme: Untauglich­er Ver­such

WAZ: Neues von Zen­sur­su­la

Ger­adezu belusti­gend ist eine Aus­sage, die sich in einem Artikel vom 25. März in der Neuen Osnabrück­er Zeitung find­et. Der dama­lige Europol-Chef Max-Peter Ratzel wird dort mit fol­gen­den Worten zitiert:

Bei der großen Mehrzahl der Kinder­porno-Kon­sumenten han­delt es sich nicht um tech­nis­che Experten, die eine Seit­en-Sperre ohne Weit­eres knack­en kön­nen.

Die Umge­hung der Sperre dauert ohne tech­nis­ches Experten­wis­sen genau 18 Sekun­den.

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mehr:
Wie die Bun­desregierung Kinder­porno­seit­en­klicks errech­net

Das Aufk­lärung­sprob­lem der CDU

Wie ver­sucht wird, auf Recht­spflicht­mis­sach­tun­gen fremder Staat­en mit Grun­drechts­beschränkun­gen eigen­er Bürg­er zu reagieren

eine aus­führliche Linksamm­lung zum The­ma find­et sich bei hugelgupf.de

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denn sie wissen nicht, was sie tun

Ich hat­te mich ja schon vor eini­gen Tagen dazu aus­ge­lassen, dass die von der Bun­desregierung raus­gegebe­nen Zahlen, was die Ver­hin­derung von Klicks auf Kinder­porno­seit­en ange­ht, unver­ständlich sind.

Inter­es­san­ter­weise scheinen die Mit­glieder der Bun­desregierung selb­st nicht ein­er Mei­n­ung zu sein. Während Bun­desmin­is­ter Gut­ten­berg 450.000 Klicks auf Kinder­porno­seit­en im Jahr ver­hin­dern möchte, will Bun­desmin­is­terin von der Leyen dieselbe Zahl täglich ver­hin­dern.

Bun­desmin­is­ter Gut­ten­berg [1. Es sei nochmals gesagt, dass die im Text von Gut­ten­berg dargelegte Annahme, man müsse “tech­nisch ver­siert” sein, um die geplante Inter­net-Sperre zu umge­hen, irreführend ist.]

jaehrlich

Fam­i­lien­min­is­teri­um für Fam­i­lie, Senioren, Frauen und Jugend

taeglich

Fol­gt man dem Min­is­teri­um von Frau von der Leyen, würde diese Sperr-Aktion 164 Mil­lio­nen Klicks abfan­gen. Sta­tis­tisch gese­hen ist so jed­er deutsche Inter­net­nutzer im Jahr 5 Mal zufäl­lig auf ein­er kinder­pornografis­chen Inter­net­seite.

Fol­gt man Gut­ten­berg, dann verteilen sich die 450.000 Klicks, was hoch geschätzt ist, auf 1000 Seit­en, die man sper­ren möchte. Damit hätte eine dieser Seit­en 450 Zufall­sklicks im Jahr, etwas mehr als einen Klick pro Tag. Und von diesem einen Klick wis­sen wir nicht, ob es Men­sch oder Mas­chine war.

Bei der Zahl von 450.000 ver­hin­dert­er Klicks, die man seit­ens der Bun­desregierung ver­wen­det, han­delt es sich um einen Schätzw­ert. Es wurde wahrschein­lich die Zahl von 50.000 ange­blich ver­hin­dert­er Klicks aus Schwe­den als Aus­gangswert genom­men. Über Nor­we­gen kur­siert die Zahl von 18.000, was natür­lich ein unschön kleineres Schätzergeb­nis brächte. Diese Zahl von 50.000 Klicks, wobei nicht gesagt wird, was man genau unter einem Klick ver­ste­ht, wird offen­bar anhand der Bevölkerungszahl hochgerech­net auf Deutsch­land (Schwe­den hat 9,5 Mio. Ein­wohn­er, Deutsch­land etwa 80 Mio.). Mit dem­sel­ben Recht kön­nen sie völ­lig andere Schätzun­gen anstellen, basierend etwa an den Inter­net­nutzerzahlen männlich­er Ein­wohn­er ab 16 Jahren.

Solange man einen ange­blichen Zweck, der erre­icht wer­den soll, im Auge hat, scheint jedes Argu­ment unan­greif­bar. Ich habe mich zumin­d­est nicht gewun­dert, als die erste Stimme laut wurde, man wolle Kinder vor dem Schauen von kinder­pornografis­chen Mate­r­i­al schützen.
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mehr: Das Aufk­lärung­sprob­lem der CDU
Lutz Don­ner­hake: Woher wis­sen sie, was sie tun?

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billiger zensur-populismus in grün

Soge­nan­nte Poli­tik­er hören ein­fach nicht auf, bil­li­gen Pop­ulis­mus in die Debat­te um die Sper­rung von Inter­net­seit­en mit kinder­pornografis­chem Mate­r­i­al zu brin­gen. Wer aber gedacht hätte, dass nur die Bun­desregierungsparteien der­art argu­men­tieren, dem sei dieses Video vom YouTube-Kanal der Grü­nen emp­fohlen:

[via]

Es kommt das Argu­ment, dass die Inter­netsperre sich schon gelohnt habe, wenn einem Verge­waltiger das Geschäft “gelegt” werde, wenn nur einem Kind das Mar­tyri­um ein­er Verge­wal­ti­gung erspart werde. Das ist das­selbe, was Frau Noll von der CDU vor weni­gen Tagen von sich gegeben hat und ich wieder­hole: Es gibt keinen Kausalzusam­men­hang zwis­chen Kindesverge­wal­ti­gun­gen und Zufall­sklicks im Inter­net. Grun­drechtsverän­derun­gen aller Bürg­er dieses Lan­des mit ein­er unbe­gründ­baren Wun­schvorstel­lung einzu­fordern ist Mumpitz! GRÜN VERDREHT DAS!

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wie versucht wird, auf rechtspflichtmissachtungen fremder staaten mit grundrechtsbeschränkungen eigener bürger zu reagieren

Das Bun­desmin­is­teri­um für Fam­i­lie, Senioren, Frauen und Jugend hat gestern ein 5 Wochen altes Inter­view von Ursu­la von der Leyen mit der FAZ veröf­fentlicht. Darin stellt sie die Motive für ihr Vor­press­chen dar. Ihre Dar­legung kann man kurz wie fol­gt wieder geben:

Bis ver­gan­genen Novem­ber hat­te die Bun­desmin­is­terin keinen Begriff vom Han­del kinder­pornographis­chen Mate­ri­als über das Inter­net. Ihre Schock­ierung brachte sie zu dem Grund­satz “gegen alle Wider­stände” gegen Kinder­pornografie vorzuge­hen. Sie betra­chtet das Sper­ren von Inter­net­seit­en als Ver­hin­derung eines Mas­sen­geschäftes und als Maß­nahme, die 80% der­er abhielte, die bis­lang zufäl­lig via Spam-Mails der­ar­tige Inter­net­seit­en anschaut­en. Im übri­gen wür­den Men­schen via E‑Mails über­haupt erst dazu gebracht, sich kinder­pornografis­ches Mate­r­i­al anzuschauen und von diesen Men­schen würde jed­er 5. der­art ange­fixt, dass er real nach Kindern Auss­chau hielte. Pädophilie ist ansteck­end.

Keine einzige dieser Behaup­tun­gen ist irgend­wie belegt. Und insofern haben die gegen­teili­gen Behaup­tun­gen densel­ben Wahrheitswert: Kinder­pornografie über direkt ans­teuer­bare Inter­net­seit­en ist kein Mas­sen­geschäft, nie­mand wird durch abge­hal­ten, sich kinder­pornografis­ches Mate­r­i­al anzuse­hen, nie­mand wird über Spam-Mails ange­fixt, Pädophilie ist nicht ansteck­end. Die Kausalzusam­men­hänge, die Frau von der Leyen äußert, sind nicht nachgewiesen.

Um auf die einzel­nen Punk­te einzuge­hen: Domains mit kinder­pornografis­chem Mate­r­i­al kön­nen nach der Sperre zwar nicht mit ein­er www.kinderpornografie.de-Domain aufgerufen wer­den, prob­lem­los aber über Adressen der Art 22.222.22.222. Wird ein solch­er Link via E‑Mail versendet, ist die Sperre umgan­gen, ohne dass der Adres­sat etwas macht. Das Spielchen lässt sich auch noch ver­fein­ern. So ein Vorge­hen ist zu erwarten, wom­it die ange­sproch­ene, geschätzte Zahl von 80% ver­hin­dert­er Kinder­porno-Mate­r­i­al-Anklick­er keine Aus­sagekraft mehr hat. Es sind nicht 15–20% schw­er­stkrim­ineller Pädophile, denen die Sperre nichts anhab­en wird, es sind geschätzte 100%. Finanzielle Ein­bußen ange­blich­er Seit­en­be­treiber sind nicht zu erwarten.

Dass es sich hier­bei um ein Mas­sen­geschäft han­dle, kann nur dann aufrecht erhal­ten wer­den, wenn angenom­men wird, direkt ansurf­bare Inter­net­seit­en seien der Ein­stieg in die Abnahme kinder­pornografis­chen Mate­ri­als. Dies ist sicher­lich ein Wer­be­weg, der beschrit­ten wird. Man muss aber beacht­en: Ein Weg, der beschrit­ten wird, weil Serv­er mit der­art rechtswidrigem Mate­r­i­al in Län­dern, in denen Kinder­pornografie ver­boten ist, nicht abgeschal­tet wer­den. Ob dies aber der Weg ist, der dazu führt, dass das ange­bliche Mas­sen­geschäft Kinder­pornografie ein Mas­sen­geschäft ist und bleibt, ist zu bezweifeln. Zunächst ein­mal ist an dieser Stelle nur der Fall einge­treten, dass Staat­en ihrer Recht­spflicht nicht nachkom­men.

Beim Anfix­en nun verzichtet Frau von der Leyen vol­lkom­men darauf, Gründe für eine Kausal­ität an zu führen. An dieser Stelle argu­men­tiert sie wohl schon “gegen alle Wider­stände”. Spam-Mails führen 400.000 Mal täglich zum Besuch kinder­pornografis­ch­er Inter­net­seit­en, jed­er fün­fte der­ar­tige Besuch­er wird ange­fixt. 80.000 ange­fixte, poten­tielle Kinder­schän­der Tag für Tag, “die sich umschauen nach Kindern auf unseren Straßen”.

Was soll denn das heißen? Sind das Leute, die pla­nen Kinder zu ent­führen und zu miss­brauchen? Oder schauen sie sich nur um, so wie jed­er sich nach Kindern mal umschaut? Wie stellt man fest, wer zur einen und wer zur anderen Gruppe gehört? Wie kann man eine sta­tis­tis­che Zahl vor­tra­gen, die darstellen soll, wie ein Men­sch mit pädophilem Inter­esse auf Bedenken seines eige­nen Gewis­sens und auf das Wis­sen um die staats­ge­set­zliche Rechtswidrigkeit eines solchen Vorhabens mit Ver­drän­gung reagiert? Ist es überzeu­gend, dass Per­so­n­en, denen keine Ver­bote des eige­nen Gewis­sens und der staatlichen Rechtssprechung let­zten Endes etwas aus­machen, mit einem Inter­net­seit­en­stopp­schild geholfen ist? Dieses Rumge­frage ist boden­los, aber nur deswe­gen, weil den Behaup­tun­gen der Bun­des­fam­i­lien­min­is­terin eine Kausal­ität­sun­ter­stel­lung beigemis­cht wird, die in ihrer All­ge­mein­heit falsch ist.

Nie­mand ist dage­gen, wenn Inter­nethoster dazu verpflichtet wer­den, von ihnen gehostete Seit­en zu löschen, wenn diese gegen gel­tendes Recht ver­stoßen. Es geht an dieser Stelle nicht darum, Kinder­porno­seit­en zu tolerieren. Das fordert nie­mand. Es wird gefordert, eben nicht “gegen allen Wider­stand” Poli­tik zu betreiben, son­dern immer unter Beach­tung des Rechts. Und mit dem gel­tenden Recht in Deutsch­land und sehr vie­len anderen Staat­en kann man Kinder­pornografie beikom­men. Aber es ist ein anti-aufk­lärerisches Mit­tel, auf Recht­spflicht­mis­sach­tun­gen ander­er Staat­en mit Grun­drechts­beschränkun­gen der eige­nen Bürg­er zu reagieren. Ein solch­es Vorge­hen mis­sachtet die Grund­la­gen des Rechts demokratis­ch­er Staat­en.

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zu besuch bei einer schlagenden bielefelder verbindung

Ein Bekan­nter feierte einst eine Par­ty und wie ich irgend­wann fest­stellte, war dies im Hause ein­er Biele­felder Stu­den­ten­verbindung. In der Uni­ver­sität haben die Verbindun­gen unter den Studieren­den oft­mals keine gute Stel­lung, es gibt eine Mehrheit von Studieren­den, die sich als links betra­cht­en. Linke Stu­den­ten has­sen Stu­den­ten­verbindun­gen, aus per­sön­lich-poli­tis­chem Ermessen. Ich kan­nte bis dato keine der­ar­ti­gen Verbindun­gen und da ich keine Berührungsäng­ste ver­spürte und wis­sen wollte, was meinen Bekan­nten zu ein­er der­ar­ti­gen Verbindung treibt, fol­gte ich der Ein­ladung.

Diese Verbindung besitzt ein eigenes Haus an ein­er viel­be­fahre­nen Straße, Bier ist immer da, mehr Bet­ten als dort Wohnende, alte Schränke, antike Tis­che, es herrscht eine zuge­tane Stim­mung unter den Anwe­senden. In den Schrankvit­ri­nen ste­hen Holz­fig­uren, ver­al­tete Atlanten und alte Büch­er, deren Autoren mir nichts sagen. Wir sitzen am Tisch, Bier wird gere­icht, man quatscht über dies und das. Der Senior der Runde stellt sich als Kristalli­sa­tion­spunkt der Unter­hal­tung her­aus. Man spricht zu ihm, wenn etwas erzählt wer­den soll. Wenn er nicht mal heftigst gegen einen Küchen­schrank gelaufen ist, zeugt seine Stirn wohl von Charak­ter­stärke. Er spricht laut und gewandt. Er adelt die humor- und span­nungs­freien Geschicht­en der Nachkömm­linge mit sein­er Aufmerk­samkeit. Anwe­sende Frauen wer­den nicht ins Gespräch mit ein­be­zo­gen. Nie­mand würde auf das, was ich sage, einge­hen, außer dem Senior. Mir teilt er mit, dass er schon von mir gehört habe. Das klingt so schme­ichel­nd wie unglaub­würdig. Ich darf ihm erzählen, was ich so treibe und so erzäh­le ich unver­fänglich­es Zeugs. Das Bier ist leer, neues kommt.

Ein weit­er­er Gast beehrt die Runde, es ist ein Verbindungs­gast mit säch­sis­chem Sprachk­lang. Auch er wen­det sich an den Senior mit seinen Geschicht­en. Und obwohl ich nicht den Ein­druck gewinne, dass man sich son­der­lich gut kenne, reicht auch ihm die Adelung sein­er Geschicht­en durch Aufmerk­samkeit des Häuptlings. Er ist zufrieden. So zufrieden, dass er die schön­ste Neuigkeit seines Pri­vatlebens preis geben mag: Er hat neuerd­ings eine Fre­undin. Wie schön. Und er hat sog­ar Glück gehabt, es sei ein “richtig deutsches Mädel.”

Meine Miene friert etwas ein und ich ver­suche mein sar­donis­chen Lächeln etwas zu ver­ber­gen. Aber entwed­er hat der Senior dies bemerkt oder diese Bemerkung ist ihm selb­st nicht ganz geheuer. Jeden­falls übern­immt er noch ver­stärkt die Redeleitung, erzählt von etwas völ­lig anderem. Was sein deutsches Mädel so deutsch macht, erfahre ich nicht. Ich bere­ichere das weit­ere Gespräch mit Par­ty-Small-Talk und ab und an iro­nis­chen Sprüchen, merke aber fix: Ironie ist hier kein Aspekt der gewohn­ten Unter­hal­tung. Lach­er brin­gen die Geschicht­en, bei denen referiert wird, welche Per­son sich auf welch­er Par­ty wann übergeben hat. Von diesen Geschicht­en gibt es viele. Und der Senior lacht über jede Kotzgeschichte.

Dass ich irgend­wie anders rede, wird aber wahr genom­men. Wir ver­lassen den Raum, teilen uns etwas auf und jemand stupst mich von der Seite an, um mir eine Frage zu stellen: Sag mal, für wen schreib­st du? Für wen ich schreibe? Ja, du musst doch für wen schreiben. Die Frage über­rascht mich in der Tat. Wer sollte jeman­den beauf­tra­gen, eine Verbindungspar­ty dazu zu nutzen, um darüber zu schreiben? Die lokale Zeitung? Ich hat­te bis­lang nie­man­den über seine Motive zur Nähe zu dieser Stu­den­ten­verbindung gefragt, selb­st das The­ma Burschen­schaft ist bis­lang nicht aufgekom­men. Okay, wenn ich den Mund auf­mache, dann bedacht. Sowas macht mich hier wohl schon zu etwas Extrav­a­gan­tem. Oder Anwe­sende ängsti­gen sich vor Öffentlichkeit. Jedem seine Para­noia. Wie sich erprügelte Charak­ter­stärke mit der Angst vor ein­er sach­lich­er Darstel­lung ihrer Aktiv­itäten vere­ini­gen lässt, erfahre ich an diesem Abend nicht. (Wenn ich jet­zt darüber schreibe, dann deswe­gen, weil ich es inter­es­sant finde. Meine Moti­va­tion für den und beim Besuch war es nicht.)

Ich lerne englis­che Stu­den­ten dort ken­nen, die sich hier ein­quartiert haben. Ja, die anderen Bewohn­er hät­ten schon so ihre Eige­narten. Man sei auch daheim ange­hal­ten wor­den, nicht bei ein­er deutschen Burschen­schaft zu über­nacht­en. Aber die Über­nach­tungskosten seien so niedrig, dass man sich doch dafür entsch­ieden habe. Man macht Trinkspielchen. Verbindungsstu­den­ten ver­ständi­gen sich rade­brechend auf englisch mit den Gästen. Alko­hol besorgt den Rest der Ver­ständi­gung.

Gen Ende der Par­ty möchte mir noch ein einge­fleis­chter Ver­bun­den­er erk­lären, dass die Burschen­schaften auf wun­der­bare Weise Werte weit­ergäben. Dass sie schon vor dem Zweit­en Weltkrieg für demokratis­che Struk­turen stark gemacht hät­ten, dass kon­ser­v­a­tive Werte über­haupt stärk­er an Her­anwach­sende ver­mit­telt wer­den müssten. Ich wende ein, dass meinem Bekan­nten beispiel­sweise der­ar­tiger Werte­trans­port doch völ­lig am Aller­w­ertesten vor­beige­ht, dass das Rumge­lage hier doch keinen Wert darstelle, und dass der his­torische Rück­bezug albern sei und ernte ein hil­flos­es: “Doch!”

Die Verbindung ist dur­chaus gast­fre­undlich, das sollte man sagen. Die dort ver­bre­it­eten Ansicht­en, die Vere­ins­meier- und Men­schen­fis­cherei bleiben mir allerd­ings wesens­fremd. Aber gefährlich ist das nicht.

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wer steckt hinter cebulons welt?

Unfriede herrscht in mein­er Heimat­stadt. Jemand posaunt Inter­na aus dem Rathaus über die Inter­net­seite cebulons-welt.de raus, was diejeni­gen freut, die daraus poli­tis­chen Prof­it ziehen, und diejeni­gen ärg­ert, die neg­a­tiv davon betrof­fen sind. Wer dahin­ter steckt, ist offiziell unbekan­nt. Die Inter­ne­tadresse (Domain) ist bei jeman­dem vor Ort Unbekan­ntem reg­istri­ert, über das Impres­sum erfährt man, dass irgen­dein Chi­nese rechtlich ver­ant­wortlich sein soll. Da möchte jemand nicht erkan­nt wer­den. Dessen ungeachtet hält sich der Ver­fass­er, der tat­säch­lich über so etwas wie lokales Insid­er­wis­sen ver­fügt, für eine Art Aufk­lär­er. Schauen wir doch mal, was der Ver­fass­er so von sich ver­rät. Denn wenn der Ver­fass­er sich schon nicht an demokratis­che Fair­ness­regeln, wie: Ross und Reit­er nen­nen, hal­ten möchte, inter­essiert den Leser doch, warum wohl nicht.

Zur Tech­nik

Für die Inter­net­seite cebulons-welt.de wird das frei zugängliche Inter­net­seit­en-Sys­tem Joom­la ver­wen­det. Das ist etwas ungewöhn­lich, da der Betreiber der Seite, der sich auch Franziskus Cebu­lon nen­nt, einen Blog betreibt. Und für Blogs gibt es ein­fachere Sys­teme. Man hätte nicht ein­mal eine Domain reg­istri­eren müssen[1. 1. Das ist auch umständlich, denn in Deutsch­land sind Domains kennze­ich­nungspflichtig, was den Inhab­er und den inhaltlich Ver­ant­wortlichen ange­ht. Im Inter­net lassen sich prob­lem­los Seit­en ein­richt­en, ohne per­sön­liche Angaben machen zu müssen. Durch die Links auf die Ibben­büren­er Parteien wäre eine solche Seite irgend­wann einem Ibben­büren­er Web­mas­ter aufge­fall­en. Dadurch wäre ein­geleit­et wor­den, dass die Seite bekan­nt wird, genau­so wie dieser Artikel, den Sie ger­ade lesen, bekan­nt wird. Eine Domain wäre nicht nötig gewe­sen.].

Ander­er­seits wird sich die Mühe gemacht, die Seite mit einem vorge­fer­tigten Grafiken-Paket gut ausse­hen zu lassen. Aber zu eige­nen Grafiken hat es auch nicht ger­re­icht. Joom­la wird von Ibben­büren­er Inter­net­seit­en­be­treibern sel­ten ver­wen­det. Es ist gut, wenn mehrere Per­so­n­en an ein­er Seite zu unter­schiedlichen The­men, die getren­nt dargestellt wer­den sollen, arbeit­en. Es wurde für Cebu­lons Welt gewählt, weil der Ver­fass­er mit nichts anderem ver­traut war.

Zur Aus­druck­sweise

Inter­es­sant ist die Frage, ob jemand etwas von sich Preis gibt, wenn er nur Sätze als Iden­ti­fika­tion­s­möglichkeit hin­ter­lässt. Ich glaube: Ja. Man kommt nur bed­ingt von “Mack­en” des eige­nen, schriftlichen Aus­drucks weg[2. 2. Ich bin selb­st jemand, der sich im Schreiben schult, der im Schreiben von Tex­ten geschult wor­den ist. Ich kenne meine Mack­en, ich ärg­ere mich über umständliche Aus­druck­sweise und Band­wurm­sätze, auch wenn mir selb­st völ­lig klar ist, was ich aus­ge­drückt haben will. Wenn Sie nicht über einen trock­e­nen Humor ver­fü­gen, ist es unmöglich, leichte Sätze nieder zu schreiben, die den Leser zum lachen brin­gen. Außer man lacht über Sie selb­st.].

Was sind die Mack­en des Ver­fassers der Seite? Der Ver­fass­er geht sich­er mit der deutschen Sprache um, die Wörter sind richtig geschrieben, so weit ich es gese­hen habe. Ab und an schle­ichen sich Kom­mafehler ein, das Schreiben ist bes­timmt, aber nicht akribisch. Die Aus­druck­sweise ist umständlich. Jemand, der Sprache so ver­wen­det, denkt daran, an intel­li­gente Men­schen zu schreiben, die ihn schon ver­ste­hen wer­den. Und so falsch liegt er damit ja auch nicht, gemessen daran, dass sich Christoph Börgel von der CDU an der Seite inhaltlich inter­essiert gezeigt hat.

Ibben­büren ist ein Prov­inzkaff im Mün­ster­land. Nach einem mün­ster­ländis­chen Prov­in­zler hört sich diese Sprache nicht an[3. 3. Ich habe vor kurzem einen Leser­brief in der Lokalzeitung geschrieben (Ich bin für mehr Leser­briefe in Lokalzeitun­gen) und dabei die Kri­tik bekom­men, der Brief sei nicht ver­ständlich. Das liegt nun entwed­er daran, dass er wirk­lich schlecht geschrieben ist, oder dass er für einige meine Heimat­städtler doch zu abstrakt gewe­sen ist. Der Brief endet mit ein­er iro­nis­chen Frage, die das Erfassen von Ironie erwartet und das Erfassen, was dieser iro­nis­che Gedanke sagen soll. Viel Holz für einen so kleinen Text. Ich will darauf nicht näher einge­hen, ich möchte nur zeigen, was sie beacht­en kön­nen, wenn sie in Ibben­büren Texte schreiben: Ein­fach­heit im regionalen Aus­druck.]. Lassen wir den Textschreiber kurz selb­st zu Wort kom­men:

Dann gibt es sog­ar Schreiber, das Wort Jour­nal­ist wäre Schmähung eines ganzen Beruf­s­standes, die übernehmen gegen Bezahlung die Pressear­beit von Inter­es­sen­grup­pen und Parteien, Ver­fassen also Texte, die sie als Pressemit­teilun­gen auf einen Weg brin­gen, an dessen Ende sie sie selb­st wieder in Emp­fang nehmen, um sie eben­falls gegen Bezahlung ­nun natür­lich durch das Medi­enun­ternehmen ­abzu­druck­en. Der narzis­stis­che Höhep­unkt ist erre­icht, wenn der Lohn­schreiber seinen eige­nen Text wohlmeinend kom­men­tiert und sich so selb­st auf die Schul­ter klopft.

Das sind jene, die als Brand­s­tifter ent­larvt ganz laut in den Ruf „Feuer, Feuer“ ein­stim­men.

So wird Öffentlichkeit manip­uliert.

Das alles gibt´s, aber bes­timmt nicht in Ibben­büren. Da liegt zwis­chen Presse­haus und Rathaus so viel kri­tis­che Dis­tanz, dass es hier des krauss­chen „Kein tönen­des ‚Was wir brin­gen´, aber ein ehrlich­es ´,Was wir umbrin­gen´“ bedarf.

Im Gegen­satz zu anderen Tötungs­de­lik­ten soll sich dieses in ein­er möglichst großen Öffentlichkeit ereignen.

Nein, einen Preis für ver­ständlich­es Aus­drück­en wird dieser Schreiber nicht bekom­men. Aber nehmen wir uns das Geschriebene ein­mal vor:

Zwis­chem dem Presse­haus und dem Rathaus liegt ange­blich eine kri­tis­che Dis­tanz. Mit Presse­haus ist wohl die Ibben­büren­er Volk­szeitung gemeint, die hier her­aus­ge­hoben wird. Für den nor­malen Ibben­büren­er ist das ein ungewöhn­lich­er Aus­druck. Presse­haus nen­nt man das IVZ-Gebäude eigentlich nur bei der IVZ selb­st. Es ist kein Syn­onym der All­t­agssprache in Ibben­büren. Kri­tis­che Dis­tanz klingt auch son­der­bar, wobei Jour­nal­is­ten gerne mal kri­tisch mit unterkühlt ver­wech­seln. Doch welch­er Ibben­büren­er spricht der IVZ aus­drück­lich eine kri­tis­che Hal­tung zu?

Dem Ver­fass­er ist es nicht nur ein Anliegen, poli­tis­che Seilschaften zu ent­lar­ven, auch der Begriff Jour­nal­ist liegt ihm am Herzen. In Ibben­büren nen­nt man diejeni­gen, die für lokale Zeitun­gen schreiben, eigentlich nicht Jour­nal­ist. Man nen­nt sie beim Namen und/oder sagt, dass er oder sie für die Zeitung schreibe[4. 4. Ich beziehe mich an dieser Stelle nur auf die lokale Sprachver­wen­dung. Die IVZ ver­fügt zweifel­los über handw­erk­lich sehr gute Jour­nal­is­ten. ]. Wieso also eine Vertei­di­gung des Begriffes Jour­nal­ist? Der Ver­weis auf ein Karl-Kraus-Zitat ist eben­so ungewöhn­lich für Ibben­büren­er Ver­hält­nisse. Auf Kraus wird mit krauss­chen ver­wiesen. So redet man in Ibben­büren nicht, weil diese Sprach­codierung kaum jemand ver­ste­ht. Noch weniger, denke ich, wird ver­standen, dass hier auf ein Zitat über Jour­nal­is­mus hingewiesen wird. Das Zitat stammt aus der von Karl Kraus selb­stver­legten Satire[!]-Zeitschrift Die Fack­el und lautet etwas zusam­men­hän­gen­der:

Das poli­tis­che Pro­gramm dieser Zeitung scheint somit dürftig; kein tönen­des ‘Was wir brin­gen’, aber ein ehrlich­es ‘Was wir umbrin­gen’ hat sie sich als Leit­wort gewählt.

Kein Zweifel: Der Ver­fass­er der Seite hält sich für einen Jour­nal­is­ten, einen gebilde­ten Jour­nal­is­ten. Er koket­tiert mit Wis­sen über das moralisch richtige Ver­hal­ten eines Journalisten[5. 5. Siehe die Zus­pitzung: “narzis­stis­ch­er Höhep­unkt” ]. Aber kneif mich mal: Entwed­er ist diesem Schreib­ling der Ver­such, mit einem Zitat einen Zusam­men­hang darzustellen, völ­lig in die Hose gegan­gen oder er behan­delt da ger­ade das poli­tis­che Pro­gramm der IVZ[6. 6. Ich kenne keinen aktuellen Redak­teur der IVZ, der die Ziele der IVZ mit denen ein­er Satire-Zeitschrift gle­ich­set­zen würde. ].

Wer war’s und was soll das?

Jet­zt kenne ich lei­der die in Ibben­büren Wohnen­den nicht so unheim­lich umfassend, kann also nicht sagen, wer das wohl sein kön­nte. Aber allzu groß scheinen mir die Möglichkeit­en nicht zu sein. Falls Ihnen ein Name dazu ein­fällt, testen Sie doch ein­mal, ob dieser Name was mit Cebu­lon zu tun haben kön­nte. Ich kön­nte mir gut vorstellen, dass sich hier jemand an einem Wort­spiel ver­sucht hat.

Vielle­icht sollte man mal bei der Ibben­büren­er Partei IfI nach­fra­gen, ob jemand mit ihrer Ken­nt­nis oder in ihrem Auf­trag Rat­shaus-Inter­na anonym im Inter­net ver­bre­it­et. Schließlich wurde eine Testver­sion der Seite Cebu­lons Welt auf deren Serv­er hochge­laden. Und rat­en Sie mal, welch­es Inter­net­seit­en-Sys­tem die IfI ver­wen­det? Joom­la. Der dem Impres­sum ange­heftete Dis­claimer ist bei Cebu­lon eben­so verblüf­fend iden­tisch. Ich kenne keine Nicht-IfI-Seite in Ibben­büren, die diesen Dis­claimer in dieser Form ver­wen­det.

Oder rufen Sie doch mal bei Gisela D. an. Das ist die nette Dame, die auf diesem Foto in die Mitte genom­men wird. Auf ihren Namen ist die Domain cebulons-welt.de reg­istri­ert. Auf der Test­seite, die bei der IfI veröf­fentlicht wurde, wurde sie selb­st noch als Ver­ant­wortliche der Seite angegeben. Wäre auch mal inter­es­sant zu wis­sen, für wen sie eine Domain reg­istri­ert hat, auf der Ibben­büren­er Bürg­er dif­famiert wer­den. Ihre Tele­fon­num­mer find­et sich auf der Seite ihrer Chorge­mein­schaft.[7. 7. Jemand hat inzwis­chen die bei der Denic für Cebulons-Welt.de reg­istri­erte Per­son angerufen. Die Per­son habe für einen Ver­wandten die Domain reg­istri­eren lassen, sei über die Ver­wen­dung nicht aufgek­lärt wor­den und zeigte sich über­rascht über die Art der Ver­wen­dung. Es geht dem Ver­fass­er halt nicht um Aufk­lärung, son­dern um Instru­men­tal­isierung, sei es Ver­wandter oder an Rathaus­in­for­ma­tio­nen Inter­essiert­er. ]

Die Inter­net­seite, die sich auf­macht, ver­lo­gene Seilschaften offen zu leg­en, ist selb­st Teil ein­er der­ar­ti­gen Seilschaft. Ob die Beteiligten das sel­ber noch sehen, wage ich zu bezweifeln. Vielle­icht hat man auch ein­fach den Fehler gemacht, von sich auf andere zu schliessen. Diese zielver­fehlende, über­anstrengte Agi­ta­tion ist nun wirk­lich keine Aufk­lärung. Ich über­lasse es dem geneigten Leser, dieses Vorge­hen eher blöd und heuch­lerisch oder eher heuch­lerisch und blöd zu find­en.

Aber, gut, wenn Sie mir ein eigenes Wort erlauben: Bei so einem großen Hang zu unver­ant­worteten Albern­heit­en auf poli­tis­ch­er Ebene, da würde ich auch unbe­d­ingt anonym bleiben wollen.

Aktu­al­isierung vom 14. Mai 2009

Auf der Inter­net­seite des IfI-Ratsmit­gliedes Otten­hues find­et sich ein Link zu Cebu­lons-Welt, die beschrieben wird als Eine Web­site, die die Kom­mu­nalpoli­tik in Ibben­büren etwas genauer betra­chtet. Den­noch hat die IfI bis­lang nicht erk­lärt, weswe­gen man die Aktion Rathaus-Inter­na bre­it­treten und Per­so­n­en dif­famieren unter­stützt oder ini­ti­iert hat und weit­er­hin unter­stützt. Es erschließt sich mir auch nicht, wie sich dieses Ver­hal­ten mit dem geleis­teten Amt­seid verträgt.

Aktu­al­isierung vom 17. Mai 2009

Herr Otten­hues hat auf die vorherge­hende Aktu­al­isierung reagiert und den Beschrei­bung­s­text erweit­ert:

Zur Zeit wird über diese Web­site in poli­tis­chen Insid­erkreisen heftig disku­tiert. Web­site wurde auch schon in der Ratssitzung ange­sprochen. Hierzu gibt es in der Tage­spresse lei­der noch keine Stel­lung­nahme. Auf diesen Weblink ver­weise ich daher zur Infor­ma­tion der Bürg­erin­nen und Bürg­er ohne hier­durch eine eigene Wer­tung abgeben zu wollen.

Das ist auch ziem­lich unver­ständlich. Der Grund des Ver­weis­es, sprich: das­jenige, auf das sich das Wort daher bezieht, kön­nte a) die ange­bliche Diskus­sion in poli­tis­chen Insid­erkreisen sein oder b) das Erwäh­nen der Seite in ein­er Ratssitzung oder c) das bedauerte Aus­bleiben ein­er Stel­lung­nahme von wem und wozu auch immer in der IVZ[8. 8. Den Lesern von Cebulons-Welt.de ist die Wun­schvorstel­lung der IVZ als zusät­zlich­er Aus­tra­gungsin­stanz kom­mu­nalpoli­tis­ch­er Zwiste geläu­fig. ] . Es soll wohl nicht mehr d) die Annahme, dass diese Seite Kom­mu­nalpoli­tik genauer betra­chtet (als?), sein, wobei das gesteigerte Adjek­tiv genauer wert­frei ver­standen wer­den soll. Unge­fähr so, als ob es dort gar nicht stünde. Weswe­gen steht’s dann da?
Aber gut, vielle­icht mün­det das zu stark in Haarspal­tereien. Inter­es­san­ter wäre sowieso die Beant­wor­tung der Frage, ob die IfI eine Inter­net­seite ini­ti­iert oder wissentlich gebil­ligt hat, die Ibben­büren­er Ratsmit­glieder dif­famiert. Diese Frage ergibt sich dadurch, dass die Inter­net­seite offen­bar auf Seit­en der IfI online gestellt wurde, bevor sie eine eigene Inter­ne­tadresse erhielt.
Das ist nun wirk­lich eine Stel­lung­nahme, die bish­er lei­der aus­bleibt.

Aktu­al­isierung vom 18. Mai

Statt der IfI hat sich nun der Betreiber von cebulons-welt.de wieder zu Wort gemeldet. Dieses Mal, indem er meine Per­son verunglimpfen möchte, um das frei erfun­dene Gerücht zu ver­bre­it­en, Herr Ste­in­gröver habe mich zu sein­er Ent­las­tung instru­men­tal­isiert [9. 9. Was die stumpfen Waf­fen ange­ht: Ich finde, dass meine Per­so­n­enbeschrei­bung für Ibben­büren-Ken­ner sehr scharf fokussiert ist. Das State­ment von Her­rn Ste­in­gröver deckt sich damit übri­gens, wie auch in anderen Hin­sicht­en, nicht. ]. Dass Wäh­ler mit Poli­tik den Anspruch des fairen Umgangs miteinan­der verbinden, scheint dem anony­men Fei­gling ein fremder Gedanke zu sein. Die Verunglimp­fung mein­er Per­son scheit­ert etwas daran, dass der Autor keine Ahnung hat, was ein automa­tisch gener­iert­er Track­back ist, was ihn wiederum ver­an­lasst, von diesem automa­tis­chen Infor­ma­tionsverbinden von Maschi­nen auf meine Per­sön­lichkeit zu schließen[10. 10. Zitat:

Großzügig soll auch darüber hin­wegge­se­hen wer­den, dass ein Kom­men­tar zu Herken­hoffs Text nicht namentlich gekennze­ich­net ist, son­dern als Absender „ibblog“ angegeben ist, die Seite des Stadtju­gen­drings Ibben­büren. Ist das schon inter­es­sant, so erst recht, dass Carsten Herken­hoff für diese Inter­net­seite presserechtlich ver­ant­wortlich zeich­net. Da wurde doch wohl nicht der jour­nal­is­tisch frag­würdi­ge Weg gegan­gen, sich einen Leserkom­men­tar zum eige­nen Beitrag zu schreiben?

Nö. Abge­se­hen davon: Das Presserecht ist was ganz anderes. ]. Ja, von selb­ster­nan­nten Aufk­lär­ern, die Maschi­nen nicht von Men­schen unter­schei­den kön­nen, brauchen wir unbe­d­ingt noch mehr. Oder wie der Latein­er sagt: Avan­ti, dilet­tan­ti!

Aktu­al­isierung vom 29. Okto­ber
Der bish­erige “schulpoli­tis­che Sprech­er” der IFI, Rein­hard Mau, hat sich als tech­nis­ch­er Admin­is­tra­tor der Seite cebulons-welt.de geoutet. Damit haben die Albern­heit­en rund um diese Seite so langsam ein Ende. Meine Speku­la­tion, dass es sich bei den Ini­tia­toren der Seite um IFI-Mit­glieder han­delt, erweist sich somit als wahr. Fehlt eigentlich nur noch, dass der­jenige, der die Texte ver­ant­wortet, sich erken­ntlich zeigt.
Es ist in Blogs unüblich, angegebene Infor­ma­tio­nen gän­zlich zu stre­ichen, um nichts zu ver­heim­lichen, was ich aber bei der Per­son, die sich bish­er ver­ant­wortlich für die Seite zeigte, für angemessen halte. Insofern habe ich den Text, der oben als gestrichen gekennze­ich­net ist, geän­dert.

Aktu­al­isierung vom 07. Jan­u­ar 2010
Woan­ders wird ger­ade aufgedeckt, was schon seit let­ztem Mai klar war.
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heut’ fahren wir nach ibbenbüren

Etwas ver­staubt, aber nicht alt gewor­den ist fol­gende Hymne auf die einzige Bergmannsstadt im Mün­ster­land.

[audio:http://www.logbu.de/ibbenbueren.mp3]

Heut’ fahren wir zur Som­mer­rodel­bahn
heut’ fahren wir ins Grüne
heut’ fahren wir ins Teck­len­burg­er Land
heut’ fahren wir nach Ibben­büren

Wo kann man Schlit­ten fahren
mit und ohne Schnee?
Und mit der Eisen­bahn
das Märchen­land beseh’n?

Wo trifft man 7 Zwerge,
Schnee­wittchen und die Greis?
Ja, Hänsel und auch Gre­tel
und die Hex­en­greis.

Heut’ fahren wir zur Som­mer­rodel­bahn
heut’ fahren wir ins Grüne
heut’ fahren wir ins Teck­len­burg­er Land
heut’ fahren wir nach Ibben­büren

Wo gibt es Gau­di jed­er Zeit
für Große und für Kleine?
Wo träumt ein jedes Kinder­herz
beim Hinschau’n von alleine?

Wo wird ein grauer Regen­tag
mit Märchen­welt auch schön?
Drum lad’ ich alle her­zlich ein
das muss ein Jed­er seh’n!

Heut’ fahren wir zur Som­mer­rodel­bahn
heut’ fahren wir ins Grüne
heut’ fahren wir ins Teck­len­burg­er Land
heut’ fahren wir nach Ibben­büren

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